Beiträge von Flopi3

    Was ist denn an Fibratech „lifestyle“? :grb:

    ist zwar im IWC Faden etwas off-topic, aber was ist der Vorteil mit Ausnahme der Optik (Lifestyle)??


    Titan bietet fast gleiche Gewichtsvorteile ggü. Stahl und ist vergleichbar korrosionsbeständig wie Fibratech.

    Eine 44er Luminor in Titan kostet 8000€, die 44er Luminor aus Fibratech 16000€.


    Was also bekommt der Kunde für den doppelten Preis an Mehrwert außer Optik?


    Darüber hinaus: schlägt man sich in eine Titanuhr mal eine heftige Kerbe, lässt sich das mit Lasern easy richten. Bei Verbundwerkstoffen wie aus Carbon oder Basalt (Fibratech) kannst du das meines Wissens nach komplett vergessen und das Gehäuse tauschen.


    Hallo Christian,


    merci.


    Auf den ersten Blick fand ich die Tribute to 3705 ganz gelungen.

    Positiv finde ich das Material. Nach allem, was ich bislang zu Ceratanium gelesen und gehört habe, ist das tatsächlich mal ein Material, dass auch einen echten Kundenwert z.B. ggü. reiner Keramik bietet (bruchfest und gleichzeitig nicht Kratzer-anfällig).

    Der Preis hört sich erst einmal hoch an. Aber ins Verhältnis gesetzt, finde ich die 12700€ auch nicht unverschämt. Für mich steht IWC immer noch in Bezug auf die Marke deutlich über z.B. Panerai und wenn man sieht, was Panerai z.B. für Uhren mit dem Lifestyle-Material Fribratech aufruft, ist der Preis für die Tribute to 3705 noch einigermaßen angemessen.

    Bei näherem Hinsehen kamen dann doch einige Fragezeichen:

    Das Werk ist zu klein für das Gehäuse und dadurch ist die Datumsanzeige aus meiner Sicht zu sehr vom Gehäuserand entfernt - nicht stimmig.
    Auch die angeschnittene "10" und "11" gehen gar nicht. Hätte man durch etwas kleinere Totalisatoren easy verhindern können.
    Besser gefallen haben mir bei der Ur-Version die silbernen Drücker und Krone (reine Geschmacksfrage).
    Und ob das Manufakturwerk wirklich einen Mehrwert bietet, wird die Zeit zeigen. Nur weil Manufaktur drauf steht, muss es nicht besser sein als das 7750 in der typischen IWC-Qualität, durch die sich IWC schon immer von Standard-Versionen des 7750 unterschieden hat. Mein subjektiver Eindruck vom Kaliber 69380 ist: konstruktiv angelehnt an das 7750 ist das Werk auf günstige, industrielle Massenfertigung ausgelegt.

    Alles in allem löst die Tribute to 3705 bei mir kein "Haben-will-Reflex" aus.


    Moin,


    die Zifferblatt-Variante der Uhr finde ich auch äußerst gelungen.


    Die Uhr insgesamt hingegen ist gar nicht "meins". Leider hat L&S die "häßlichen" Bandlinks am Gehäuse fest verbaut und folgt damit dem Konzept von AP bei der RO oder PP bei der Nautilus - und auch da gefallen mir die Varianten mit Leder- oder Kautschukband nicht. Damit ist es unmöglich, ein normales Band in die Hörner "einzuhängen".


    Ja - im Moment.

    Mein Eindruck: die Uhr polarisiert noch immer sehr stark, vielen gefällt sie nicht. Es gibt einige Sammler, die wirklich überzeugt sind von der Odysseus. Aber viele möchten sie derzeit haben, weil sie a) derzeit sehr rar ist und b) die Zweitmarktpreise mal eben 100% Ertrag versprechen.

    Das wird sich "beruhigen", die Preise werden in den nächsten Jahren runter gehen und in 2-3 Jahren bekommt man die Uhr in sehr gutem Zustand unter LP. Die nächste 5711 oder 15202 wird die Uhr nicht werden.

    Let's see and wait.


    So schwierig ist das eigentlich nicht:


    Punkt 1: Wertschätzung ggü. all den Konzis zeigen, die seit 1994 die Marke erst mit zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Das geht ganz einfach über eine faire Verteilung der vorhandenen Volumen (auch im Hinblick auf die regionale Verteilung) von Beginn an!

    Punkt 2: Sanktionierung von Händlern, die eine Lieferung an Bundle-Deals koppeln durch z.B. Nicht-Zuteilung der Uhr für 1-2 Jahre. Bei Graumarkt-Geschäften greifen die Hersteller ja auch ab und an ein und entziehen z.B. eine Konzession. Wenn der Wille da ist, kann man schon eingreifen.


