Beiträge von Flopi3

    Ob die Sporties jetzt von Frauen getragen werden und/oder von Kellnern oder sonst wem, interessiert mich eigentlich herzlich wenig.
    Ich kaufe die Uhren für mich und sonst niemanden und mir müssen sie gefallen, nicht anderen.


    Für mich ist z.B. die GMT Coke eine der gelungensten Uhren überhaupt, passt zum Smoking und zur Badehose und hat perfekte Proportionen. Gleiches gilt für die aktuelle GMT Master, die allerdings nicht mehr den perfekten Tool-Watch-Charakter hat, trotzdem aber eine faszinierende Uhr ist. Beide trage ich gerne und regelmäßig.


    Aber der Thread beschäftigt sich ja mit der Daytona und diese Uhr ist und bleibt für mich eine der am meisten überbewerteten Uhren überhaupt.

    Leben und leben lassen. Wer die Daytona über Liste kaufen will, soll das einfach tun. Letztlich hat derjenige einige Zeit mehr Spaß an der Uhr und es gibt Menschen, denen ist das Mehr an Genuss das Geld wert. Nicht jeder Uhrenkäufer hat immer nur den Werterhalt oder die Steigerung im Kopf - Gott sei Dank!


    Darüber hinaus finde ich diesen Hype um die Daytona schon faszinierend. Leider wird sich nie herausfinden lassen, wieviele sich diese Uhr einfach nur schön reden, weil Rolex Daytona drauf steht und die Uhr schwierig zu bekommen ist.


    Wieviele würden die Uhr wohl kaufen, wenn die Daytona exakt so wie sie ist z.B. von Oris wäre und einfach so beim Konzi zu haben wäre? Vermutlich nicht wirklich viele, denn ganz nüchtern betrachtet ist die Daytona in Bezug auf das Design nun wirklich kein Burner. Eine Speedmaster, Navitimer, ein Fliegerchrono oder auch eine Carrera haben mit Abstand mehr Austrahlung und mehr Design-Stimmigkeit als die Daytona, wenn man die Marke einmal völlig außer acht lässt.


    Just my 2 Cents


    Viele Grüße
    Ralf

    Oliver,


    Trotz all dem Geschrei hier wird das Thema gut ausgehen. Über 95% der Kunden tummeln sich nicht in solchen Foren, sondern kaufen eine Uhr, weil ihnen die Uhr, die Marke oder beides gefällt. Denen ist die hier immer zitierte Historie völlig egal, ob nun eine 42-45mm Dress-Watch zu Panerai passt oder nicht. Wenn die Uhr gefällt, wird sie gekauft und tauchen werden diese Kunden mit einer Uhr am Lederband auch nicht.

    René,


    deine Argumente sind absolut nachvollziehbar. Panerai hingegen sagt, die Uhr ist bis 30m Tiefe wasserdicht. Fakt ist, dass es eine Diskrepanz gibt.
    Ich bin gespannt, wie Panerai mit dem Thema nun umgeht. We shall see :-)


    Viele Grüße
    Ralf

    Moin René,


    klar bleibt es bei den 30m.


    Was derzeit nicht verstanden wird ist, dass Panerai sagt, 30m bedeutet auch eine Tauchtiefe von 30m mit allem Drum und Dran. Ihnen ist die übliche Definition bzw. Angabe anderer Hersteller durchaus bekannt - Panerai verwendet jedoch einen eigenen Standard.


    Das ist vielleicht vergleichbar mit den allgemeinen Qualitätsanforderungen der Genfer Siegels und dem Patek Siegel, welches deutlich über die Anforderungen des Genfer Siegels hinaus geht. Problem ist, dass man das dem Kunden erstmal "beibringen" muss. Patek macht dazu ja bereits seit Jaren eine entsprechende Werbung.


    Viele Grüße
    Ralf

    Und noch eine Info zur Luminor Due:


    Laut Panerai ist sind die Due-Modelle tatsächlich bis 30m Tiefe wasserdicht plus einer Sicherheitsreserve von 25% (die gilt übrigens für alle PAMs). Wie Christian schon man angemerkt hat, ist man bei Panerai dabei, ein geeignetes Kommunikationskonzept zur entwerfen, um den Kunden die Unterschiede der Panerai Dichtigkeitstests im Vergleich zur allgemein-gültigen Definition (30m = nur Spritzwasser-geschützt) rüber zu bringen.


