Beiträge von Flopi3

    Geschmäcker sind ja bekanntlich unterschiedlich.

    Ich finde das Paneristi Logo auf dem Blatt nicht stimmig - das degradiert die Uhr in meinen Augen zum Merchandising Artikel.
    wie Sebastian schrieb: hinten wäre ideal gewesen.


    Wenn schon vorne, hätte ich statt dessen Paneristi.com als Schriftzug genommen ohne Logo. Aber das ist ja müßig - die Uhr ist wie sie und man kann sie kaufen oder auch nicht.

    Hallo Hans,


    ich kritisiere AP keineswegs für die Entscheidung, neben der RO eine zweite, neue Modell-Kollektion zu schaffen und finde das grundsätzlich klasse. Die Umsetzung hingegen kritisiere ich - vor allem im Hinblick auf die Proportionen der Uhren (die für mich nicht stimmig sind) sowie für die Zifferblattgestaltung, die ich persönlich grauslich finde. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.


    Zur Wertstabilität: deine Auswahlkriterien bei C24 sind schon etwas tendenziös :grb:;)

    Weltweit werden 121 Code 11:59 angeboten (davon auch etliche innerhalb der EU) und für den kurzen Zeitraum seit Markteinführung sowie der geringen Produktionsmenge (wenn man den Aussagen von AP Glauben schenkt), finde ich das im Verhältnis sehr viel. Und dass die Angebotspreise bei C24 i.d.R. deutlich über einem späteren Transaktionspreis liegen, dürfte auch allgemein bekannt sein.


    Fazit: nice try, etwas schön zu reden ;)


    Zu François Bennahmias: du schreibst ihm Erfolge zu, die oberflächlich betrachtet natürlich ihre Berechtigung haben. Ganz ähnliches kann man jedoch auch Patek und Rolex zuschreiben. Und bei allen Drei fällt eines auf: die Firmen sind nicht börsennotiert und unterliegen keinem Zwang, jedes Quartal tolles Zahlen und Wachstum zu präsentieren. Für einen Manager eine Traum-Situation, die ihm ganz automatisch einen ganz anderen Freiheitsgrad ermöglicht, so zu handeln wie François Bennahmias gehandelt hat und wohl auch andere in seiner Situation so getan hätten (siehe Rolex und Patek!).


    Aus meiner Sicht ist es noch zu früh, um wirklich beurteilen zu können, ob François Bennahmias's Strategie für AP langfristig aufgeht. Vor allem die Fokussierung im Retail hat in meinen Augen auch eine Menge Risiken, falls sich der Markt wieder einmal dreht und Uhren nicht primär aus Gründen der Wertsteigerung bzw. der sogenannten Instagramabilty nachgefragt werden und quasi verteilt werden können, sondern wieder richtig verkauft werden müssen. Ich denke, diese Zeit kommt wieder und dann wird sich zeigen, welches Retailkonzept dann erfolgreicher ist.

    Die Uhr wird beim Preis ein Ladenhüter werden.


    Wenn ich die Reaktionen im Netz ansehe, glaube ich nicht, dass die Uhr ein Ladenhüter wird.

    Es ist so viel Geld bei den Wohlhabenden dieser Welt vorhanden, dass sich Omega da wenig Sorgen machen muss. Und Farben sowie emotionale Gimmicks laufen nun mal im Moment gut.

    Zum Thema Limitierung: ich denke, Omega wird diese Uhr wohl dosiert in den Handel bringen und was bei Daytona, Nautilus und der RO bestens funktioniert, wird auch bei Omega ähnlich laufen. Eine Limitierung braucht es da nicht zwingend.

    Ich finde die Gedanken, die sich Mr Bennahmias über die gesellschaftliche Entwicklung macht, interessant. Da er nach meiner persönlichen Erfahrungen aber eher zu der arroganten Gruppe der Menschen gehört, die seine eigene Kunden mit ihren Problemen nicht wirklich ernst nehmen, denke ich, dass seine Aussagen eher mit Blabla-Marketing zu bewerten sind.


    Wenn er Recht behielte, dass COVID 19 dazu führt, dass die Menschen sich wieder mehr um andere Menschen kümmern und sich wieder mehr auf das fokussieren, was wirklich wichtig ist im Leben (und damit auch wieder weniger arbeiten), käme der Turbo-Kapitalismus an sein Ende. Es würde weniger verdient und weniger konsumiert und vor allem würden die Wohlhabenden deutlich mehr denen geben, die gerade wegen Corona weltweit millionenfach hungern.


    Wer bitte würde dann noch in den heutigen Mengen völlig überteuerte Luxusuhren kaufen? Das Geschäft von AP und anderen würde massiv einbrechen. Ich denke daher nicht, dass Bennahmias wirklich das glaubt, was er im Interview zum Besten gibt. Aber oberflächlich betrachtet hört es sich natürlich toll an, wie vieles, was er so zum Besten gibt, aber dann eben anders handelt.

