Beiträge von TomS

    Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.

    (Ludwig van Beethoven)



    Fotos: wikipedia.org



    Liebe Lounger,


    die Watchlounge ist ja zweifelsohne ein künstlerisches Forum, da die schönen Uhren, welchen wir alle erlegen sind, Handswerks- und Uhrmacherkunst sowie künstlerische Gestaltung voraussetzen. Wir alle haben somit eine Ader für Ästhetik, künstlerisches Schaffen und die schönen Dinge des Lebens. Daher darf eigentlich ein Beitrag zum 250´sten Geburtstagsjubiläum eines der größten Künstler, den die Menschheit hervorgebracht hat, hier nicht fehlen, Ludwig van Beethoven. Bereits mit 10 Jahren entdeckte ich die wunderbare Musik dieses großen Komponisten für mich, verschlang alle Bücher über ihn (so gut das halt mit dem Lesen und Verstehen in dem Alter schon ging) und hatte die Schallplatten seiner 9 Sinfonien sowie einiger Klaviersonaten und -konzerte neben meinem Plattenspieler stehen. Obwohl ich mich natürlich auch für Deep Purple, Udo Lindenberg & Co. interessierte, war Beethoven dennoch eine Art Idol meiner Jugendzeit ... und ist es bis heute beblieben.


    Ludwig van Beethoven wurde vor 250 Jahren am 17. Dezember 1770 in Bonn getauft, womit man davon ausgeht, ohne es genau zu wissen, dass er am 16. Dezember 1770 geboren wurde. Sein Großvater sowie sein Vater waren Musiker, so dass ihm die Musik schon in die Wiege gelegt wurde. Sein Vater Johann van Beethoven erkannte früh das musikalische Talent seines Sohnes und sorgte für eine solide Ausbildung. Bereits mit 7 Jahren trat Beethoven das erste Mal als Pianist auf. Im Jahre 1784 bekam er seine erste Festanstellung als Organist. Beethoven kam früh durch Freunde, Förderer und nicht zuletzt durch das liberale Klima am Hofe des Kurfürsten Maximilian Franz mit aufklärerischem Gedankengut und den Ideen der Französischen Revolution in Berührung, was deutlichen Einfluss auf sein künftiges Schaffen (z.B. die Sinfonie Nr. 3 - Eroica) haben sollte. Im Dezember 1786 reiste Beethoven das erste Mal in eine der wichtigsten Musikmetropolen dieser Zeit, nach Wien. Ursprünglich war geplant, Unterricht bei Wolfgang Amadeus Mozart zu nehmen. Ob es hierzu je kam, ist nicht belegt. Nach Aufenthalten in Regensburg, München und Augsburg kehrte Beethoven im Mai 1787 nach Bonn zurück. Neben seiner Tätigkeit als Organist, Pianist, Cembalist und Bratschist arbeitete er auch weiter an seinem frühen kompositorischen Schaffen, welchem in heutigen Zeiten jedoch nicht mehr so eine große Bedeutung zukommt, wie den Werken, die in seiner Wiener Zeit entstanden.


    Während eines Aufenthaltes von Joseph Haydn im Jahre 1792 in Bonn wurde eine erneute Reise Beethovens nach Wien mit dem Ziel vereinbart, Unterricht bei Haydn zu nehmen. Somit reiste Beethoven noch im selben Jahr erneut nach Wien, wo er ab dann dauerhaft bleiben sollte. In Wien studierte Beethoven bei Haydn und diversen anderen, namhaften Komponisten und Kapellmeistern, während er aber auch sein Schaffen als Komponist und Pianist fortsetzte. Da auch die großen Komponisten dieser Zeit ihr Geld verdienen und ihre Musik bekannt machen, Verlage überzeugen sowie Konzerte organisieren mussten, war es wichtig, gewisse Förderer und Fürsprecher in den richtigen Kreisen zu haben (daran hat sich bis heute nichts geändert). Dieses gelang Beethoven in Form von musikbegeisterten Adeligen schnell. Einer dieser Förderer war Fürst Karl Lichnowsky, welcher Beethoven in Wien nicht nur bekannt machte, sondern ihn auch zeitweise in seinem Haus wohnen ließ und ihm ab dem Jahre 1800 ein jährliches Gehalt von 600 Gulden zahlte, womit sich Beethoven frei von wirtschaftlichen Ängsten seinem kompositorischen Schaffen, aber auch dem Klavierspiel widmen konnte.