    Der Grund für die im Vergleich recht geringe Wasserdichtigkeit liegt in der Konstruktion der Uhren begründet. Ziel war es, auf jeden Fall Proportionen umzusetzen, die zum Anzug oder Smoking passen und die Uhren so flach wie möglich zu gestalten. Für ein Mehr an Wasserdichtigkeit wäre eine höhere Bauhöhe notwendig gewesen aufgrund eines dickeren Glases und Bodens. Zur Veranschaulichung:


    Die PAM 674 hat eine Bauhöhe von nur 10,7mm. Die PAM 572 mit gleichem Werk misst hingegen 12,2mm.


    Hier noch ein paar Fotos von Prototypen der Due, leider ohne Bänder :(





    die 675 ist einfach :verneig::verneig::verneig:





    Viele Grüße
    Ralf

    Hallo,


    nachfolgend ein paar Infos zum Thema Service aus einem Gespräch mit Panerai in der Schweiz:


    Konzept:


    • Regionale Serviceplattformen z.B. für Deutschland in München führen den Service für die aktuelle Kollektion durch. Dazu zählen auch die Uhren, die erst seit kurzem nicht mehr in der Kollektion sind. In die Schweiz werden die Uhren i.d.R. nicht geschickt. Die hier im Forum ab und an genannten Erfahrungen mit dem Service sind durchaus angekommen und es sollen Maßnahmen umgesetzt werden, um künftig einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.


    • Komplikationen, Uhren mit fremden Werken (hauptsächlich SEs) von z.B. Zenith und Vintageuhren bekommen den Service in der Schweiz


    • Künftig kann der Kunde von Vintage-Uhren über die jeweilige Boutique/Konzi einen persönlichen Kontakt zu „seinem“ Service-Uhrmacher herstellen und mit diesem direkt kommunizieren zu Details des Service, Status der Reperatur usw.


    • Vintage-Uhren werden bestmöglich instand gesetzt, zum Teil werden neue Teile angefertigt wie z.B. Schrauben oder auch Ziffernblätter. Darüber hinaus wird ständig nach alten Werken und Komponenten Ausschau gehalten, die aufgekauft werden können.


    Zusätzlich soll/wird es künftig auch freie Service-Werkstätten bei Konzis geben. Aufgrund des Europäischen Wettbewerbsrechts muss der Service mittelfristig auch freien Uhrenwerkstätten (nicht zur Marke gehörig) gestattet werden inkl. Ersatzteilbelieferung. Es besteht aber wohl die Möglichkeit, externe Servicewerkstätten selektiv auszuwählen mittels Zertifizierung von lokalen Uhrmachern und technischer Ausrüstung. Für eine erfolgreiche Zertifizierung sind nicht ganz unerhebliche Investitionen notwendig (Schulungen, technische Ausrüstung der Werkstatt etc.), so dass das nur für entsprechend große Konzis wirtschaftlich sinnvoll sein dürfte.


    Viele Grüße
    Ralf

    Hi René,


    Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich denke schon, dass eine Marke wie Panerai ausgereifte Kaliber auf den Markt bringt. Aber wie immer: optimiert werden kann immer und einiges findet man nur über viele Jahre Nutzung raus. Auch Rolex hat seine Kaliber beständig weiter entwickelt und andere tun das auch, hatten halt nur nicht soviele Jahrzehnte dazu :-)

    Ich kann mich nur wiederholen, dass Einzige was mich stört ist, dass ich als guter Kunde meines Konzis keine P mehr bei ihm kaufen kann, da die Grauen und EU die Preise um 25% unterbieten. Hier macht P was falsch, denn es kann nicht im Sinne des Herrn B sein, dass P eine Graumarktmarke wird...oder?


    :grb::grb:


    Dann kannst du bei deinem Konzi eigentlich nur noch die Nautilus, AP15202 und die Daytona kaufen. Die meisten anderen Uhren bekommst du beim Grauen deutlich günstiger!

    Kann ich so unterschreiben...Aber...für mich ist auch verständlich, wenn man bei einer Uhr, die nicht gerade das absolute Lieblingsteil ist, bei einem Wiederverkauf nicht 30% Miese machen will.


    Nachvollziehbar - wirft aber die Frage auf, warum damit die meisten beim Auto kein großes Problem haben, bei Uhren hingegen schon?


    Und 30% Miese habe ich bislang noch nie beim Verkauf gemacht. i.d.R. bekommt man locker wieder raus, was man bezahlt hat, wenn die entsprechende Uhr viele Jahre bei einem war. Wer hingegen eine Uhr alle paar Monate flippert, betrachtet das wohl eher als Mode-Artikel und das Mode normalerweise extrem an Wert verliert, ist ja nun nix Neues.