    Hallo Bernd,

    das Argument GO hätte mal so einfach etwas abkopiert - kann ich so nicht teilen. Die Entwicklung eines solchen Werkes mit diesen Komplikationen dauert weit über ein Jahr, bis zur Produktionsreife vergeht noch mal Zeit. Ich bin davon überzeugt - das hier durchaus ähnliche Ideen in beiden Häusern in ähnlichen Zeiträumen umgesetzt wurden.


    Hallo Thomas,


    die Lange 1 kam 1994, die Pano-Modelle mit der ähnlichen Zifferblatt-Aufteilung folgten ab 2000 - zuerst mit dem PanoGraph. Zeit genug, entsprechende Werke zu entwickeln.

    Moin Bernd,


    verstehe deinen Punkt nicht. Dass GO in 2000 an die Swatch Group verkauft wurde, hat mit dem Thema nichts zu tun - das lag deutlich vor der Zeit. Und die Lange 1 kam 1994 auf den Markt :grb::grb::grb::grb:

    ....

    Mich fasziniert eher die virtuos gespielte Klaviatur der künstlichen Verknappung mit der trotz irrsinniger Preise die Nachfrage hoch gehalten wird.

    ....

    HiHi,


    die Verschwörungs-Theoretiker in der WL :lol:


    Mal abgesehen von den Limitierungen, die Produktion auszuweiten: warum sollte ein verantwortungsvolles Management die Menge erhöhen, wo bestens bekannt ist, dass eine substantielle Anzahl an Uhren nicht als Uhr sondern als Investment gekauft wird und diese Nachfrage in dem Augenblick wieder zurückgeht, in dem es sichere und sinnvollere Invest-Möglichkeiten gibt?

    Warum jetzt ? Weil sie es können, wie immer ;)...


    Das ist genau der Punkt.


    Patek fertigt im Jahr wohl ca. 60.000 Uhren. Zieht man rund 20.000 Twenty-Four-Quarz-Wecker ab, bleiben ca. 40.000 "reine" Pateks übrig. Die Nachfrage nach Patek ist hoch mit teilweise absurden Wartezeiten. Warum soll dann bitte Patek zusehen, dass ihre Uhren auf dem Graumarkt zu höheren Preisen gehandelt werden als beim Konzi???

    Das zeigt schlicht und ergreifend: die Bereitschaft, mehr zu zahlen, ist vorhanden.


    Alternativ könnte Patek die Fertigungsmenge erhöhen. Wenn es dazu nur um Investitionen in Gebäude und Maschinen ginge plus Facharbeiter, die man zur Montage anlernen kann, ginge das recht fix und wäre eine Option. Bei Uhrmachern mit einem respektablen Anspruch an Handwerkskunst ist das jedoch ein echtes Problem. Schon heute ist es schwierig, Uhrmacher zu finden.


    Wenn also die Ausweitung der Produktionsmenge limitiert ist, bleibt der Preis als Faktor - BWL Grundkurs.

    Ein interessanter Bericht, das erklärt die Neuerscheinungen der vielen Mini-Panerais.

    Die richtigen Panerais 47mm sind für die dünnen Ärmchen der Chinesen zu fett. Die Zielrichtung geht nach Osten, das kann ja heiter werden :rolleyes:


    Ich sehe ja nun einiges in der Entwicklung von Panerai kritisch, aber das nun wirklich nicht. Es gibt mittlerweile eine solche Flut an Referenzen, dass für jeden Geschmack reichlich Auswahl dabei ist.

    Hallo Wolfgang,


    natürlich hat Pfeiffer die L1 nicht 1:1 kopiert. Aber die Anleihen sind schon mehr als offensichtlich



    Und laut G. Blümlein, damals der Mastermind hinter L&S, hat wohl Pfeiffer die Kritik zugestanden. L&S hatte in den 90er mit dem Re-Launch sehr schnell viel Aufmerksamkeit und GO eine eher altbackene Ausstrahlung und brauchte rasch etwas, was Beachtung fand. Und da kam das sehr einprägsame Zifferblatt-Design der Lange gerade recht.

    Wo ich bei dir bin, ist die Umsetzung des Großdatums. Das finde ich optisch bei GO schöner gelöst.

    Hallo David,


    danke für die klasse Photos.

    Mir sind die Farben für hochwertige Uhren einfach zu schrill und zu modisch. Gerade solche Farben sind schnell wieder mega-out und dann? Also beides Modelle für Menschen mit sehr viel Geld, die sich das als Mode-Gag leisten können und wollen.


    Zur PanoMatik: grundsätzlich eine schöne Uhr. Wenn man aber mit einbezieht, dass der damalige Chef von GO bei der Gestaltung der Uhr unverfroren das Gesicht der Lange 1 kopieren ließ, ist dieses Modell für mich ein absolutes No-Go.

    Hans,


    40mm passen ganz ausgezeichnet zu einer Panerai. Allerdings aus meiner Sicht nicht zu den älteren Referenzen, da die viel zu hoch bauen und ich die Proportionen furchtbar finde. 40mm hingegen bei einer Bauhöhe von 10-12mm finde ich klasse. Gibt es meines Wissens aber nur bei der Due oder den Radiomir 1940.


    Am Ende wie so oft eine Frage des Geschmacks.