Die wahre Geschichte von Luminor

  • desto mehr verfestigt sich mein Eindruck, dass PANERAI keine beeindruckende Geschichte hat

    Was macht eine 'Geschichte' für Dich 'beindruckend' Das G.Panerai kein Uhrmacher war, ist hinlänglich bekannt . Er war Werkzeugmacher und Tüftler

    für maritime Instrumente....feddich ....end of story das war (oder sollte) auch vor Jose's Arbeit bekannt gewesen sein.

    Und in den 90er haben sie altbackene horologische Hausmann's Kost (Unitas /Valjoux) in große Gehäuse gesteckt. Eben auch noch nix dolles....aber die meisten von diesen Uhren sind heute noch sehr begehrt und gesucht ......:grb:



    Wer sehr engstirnig darauf schaut, könnte das durchaus als Betrug definieren.

    ...uiuiui jetzt wird's abenteuerlich . Aktuell sitzen immer noch mehr Mitarbeiter Deiner Industrie hinter Gittern als jemand aus dem Uhren Business;)...wer im Glashaus sitzt:opa:

    (und damit meine ich nicht Modefarben oder funktionslose Gehäusematerialien), desto mehr wird sich das langfristig negativ auswirken -

    Das macht Patek Philippe mittlerweile genauso ;)ok bei denen gibt es ausser olles Stahl/ Gold und Platin noch nicht mal dahingehend eine Innovation..



    Der Kauf von Luxus Gütern wird eben ausschliesslich durch Emotionen geleitet, das hat nichts mit Rationalität zu tun.

    Die einen brauchen Geschichte, andere wiederum geben sich mit G'schichterl zufrieden....

    und nicht jede Uhrenmarke braucht zwangsläufig eine 'beeindruckende' Geschichte manchmal reicht es auch nur ein Produkt zu bauen das bei vielen Menschen Anklang findet .....und das schafft doch Panerai ganz gut .


    Von einer kleinen Tüftlerklitsche am Florentiner Dom mit wenig horologischer Kompetenz zu einem reinen Lifestyle Accessoire Uhren Hersteller bei einem der Top 5 Luxus Holdings der Welt ....na wenn das keine story ist, weiss ich auch nicht

  • pereztroika geile Story, wie immer - wir warten alle gespannt auf das ganze im Hardcover ;)


    Generell kann man sagen, dass (modern) Panerai - aus welchen Marketinggründen auch immer - angefangen hat ein Jahrzehnt falsch zu rechnen. Fiddy aus den 60ern statt "1950", Radiomir aus den 50ern statt "1940" usw. Den Stiefel werden sie jetzt weiter durchziehen - aus welchen Marketinggründen auch immer. DAS müssen sie sich vorwerfen lassen.


    Bleibt echt abzuwarten, dass die nächste Uhrenlinie "Translux" benannt wird - und vielleicht beißt man sich jetzt schon ein bisschen in den Po in Neuchatel, dass Submersibles nicht schon so heißen (aber bei denen fehlt ja auch jeglichen historische Grundlage). Vielleicht kommt ja mal was ganz anderes hinzu, wie "Mille Metri" in NEU?

  • Submersible mit dem Namen war die erste vom Namen her die 5218-205/A. Experimentiert hat Panerai immer schon mit einer Drehlünette angefangen bei der Plexi Lünette für die 6152-1, umgesetzt bei der GPF 2/56 und wieder experimentiert (zumindest auf einer Zeichnung) bei den PreVendome Modellen.

  • Danke Jose´,

    wie immer hervorragend recherchiert und geschrieben , klasse aufgebaut und belegt , spannend erzählt und ja , auch durchaus erheiternd:


    According to the modern Panerai company, G. Panerai e Figlio patented a tritium-based luminous compound named Luminor in January 1949.


    ABER :


    By mid 1950, Hanford was ready to produce around 10 grams of tritium per year.