    Beethoven entwickelte sich nun vollends zu einem gefragten Klaviervirtuosen, was sich vor allem in den ersten Jahren in Wien an seinem Klavierkompositionen bemerkbar machte. 20 seiner 32 Klaviersonaten, darunter die Pathetique c-moll op. 13 und die Mondscheinsonate cis-moll op. 27 Nr. 2, entstanden in dieser Zeit. Hier mal ein Video des weltbekannten 1. Satzes der besagten Mondscheinsonate, gespielt von der wunderbaren Valentina Lisitsa, einer Pianistin, deren Stil ich sehr mag, da - im Gegensatz zu manch berühmteren Pianisten - sehr gerade und ohne unnötige Schnörkel:


    Quelle: youtube.com


    Und hier ein Notenblatt dieser Sonate neben meiner Oris Artelier:



    Besonders hervorzuheben wäre aus dieser Zeit auch Beethovens 1. Klavierkonzert C-Dur op. 15, hier gespielt von Louis Schwizgebel und dem hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Ben Gernon. Dieses Konzert erinnert noch sehr an die Vorbilder der Wiener Klassik (z.B. Joseph Haydn). Die Besonderheit besteht auch darin, dass das Klavier erst nach knapp 3 Minuten des Orchestervorspiels zum Einsatz kommt.


    Quelle: youtube.com


    Ab dem Jahre 1799 begann Beethovens großes symphonisches Schaffen. Bevor ich jedoch hierauf eingehe, möchte ich auf noch eine wichtige Klaviersonate verweisen, vielleicht die bedeutendste Ludwig van Beethovens, die Appassionata, Nr 23 f-moll op. 57, welche in den Jahren 1804 und 1805 komponiert wurde. Beethoven widmete sie dem Grafen Franz von Brunsvik, auf dessen Schloss er zu dieser Zeit wohnte. Auch diese, genauer gesagt den 3. Satz, möchte ich Euch mit einem Hörbeispiel nahe bringen, wieder gespielt von Valentina Lisitsa. Wer nicht den ganzen Satz anhören möchte, sollte aber unbedingt mal ab ca. 6:20 reinschauen und den Schluss genießen ... ein Wahnsinn, die Sonate sowie die wunderbare Valentina :verneig:


    Quelle: youtube.com


    Wenn man sich mit älteren klassischen Musikern und Dozenten unterhält, hat man oft den Eindruck, dass sie die großen Komponisten der Klassik voller Ehrfurcht als Götter ansehen, als unfehlbar, unantastbar und ohne jedes Laster. Es ist allerdings bekannt, dass viele dieser großen Komponisten gar nicht so viel anders waren, als die nachfolgenden Generationen an Musikern. Auch damals liebten diese schon Wein, Weib, Gesang, oder wie man später sagte, Sex, Drugs & Rock´n´ Roll. Das steckt irgendwie drin, in den Musikergenen. Außerdem war die "ernste Musik", wie man sie heute so nennt, gar nicht ernst, sondern die Pop-Musik der damaligen Zeit. Die Komponisten und Interpreten waren teilweise Pop-Stars, wenn man es mal so ausdrücken mag. Und auch Ludwig van Beethoven war ein durchaus lebenslustiger Mensch, der gern an Feiern (Partys) teilnahm, gern Wein trank und der reizvollen Weiblichkeit keineswegs abhold war. Ab dem Jahre 1800 jedoch wurden seine Lebensfreude und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben immer mehr getrübt. Er zog sich mehr und mehr zurück und wurde grantiger. Grund war seine Gehörerkrankung, die schlussendlich bis zur absoluten Taubheit führte. Seine Verzweiflung hierüber, bis hin zu Selbstmordgedanken, schilderte er in einem wichtigen Dokument in Beethovens Biografie, dem Heiligenstädter Testament aus dem Jahre 1802. Sätze, wie „musste ich früh mich absondern, einsam mein Leben zubringen“ oder „sprecht lauter, schreyt, denn ich bin Taub“ oder „drum verzeiht, wenn ihr mich da zurückweichen sehen werdet, wo ich mich gerne unter euch mischte, doppelt Wehe thut mir mein unglück“, zeugen von seinem Leid. Für einen Musiker gibt es wohl nichts schlimmeres, als sein Gehör zu verlieren. Dennoch komponierte Beethoven auch nach dem Verlust seines Gehörs weiter und schuf seine größten Werke, z.B. die 9. Sinfonie. Dieses war aber nur möglich, weil Beethoven etwas hatte, über das nur sehr wenige Menschen verfügen, ein absolutes Gehör, das es ihm ermöglichte, alle Töne in seinem Kopf genau zu hören und dadurch auch ohne die Hilfe eines Instrumentes zu komponieren.


