apple-watch-ueberholt-schweizer-uhrenindustrie

  • schwieriges und facettenreiches Thema :gut:


    die einzige Marke die sich mit dem Thema befasst ist Tag Heuer aus dem Bereich der hochpreisigen Uhren. Ich hatte vor 4 Jahren schon die Frage gestellt, ob die A W das Potential hat der Branche gefährlich zu werden, damals wurde ich belächelt:kaffee:


    die Uhrenindustrie begegnet dem Thema nicht mit Konzepten sondern mit Preisanpassungen um die Fahne hoch zu halten. MMn zu kurz gesprungen. Sicher ist viel Jammern auf hohem Niveau dabei, nachdenklich sollte man dennoch sein. ;)

    LG
    Bernd


    Ich weiss nicht ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.


    Georg Christof Lichtenberg

  • Ich kann ja mit diesen Smartwatch nix anfangen, jedoch verschläft die Uhrenindustrie derzeit einen Trend, welcher sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren zu einem riesigen Markt entwickeln wird.

    Apple macht das richtig und da ist noch Potenzial nach oben.

  • Ich denke, Apple und andere Smartwatches fischen vor allem im Segment unter 3000€.

    Das ist auch der Bereich, in dem der Absatz für die Schweizer in 2019 bergab ging.


    Im Preisbereich über 3000 sehe ich die Smartwatches eher nicht als Konkurrenz - eher als Ergänzung zB für den Sport.


    Was ich persönlich smart fände, wären zB Sensoren für Messungen beim Sport, die in der Schließe einer Omega, Rolex und Co Integriert sind und die Daten ans Smartphone übertragen. Hatte da nicht IWC schon mal ein Konzept?

  • Der Grund warum ich eine mechanische Uhr um teures Geld kaufe ist in erster Linie die Mechanik. Damit verbunden immer der Gedanke dass mir die Uhr in 30 Jahren auch noch Freude macht wenn ich sie trage und ich dabei vielleicht den einen oder anderen Gedanken daran genieße was ich mit ihr alles erlebt habe.

    Nichts davon bietet eine Smartwatch. Im Vergleich zu einer schönen mechanischen Uhr wird eine Smartwatch immer kurzlebiger „Elektroschrott“ bleiben und muss damit auch preislich daran angepasst bleiben. Eine Smartwatch um 10k, egal was sie kann, wird wohl kein Hit werden. Von daher ist auch für die Zukunft keine Konkurrenz zu erwarten.


    Wenn mich eine Smartwatch einmal reizen sollte dann nur zusätzlich. Ich sehe keine Gefahr für hochwertige mechanische Uhren und finde es gut dass sich die meisten Hersteller nicht auf dieses Terrain begeben.

  • Ich habe seit 2 Jahren eine Samsung S3 Frontier. Anfangs ziemlich häufig getragen, vor allem beim Sport, Radfahren, Wandern ein echt tolles und kurzweiliges Teil. Liegt allerdings seit Monaten praktisch ungenutzt rum, nachdem ich häufig unterwegs kein GPS hatte und mir dieser Funktionsausfall zunehmend auf den Geist ging. Nun interessiert mich das Thema gar nicht mehr.

  • Ich glaube, René hat dazu alles gesagt. :gut:


    Das mit den Smart-Bändern wie von IWC finde ich aber gut, um das eine Brücke zu schlagen, ohne die eigene Tradition zu verraten.

    Kommt für mich aber sicher nicht in Frage.

  • Hier sind Mechanische Dinosaurier:opa:


    Was macht der Markt in Zukunft? Was macht Generation Z, Y? Interessiert ne Datumslose Ranzzwiebel noch jemanden?
    Faktisch gibt es einen Einbruch der Zahlen, welche Konzepte hat man hierfür? Außer im Refelex an den Preisen zu schrauben?
    ich vermute, man hat mal wieder, analog der Quarzkrise.....keine :rolleyes:

    LG
    Bernd


    Ich weiss nicht ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.


    Georg Christof Lichtenberg

  • Die Smartphone Generation wird sich einen Dreck um Mechanik kümmern, dort ist Funktion gefragt und davon möglichst viel. Die Kinder und Enkel der Smartphoner werden mechanische Uhren wahrscheinlich nur noch aus dem Museum kennen, selbst kaufen wird sowas kaum noch einer aus diesen Generationen.