    Natürlich führt all das auch zu Wartezeiten. Das ist eben so bei limitierten Fertigungskapazitäten. Aber dann könnte jeder Kunde mit seinem Händler (egal ob Konzi oder Boutique) seine individuelle Vereinbarung treffen.

    ....


    2. Der Zeitgeist immer weiter sich von der Individualität einer feinen mechanischen Uhr entfernt.

    Ob Unternehmer oder DINKs usw. schwindet längerfristig das Interesse...

    :(


    Eine seltsame Trendaussage :grb:

    Der Markt zeigt eigentlich sehr deutlich in die andere Richtung.

    Aber vielleicht liegt die Tücke im Detail:


    - es mag durchaus sein, dass das Interesse an der feinen, mechanischen Uhr längerfristig schwindet.

    - Das Interesse an der "lauten", Image-zur-Schau-stellenden mechanischen Uhr hingegen steigt nach meinem Eindruck.

    Andreas, dann muss ich mal fragen wer denn verantwortlich ist für die Vorgehensweise innerhalb der Boutiquen?Ist das nicht vom Mutterhaus gesteuert?


    LG Volkmar


    Kniffliges Thema, Volkmar. Etliche Boutiquen sehen auf den ersten Blick aus, wie L&S Geschäfte, sind es aber juristisch nicht. Sie werden von Konzis betrieben. So z.B. die L&S Boutique in München - das ist letztlich eine Filiale von Wempe, halt nur komplett im L&S-Branding.


    Ich denke aber, dass L&S bei solchen "Konstrukten" klare Vorgaben machen sollte, wie sich ggü. Kunden etc. zu verhalten ist. Die meisten Kunden werden den Laden schlicht als L&S-Store wahrnehmen und damit wirkt sich das Verhalten der Mitarbeiter auch direkt auf die Marke aus und eben nicht auf Wempe.


    Insofern macht es sich das Management von L&S schon recht einfach, den "schwarzen Peter" einfach an die Boutiquen weiterzureichen.

    ....


    Schwierig so etwas zu handeln....aber so einen Kunden ab zu schiessen hat schon was


    Wer "ko" der "ko", Jan.

    In einem anderen Forum wird darüber geschrieben, dass L&S das beste Geschäftsjahr ever habe (trotz Corona) und aus den USA ist zu hören, dass ab Mitte März eine saftige Preiserhöhung kommen soll.

    Da stören Kunden natürlich nur, die so eine Uhr nicht mal eben im Vorbeigehen mitnehmen und gleich noch eine zweite dazu, sondern für die eine Uhr sogar noch sparen müssen.

    Auf eine Sport-Uhr von L&S habe ich Jahre gewartet.

    Als sie im Herbst 2019 endlich vorgestellt wurde, war ich erstmal nicht überzeugt von der Uhr.

    Anfang 2020 konnte ich sie dann das erste Mal live in einer L&S Boutique an den Arm legen - die Begeisterung stieg nicht übermäßig.

    In den folgenden Monaten war ich wiederholt in der Boutique und die Begeisterung stieg mit jedem Probetragen mehr. Die Odysseus ist vermutlich DIE Uhr, die auf Photos nie das rüberbringt, wie sie live am Arm wirkt.

    Ende August war ich dann soweit und habe die Uhr bestellt. Dazu musste ich meine vorhandenen L&S Uhren bei Lange online registrieren und eine förmliche Bestellung ausfüllen. Man wollte Spekulationen verhindern. Fand ich gut. Mir wurde mitgeteilt, dass ich wohl mit ca. 2 Jahren Wartezeit rechnen müsse. Nicht schön, aber so what.


    Diese Woche wurde mir von der L&S Boutique auf meine Nachfrage mitgeteilt, dass ich in den nächsten Jahren nicht mit der Odysseus rechnen könne. Es würden nur Kunden berücksichtigt, die auch weitere, normale Serien-Modelle in der Boutique kaufen (Ltd. Editions werden übrigens auch nicht gewertet für eine Zuteilung). Und solche Kunden rutschen dann auf der Warteliste automatisch nach vorne. Und die Odysseus in Stahl bliebe auf unbestimmte Zeit „Boutique only“.


    Dass L&S seinen Status Quo auch Konzis und deren Kunden verdankt, die der Marke Jahrzehnte Emotionen und Commitment entgegengebracht haben: interessiert sie nicht (meine erste L1 habe ich bereits 1996 bei A. Huber, heute Bucherer München, gekauft). So viel Arroganz und Geringschätzung habe ich als Kunde noch nie erlebt. Mit der Marke habe ich vorerst fertig - sehr schade.