    Wie bereits erwähnt begann Beethoven im Jahre 1799 mit der Arbeit an seiner 1. Sinfonie C-Dur op. 21, welche noch nicht so "schwer" war, wie seine später folgenden Sinfonien und - wie das bereits erwähnte 1. Klavierkonzert - noch viel von der frühen Wiener Klassik verspüren ließ. Die 3. Sinfonie Es-Dur op. 55 wollte Beethoven ursprünglich Napoleon widmen und ihm diese bei seiner geplanten Übersiedlung nach Paris (aus der dann aber nichts wurde) persönlich überreichen. Als sich Napoleon jedoch selbst zum Kaiser krönte, war Beethoven so empört, dass er die Widmung durchstrich. Fortan hieß die Sinfonie Eroica. In der Tat sind in diesem Werk Züge von Französischer Revolutionsmusik zu finden.


    Besonders bekannt ist allerdings eine weitere Sinfonie. Ich behaupte mal, dass es keinen Mensch auf der Welt gibt, der das Anfangsmotiv, welches sich abgewandelt durch das ganze Werk und alle 4 Sätze zieht, noch nie gehört hat. Es ist die Sinfonie Nr. 5 c-moll op. 67. Diese Sinfonie kann man unmittelbar mit dem oben schon erwähnten Heiligenstädter Testament und Beethovens Gehörleiden in Verbindung bringen. Sie bekam schließlich den Titel Schicksalssinfonie. Hier die Sinfonie, gespielt von den Wiener Philharmonikern unter Sir Simon Rattle.


    Quelle: youtube.com


    Auch die 6. Sinfonie F-Dur op. 68 (Pastorale) wäre besonders hervorzuheben. Diese hat wiederum die Besonderheit, dass sie aus 5 Sätzen besteht. Besonders bekannt und eines der meist gespielten Musikstücke weltweit ist jedoch Beethovens letzte Sinfonie, die Neunte (Sinfonie Nr. 9 d-moll op. 125) mit dem Schlusschor zu Schillers Ode an die Freude, welche fast zum Ende von Beethovens Leben im Jahre 1824 uraufgeführt wurde. Diese Sinfonie ist wohl der Höhepunkt von Beethovens Schaffen. Es sei noch mal erwähnt, dass Beethoven das Werk geschrieben hat, als er fast oder schon völlig taub war. Auch hier wieder ein Hörbeispiel bzw. ein Auszug aus dem 4. Satz aus einem Konzert der Wiener Philharmoniker unter der Leitung eines der größten deutschen Dirigenten, Christian Thielemann.


    Quelle: youtube.com


    Und hier die ganze Sinfonie aus dem Gewandhaus zu Leipzig, gespielt vom Gewandhausorchester unter der Leitung von Andris Nelsons nebst Gesangssolisten und Chören:


    Quelle: youtube.com


    Neben 9 Sinfonien, 5 Klavierkonzerten, 32 Klaviersonaten schrieb Beethoven u.a. ein Violinkonzert, Violinsonaten, eine Oper (Fidelio), 2 Ballette, Streichquartette, Bühnenmusiken, Kantaten, Messen, ein Oratorium, Lieder und vieles mehr.


    Beethoven war schon seit dem 30. Lebensjahr von diversen Krankheiten, die man heute sicher gut behandeln könnte, geplagt. Kurz vor seinem Tod wurde er noch von einer Lungenentzündung und einer Gelbsucht heimgesucht, von denen er sich nicht mehr erholte und im Alter von 56 Jahren am 26. März 1827 in Wien verstarb. Beethoven starb weder als armer noch als unbekannter Künstler, wie man das oft bei den alten Komponisten glauben mag. Bei seiner Beerdigung erwiesen ihm 20.000 Trauernde die letzte Ehre.


    Welche Uhr Beethoven besaß, kann ich Euch leider nicht sagen. Wohlmöglich war es eine Taschenuhr von Breguet, die er vielleicht von einen reichen, adeligen Gönner bekommen hat. Ich weiß es aber nicht. Ebenso habe ich keine aktuellen, nennenswerten Uhren zum Thema Beethoven Jahr gefunden. Das wäre doch eigentlich was für Oris gewesen, die schon einige Musiker mit LE´s geehrt haben. Ein totschicker Dresser von Oris im Zusammenhang mit Beethoven wäre für mich sicher unwiderstehlich. ;)


    Das soll mal mein winzig kleiner Einblick in das Leben und Schaffen dieses großen Komponisten gewesen sein. Man könnte noch so viel schreiben und vieles habe ich weggelassen, um Euch nicht zu sehr mit Text und Musikgeschichte zu stressen und zu langweilen. Ich hoffe, mein kleiner Beitrag hat Euch gefallen und angeregt, wieder einmal - gerade im Beethoven Jahr - ein schönes Beethoven-Werk zu hören oder (nach Corona) in einer Philharmonie in Eurer Nähe einen schönen Abend zu verbringen.