    Schon bewundernswert , wozu die Schlitzohren bei Panerai damals in der Lage waren :lol:

  • Hehe, habe das Ganze extra so aufgebaut, dass man am Anfang erstmal einen Einblick erhält, welche Infrastrukturen man zur Produktion von Tritium braucht. Wenn man sich das vergegenwärtigt, ist Panerais Behauptung einfach nur noch ein Witz.


    Ich kann echt nicht verstehen, wie man solche Behauptungen aufstellen kann ohne dem Ganzen mal auf den Grund zu gehen. Da sitzen offenbar Leute, die von Uhrengeschichte nicht viel verstehen.



    LG, Jose

  • Danke für deinen Bericht, ließt sich wirklich kurzweilig :gut:


    Aber zu deiner Aussage oben kann ich nur sagen, schau dir die Geschichte der Menschheit an und du kommst wohl oder übel zu dem Schluss:

    Gib den Menschen eine Geschichte und sie folgen dir ;)

  • Submersible mit dem Namen war die erste vom Namen her die 5218-205/A. Experimentiert hat Panerai immer schon mit einer Drehlünette angefangen bei der Plexi Lünette für die 6152-1, umgesetzt bei der GPF 2/56 und wieder experimentiert (zumindest auf einer Zeichnung) bei den PreVendome Modellen.

    Den Vorlagen war ich mir gewahr. "Submersible" finde ich dennoch die bisher größte Innovation aus/seit dem Hause Richemont und hat IMHO eine eigene Linie mehr als verdient. Auch wenn es für die 024 Vorlagen wie das Plexidial oder die GFP gab. Für die (evolutionäre) 1-min-Drehlünette gab es so keine inhouse-Vorbilder. Der Name aus der Slytec-Luminor zu entnehmen ist - naja - ziemlich gewagt gewesen.

    Daraus drängt sich mir die Frage auf: wieso nicht die Mille Metri aufgreifen? Ist das letzte verbliebene nicht "genutzte" Gehäuse?


    Hier geht's ja um die PreV-PreA-PreOP-Luminor-Geschichte, und davon abgeleitet ist die Submersible-Story IMHO pures PostRichemont. (bis auf die Plexi-Lünette und die 60mm-Egiziano)

  • wieso nicht die Mille Metri aufgreifen? Ist das letzte verbliebene nicht "genutzte" Gehäuse?

    Kann mir gut vorstellen, dass die Designrechte der Mille Metri Alessandro Bettarini gehören. Er benutzt das Mille Metri Gehäuse ja für seine Ennebi Fondale.


    ennebi-fonale.jpg



    LG, Jose

  • Die 9660 Ennebi (ohne Drehring) war der 'bessere' Entwurf meines Erachtens

    Mit der durchgezogenen Minuterie war sie auch eigenständig genug.

    Bettarini hatte halt riesige Probleme mit ZB Zeiger /Werken da war die Qualität einfach zu schwach für das Geld.

    Man sieht ja das sich das einfach nicht entwickelt hat . Ennebi hätte einfach nutr im Panerai Fahrwasser 'mit schwimmen' müssen Bei entsprechender Qualität hätte er da leichtes Geld machen können

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    Hier sieht man deutlich das die Zahlen zu klein, die Abstände zum Rehaut zu groß, Zeiger zu kurz ......

  • Ich kann echt nicht verstehen, wie man solche Behauptungen aufstellen kann ohne dem Ganzen mal auf den Grund zu gehen. Da sitzen offenbar Leute, die von Uhrengeschichte nicht viel verstehen.


    Das kommt zu 100% aus der Marketingabteilung und die Leute haben maximal Ahnung von Marketing, manchmal sogar nicht mal das :G

    Admirality.jpg



    Golduhren kann man tragen, wenn man die sittliche Reife besitzt und nicht zu jeder Gelegenheit den Ärmel hochschieben muss.