    Sehr guter Einwand, ich habe den thread hier rein als Informations-Sammelstelle gestartet und werde die seit Monaten herrschende /// Trübsal-Panerai kann man nicht mehr kaufen (investieren) - meine noch vor einem Jahr tolle Sammlung ist nichts mehr wert - Panerai wird untergehen und in 5 Jahren werden die Modelle nur noch 0,00€ wert sein - Stimmung /// in diesem thread hier auf jeden Fall nicht unterstützen.


    Bebbe,


    ich finde es insgesamt schade, dass beim Thema Uhren in den letzten Jahren Preise und Werterhalt einen immer größeren Raum einnahmen. Uhren sind ein Hobby und keine wirkliche Investment-Alternative. Wenn eine Uhr mehr Wert wird, ist das natürlich schön, aber kein originärer Kaufgrund.
    Und wenn jetzt das Preis-Niveau fällt, finde ich das insgesamt gar nicht so übel, weil es vielleicht dazu führt, dass die Spekulanten deutlich verlieren und dann vielleicht die Finger davon lassen, Ihre Gier auch beim Thema Uhren auszutoben.
    Und die Preise bei Panerai werden weiter nachgeben. Chris hat es am Beispiel der 203 ja schön beschrieben. Ein solches Vorgehen zum Hochhalten der Preise ist doch völlig krank - sorry.

    Ich prophezeie ja sowieso, dass Marina Militare jetzt "inflationär" verwendet werden wird... Gab es in der Vergangenheit so selten, viele wollen sowas also deswegen - ergo, da lässt sich Umsatz generieren. ;)


    Peter, daran ist nix auszusetzen. Das würden wir als Unternehmer doch letztlich auch so machen. Und als ernsthafte Sammleruhren sehe ich diese "Hommagen" an vergangene Vintage-Uhren eh nicht.


    Bebbe, da gibt es weder richtig noch falsch, sondern nur das, was jedem persönlich am besten gefällt. Zumindest gibt es jetzt eine so breite Auswahl, dass für jeden was dabei sein sollte :-)


    Viele Grüße
    Ralf

    Moin Rene,


    ich bin gespannt, ob die Uhr in die Schweiz zum Service geht.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, sieht das Service-Konzept von Panerai vor, dass die aktuellen Referenzen ohne kompliziertes Werk (z.B. Tourbillon etc) in Panerai's Service-Zentren im jeweiligen Land gewartet werden und nur komplexe Uhren, Vintage und Uhren mit "Fremd-Werken" (z.B. SEs mit Zenith-, Minerva-Werken etc) in die Schweiz geschickt werden.


    Ganz allgemein an alle:


    Dass Berichte über Probleme zunehmen, ist doch ganz klar. Die Menge der jährlich produzierten und verkauften Uhren ist deutlich gestiegen. Die eigentliche Frage ist, ob die relative Fehlerquote im Vergleich zur verkauften Menge gestiegen ist. Nach meiner Information ist das nicht so.
    Klar ist das ärgerlich, aber so etwas kommt bei Autos, Kaffeemaschinen usw nun auch vor und sollte wirklich kein Drama sein. Entscheidend ist, wie eine Marke damit umgeht. Nicht akzeptabel ist, wenn eine Uhr eingschickt wird und mit Problemem behaftet zurück kommt. Das Geschichten dazu kennen wir und auch bei Panerai ist die berechtigte Kritik dazu inzwischen deutlich angekommen.


    Und zu den immer wieder kommenden Kommentaren *Kauft mehr Rolex": sorry, dass kann ich wirklich nicht mehr hören. Dass die Rolex-Werke komplett ausgereift sind, sollte nicht überraschen. Diese Werke werden seit Jahrzehnten immer weiter optimiert und damit verringert sich natürlich auch die Fehlerhäufigkeit. Panerai hat erst vor ca. 10 Jahren angefangen, eigene Kaliber zu produzieren, viele der heutigen Werke sind noch deutlich jünger. Da liegt es in der Natur der Sache, dass es Zeit braucht, weiter zu optimieren. Fragt zB. mal bei IWC nach, wie oft das Kaliber der Big Pilot über die Jahre weiterentwickelt wurde. Laut einem Uhrmacher sind heute mehr als die Hälfte aller Teile des Uhrwerks nicht mehr identisch zu denen aus den ersten Produktionsjahren.


    Viele Grüße
    Ralf