    Beste Grüße

    Tom



    Und nicht zu vergessen: Peter "De Aap" Müller.


    Auf die Frage, ob er den Ringrichter Max Pippow nach mehreren Ermahnungen absichtlich mit einem Haken auf die Bretter geschickt hat, oder es versehentlich passiert war, antwortete De Aap in etwa: "Ich han för dä Pippow jesaht: Wat trennste mich dann dauernd, do Jeck? Säht der zu mir: Halten Sie Ihren Mund, Sie Zigeuner. Un das Wort Zigeuner, da han ich rud jesinn. Ich han jedaach: Do küss mr richtig, und dann han ich ihn usjemaat". .... und da hab ich ihn aus gemacht .... herrlich. :lol:



    Beste Grüße

    Tom

    TomS


    Ich weiß ja dass du gerne und bei jeder Gelegenheit eine Lanze für „deine“ Marken brichst Tom und das ist auch gut so. Aber was hilft es wenn mir diese Uhren nicht gefallen? Und darum geht es in erster Linie, um sonst nichts, alles andere kommt danach.

    Du wirst es nicht glauben, René: Als ich bei meinem Beitrag auf "Antworten" klickte, kam mir plötzlich der Gedanke, dass mein Kommentar sicher wieder ne Steilvorlage für den lieben René sein wird. Und wie nicht anders zu erwarten .... Du hast sie auch dieses Mal wieder angenommen. Danke Dir! :blume:


    1. Ich habe in meinem Beitrag, obwohl wir uns hier zufällig in der AP-Markenlounge befinden, keine Marke - auch AP nicht - explizit benannt und gemeint, sondern mich bewusst allgemein gehalten. So habe ich auch mit keinem Wort "meine" Marken erwähnt und kann auch nicht feststellen, dass ich bei JEDER GELEGENHEIT eine Lanze für diese breche. Ich spreche diesbezüglich allgemein von Manufaturen und Uhrenherstellern, bei denen man keine 20.000, 30.000 oder von mir aus auch gern 500.000 für ne 3-Zeiger-Stahl-Uhr zahlen muss. Marken, bei denen man für sein Geld sehr viel Uhr bekommt und die ihre Zeitmesser fair bepreisen, gibt es weitaus mehr, als die "meinen" ... Gott sei Dank! Und all diese meinte ich, ohne jedoch auch nur einen Namen oder ein Modell zu nennen.


    2. Wenn Dir, lieber René, die Uhren, die Du aus meinem Kommentar in hellseherischer Art herauszulesen meinst, nicht gefallen, dann zwingt Dich ja keiner, diese zu kaufen oder auch nur einen Blick auf diese zu werfen. Wenn Du Dich bei Deinen Uhrenkäufen ausschließlich am Gefallen orientieren kannst, dann gönne ich Dir das und freue mich für Dich. Auch ich kaufe selbstverständlich nur die Uhren, die mir durchweg gefallen. Da werde ich immer wählerischer. Ich werde Dir aber nichts neues berichten, wenn ich sage, dass bei vielen Uhrenfreunden Gefallen und finanzielle Erreichbarkeit nicht immer Hand in Hand gehen. Dass es in erster Linie nur ums Gefallen geht, um sonst nichts, und alles andere danach kommt, ist von Dir nett geschrieben, geht aber an der Wirklichkeit und Lebensrealität vieler Menschen und Uhrenfreunde leicht vorbei.


    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe geschrieben, dass ich - und hier handelt es sich um meine persönliche Meinung und mein eigenes Empfinden - 10.000 Euro und mehr für eine 3-Zeiger-Stahluhr (sofern sie natürlich in größeren Stückzahlen hergestellt wird) als unanständig und maßlos empfinde. Dieses so zu sehen, muss erlaubt sein, auch wenn es bei manchen - gerade hier in den Edel-Luxus-Markenlounges - auf Widerspruch stoßen mag. Und ich habe erwähnt, dass es Gott sei Dank noch Manufakturen und Hersteller gibt, die ebenfalls sehr gute Uhren produzieren, diese aber zu deutlich moderateren Preisen verkaufen. Und auch dieser Hinweis muss in dem Zusammenhang erlaubt sein, ohne dass Du mir gleich unterstellt, ich würde bei jeder Gelegenheit "meine" Marken anpreisen. Dass ich mit einigen Marken aufgrund deren Preisgestaltung am hadern bin, ist genau so richtig und bekannt, wie dass ich mich als Freund der Marken sehe, die ebenfalls sehr gute Uhren herstellen, diese aber noch zu fairen Preisen verkaufen. Das sollte mir aber zugestanden werden, so wie auch ich jedem anderen zugestehe, dass ein Gefallen erst ab einem exorbitanten Preis einsetzt.