    Wir hier und in anderen Foren befinden sich eine Handvoll aussterbender Nerds und sind am Ende des Tages bedeutungslos für den sich wandelnden Markt.


    Den Mechanikfan wird es sicher weiterhin geben, nur halt in stark abnehmenden Maßen.


    Die Kids von heute sind die Käufer der Zukunft und schau mal in die Klassenzimmer, in die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugend, dort herrscht die Elektonik in allen Bereichen.


    Halte einem 15jährigen eine mechanische Uhr und eine Smartwatch vor die Nase. 95% werden sich die Smartwatch greifen.


    Hier in der Diskussion wird von uns alten Säcken abgeleitet, das ist m. E. viel zu kurz gedacht, weil uns alten Säcke wird es in 50 Jahren nicht mehr geben.


  • .... die einzige Marke die sich mit dem Thema befasst ist Tag Heuer aus dem Bereich der hochpreisigen Uhren. ......

    Nicht ganz, Bernd. Frederique Constant ist da schon lange innovativ und befasst sich mit mechanischen Uhren, die über Smartwatch-Funktionen verfügen. Die neueren Modelle haben sogar Manufaktur-Kaliber, in welche Smartwatchmodule integriert sind. Auf jeden Fall ein Angebot an die, welche klassische, mechanische Uhren lieben, dennoch aber Smartfunktionen schätzen. Mein Fall sind diese ganzen Smartdinger nicht, ich bleibe lieber bei der rein mechanischen Uhr. Aber dennoch nimmt man sich bei FC dem Thema an und unterhält hierfür eine extra Abteilung, was ja nicht von Nachteil sein kann.


    Fotos: frederiqueconstant.com



    Beste Grüße

    Tom

  • Die Smartphone Generation mit unterer bis mittlerer Schulausbildung ist größtenteils zu doof zum schxxx und kann kein Deutsch mehr. Abgesehen davon, dass unsere Assirapper denen permanent goldene Roletten vor die Nase halten, wird die Mehrheit sich keine Mietwohnung in einer größeren Stadt mehr leisten können.

    Und ja, ich bin auch betroffen.

    Lass noch ein zwei Generationen abtreten, dann hat die Welt ganz andere Probleme.

    Alles ist und bleibt in der Glaskugel.

  • Das ist mal wieder der übliche „Äpfel-mit-Birnen“-Vergleich. Der eigentliche Punkt ist doch, ob es genug Leute gibt, die mit mechanischen Uhren etwas anfangen können und bereit sind, dafür entsprechendes Geld auszugeben oder nicht. Welchen potentiellen Elektronikschrott man da jetzt zum Vergleich heranzieht, dürfte dabei ziemlich Latte sein.

  • Die mechanischen Uhren sind zumindest seit der Einführung der mobilen Telefonie, insbesondere der Smartphones kein "Gebrauchsgegenstand" mehr, und da kann aber keiner behaupten, dass die Uhrenbranche dadurch gelitten hat.

    Im Gegenteil, die Uhren der renommierten Hersteller sind in der Begehrlichkeit, und natürlich im Preis deutlich gestiegen.


    Dieses Interview habe ich schon mal gepostet, und für mich ist es auf den Punkt genau getroffen.

    Wer es kürzer haben mag dann bitte ab 06:19 anschauen.

    https://youtu.be/KValLcwGigM


    Ich bin der Meinung, dass mit der Zeit eher eine digitale Detoxikation stattfinden wird, und man versuchen wird dies tatsächlich nur auf ein Smart-Tool zu begrenzen (Handy zBsp).

    Egal wie fortschrittlich die Technik sein werden mag, kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Smartwatch, das Smartphone (Videos, Emails, Übersicht ...) ersetzen wird.


    Natürlich in dem niedergieren Preissegment wird sich da einiges tun, aber spätestens ab dem Zeitpunkt wo es keine Updates für die ältere Smartwatch mehr geben wird, und das Akku nicht mehr hält, wird sich der User zwei Mal überlegen ob er wieder so viel Geld für die SW ausgibt.


    Eine mechanische Uhr egal wie alt, kann man noch immer sehr gerne tragen, und die erfüllt ihren Zweck. Ab dem Zeitpunkt ist eine Smartwatch (so wie die alten Handys) einfach unverwendbar.