    Beste Grüße

    Tom

    ...... 20.000 bis 35.000 € für eine Stahluhr muss man netto erstmal im Jahr übrig haben neben Familie, Wohnen, Essen, Klamotten, Auto, Reisen und Altersvorsorge.

    Genau so ist es. Ich kenne ja die Preise, aber nach meinem Empfinden sind 20.000 Euro, ja selbst 10.000, für eine Stahluhr mit lediglich einem 3-Zeiger-Werk und Datum schlichtweg unanständig und maßlos. Aber wenn es dennoch genug Menschen gibt, die diesen Wahnsinn durch einen Kauf unterstützen, dann wären die gewissen Luxus-Prestige-Marken ja schlecht beraten, es nicht mit allen verfügbaren Händen zu nehmen. Würde ich auch tun .... ;) Zum Glück gibt es aber auch noch so einige Manufakturen oder Hersteller, die ihre Uhren noch zu halbwegs fairen Preisen anbieten und bei denen man z.B. noch keine 10.000 Euro für einen Ewigen Kalender in Stahl, oder noch keine 7.000 Euro für einen 3-Zeiger in 18 kt. Gold zahlt.


    Beste Grüße

    Tom

    Vielen Dank, Heiko. Na ja, man wird ja, wenn man eine mechanische Uhr trägt, ohnehin größere Magnetfelder meiden, so gut es halt geht. Und wenn die Baumatic, was ich auch so kannte und erwartete, vor den alltäglichen Magnetfeldern geschützt ist und auch den Test auf Deinem Magnetmonster unbeschadet überstand, dann ist doch alles gut. Du musst ja auch sehen, dass z.B. die komplette Hemmung, auch beim BM13, aus Silizium ist.


    Nach Deinem positiven Urteil wird meine gleich noch mal gezeigt, mit einem Bild von dieser Tage:



    Beste Grüße

    Tom

    C.95 : Danke für Deine Ausführungen und Erklärungen, Heiko. :blume: Schön, dass Du uns mal etwas tiefer in das Thema Magnetfeldschutz mitgenommen hast. Worauf es im Alltag und in der Praxis allerdings ankommt und was mich interessiert: Hat nun nun die Baumatic unter Berücksichtigung Deiner "Forschungsergebnisse" einen ausreichenden Schutz vor Magnetfeldern, z.B. im Vergleich zu anderen Uhren?


    Beste Grüße

    Tom


    PS (OT): Siehst Du, so unterschiedlich sind wir Menschen und waren wir auch als Schüler. Für mich war - wie bereits erwähnt - Physik, aber auch Chemie der blanke Graus. In Deinem ungeliebten Fach Musik hatte ich hingegen als Schüler den Lehrern erst mal die Grandiosität von Beethoven´s Sinfonien sowie das Lesen der Partituren näher gebracht. ;)

    Hallo Heiko,


    das ist ja ne richtig große Arbeit, die Du Dir mit dem Magnetismus - speziell bei Uhren - machst. :gut: Bist Du Physiker? An dieses Fach in der Schule erinnere ich mich lieber nicht mehr, wie auch meine Lehrer mich sicher schnell und für ewig aus ihrer Erinnerung verdrängt haben. :prust:


    So schön und interessant sich das auch alles liest, so bin ich als weder Uhrmacher noch Physiker nicht ganz schlau daraus geworden, was Du aus Deiner letzten, vorstehenden Expertise für Schlussfolgerungen ziehst, oder schlussendlich sagen willst. Paar Bilder vom BM12-1975A habe ich aber noch im Netz gefunden:


    Quelle Foto: ablogtowatch.com


    Quelle Foto: watch swiss.com


    Quelle Foto: watchalfavit.ru


    Danke für Deine Ausführungen und Deine Mühe.


    Beste Grüße

    Tom

    Danke für Deine Ausführungen und die traumhaft schönen Bilder, Christian. :verneig:

    Ich muss mich auch noch mal intensiver mit der Materie TU beschäftigen. Ich hatte da ganz andere Preise auf dem Schirm. Ich glaube schon, dass ich einen meiner nächsten Neuzugänge im wahrsten Sinne in die Tasche stecken werde. Deine Beiträge machen auf jeden Fall viel Lust darauf.


    Beste Grüße

    Tom