Lohnt sich Reparatur von Reverso Dame gold?

  • Ich besitze eine Reverso Dame gelbgold, gekauft 2012 bei einem Juwellier. Diese war ein paarmal bei der Revision und machte keine größeren Probleme. Letzte Revision Herbst 24 bei JLC für 650 EUR.


    Vor ca. vier Wochen beschlägt sie leicht und geht massiv zu schnell. Ich war im Laden in München: Ja, das kann das heiße Wetter schon machen. Gehen sie mal zu Wempe und lassen sie trocknen. Drei Tage später getrocknet abgeholt. Die Uhr geht immer noch sehr viel zu schnell und nach kurzer Zeit scheint sie wieder leicht beschlagen. Die Uhr wurde nicht beim Hände waschen getragen. Es muss vom Wetter kommen. Und sie ging ja direkt nach der Abholung schon wieder vor.


    Zu JLC eingeschickt und heute kam der Kostenvoranschlag: 950 EUR.


    Es sei ein Fremdkörper im Uhrwerk (unklar was, evtl. Flüssigkeit). Ich hab dann angerufen und auch nochmal gesagt, dass das Problem erst nach der letzten Revision auftrat. Ich bekam dann gesagt, dass es sich um ein älteres Modell handle, das uns der Juwellier da wohl verkauft hätte (kann ich nicht verifizieren). Ein nicht wasserdichtes sogenanntes Fisch Modell von ca. Jahr 2000. Ich fragte dann, ob wir das dann gleich wieder passieren würde bei heißem Wetter. Ja, das könnte schon sein. Evtl. nur noch gelegentlich am Abend tragen. Es sei ja auch eine wirklich alte Uhr....


    Ich bin ziemlich enttäuscht, weil ich doch gedacht hätte, so eine Uhr wäre mehr oder weniger was für die Ewigkeit.


    Was würdet ihr tun? Lohnt eine weitere Revision. Ich hätte dann seit Nov 2024 1.600 EUR in die Uhr investiert. Oder soll ich sie lieber an einen Bastler verkaufen und meine JLC Karriere beenden? Ich liebe die Uhr aber das sind einfach zu viele Probleme. Klar kann sie nicht unter Wasser und man muss vorsichtig sein. Aber wenn sie keinerlei Temperaturwechsel verträgt, dann frage ich mich, ob sie benutztbar genug für die ganzen Kosten ist.


    LG und danke!

  • Delovely79

    Hat den Titel des Themas von „Lohnt sich Reperatur von Reverso Dame gold?“ zu „Lohnt sich Reparatur von Reverso Dame gold?“ geändert.
  • Hallo,

    eine Damen-Reverso habe ich nicht, aber eine Classique in Stahl/Gold.

    Diese habe ich mal in Zustand defekt günstig gekauft.

    Nun habe ich einen guten Konziuhrmacher der auch für JLC zertifiziert ist.

    Der Uhrmacher hat sie repariert, und bei dieser Uhr beschlägt nix, egal was für ein Wetter.

    Normalerweise sind die normalen Reverso-Uhren bis 30 Meter wasserdicht, und sollten Temperaturschwankungen abkönnen.

    Meine Uhr ist auch älter, denn in Stahl/Gold wird sie nicht mehr angeboten.


    Gut möglich, das bei Deiner Uhr die Dichtungen ggf ungenau sind, evtl porös, oder eben ein Fremdkörper in der Dichtung eingequetscht wurde.

    Ein Fremdkörper im Werk ? Und dieser soll verantwortlich sein, dass das Werk zu schnell läuft ? Sorry, glaub ich nicht.

    Evtl ist die Spiralfeder magnetisiert, das würde den Vorlauf erklären, oder wurde nicht gut einreguliert.


    Mein Vorschlag wäre, bring die Uhr zu einem guten Konziuhrmacher der Dein Vertauen hat. Der soll sich die Uhr ansehen, und genau sagen was zu tun wäre, incl. KVA.

    Anschließend kannst Du immernoch entscheiden.

  • Hallo Martina,

    eine Liste ist mir nicht bekannt.

    Ein guter (mein Uhrmacher) arbeitet beim Juwelier Rödiger in Braunschweig, aber auch ist zuweilen Wempe eine gute Anlaufstelle.

    Ich habe dort auch gute Erfahrungen machen dürfen.

    Das Forum hat eine große Reichweite.

    Gut möglich ist, das evtl ein anderer User eine gute Adresse hat, wenn man weiß aus welcher Gegend Du kommst.

  • In München habe ich bei/mit Wempe gute Erfahrungen gemacht.

    Ist aber schon etwas her.

    Keine Ahnung ob da noch die Uhrmacher tätig sind, die da mal tätig waren.


    Nürnberg, und zwischen München und Nürnberg....., nee da bin ich außen vor.


    Der Eine oder der Anderen aus dieser Forums-Bande ;) wird sich bestimmt noch zu Wort melden.

  • Hallo Martina

    Die Aussage des Konzi bezüglich des Wetters halte ich für Quatsch,das Wetter und die damit einhergehenden Temperaturschwankungen muss eine Uhr klaglos wegstecken.

    Ich habe einige Uhren die nicht wasserdicht sind und wenn ich sie nicht unter den Wasserhahn halte passiert auch nichts.

    Du hast auf die im Herbst 2024 gemachte Revision eine Garantie auf die Arbeit,wenn sie bei JLC gemacht wurde,soviel ich weiß.

    Darauf würde ich den Konzi mal ansprechen,oder im Zweifel direkt mit JLC Kontakt aufnehmen.

    Jedenfalls würde ich das so nicht hinnehmen.

    Viel Glück!


    LG Volkmar

  • Hallo Martina,

    Fremdkörper im Uhrwerk ist natürlich Blödsinn. Die Uhr wurde ja zum Erstellen des Kostenvoranschlags geöffnet und dabei der Fremdkörper festgestellt! Kein Uhrmacher würde die Uhr wieder zumachen, sondern den Fremdkörper mit einer Pinzette entfernen, soviel Ehre muß sein.

    Erwähne beim Konzi beiläufig, dass dir die Sache komisch vorkommt und du nicht schon wieder während der Garantiezeit GeldErkläre in die Uhr stecken willst. Sage, dass bei der IHK vereidigte Uhrmacher als Gutachter hinterlegt sind, die du eventuell mit dem Öffnen der Uhr und feststellen des "Fremdkörpers" beauftragen kannst! Ein Stunde würde locker reichen und kostet 160€.

    Erkläre, dass du mit dem Gutachten im Rücken die dir zustehende Garantie einklagen würdest.

    Das sollte reichen...

    Grüße - Gerd... :wink:


    Sascha, Unvergessen!:blume:


    Kein Instagram, kein Facebook. Kein TikTok, kein anderes Gedöns, das ist ja wie ein Gefängnisausbruch! Herrlich!

  • Danke an alle, die bereits Hinweise gegeben haben.


    Nochmal zur Klarstellung. Nach Auftreten des Defektes war ich:


    a) im JLC-Laden in München, schickten mich zu Wempe. Soll erstmal trocknen lassen und entmagnetisieren dort. Wenn das nicht hilft evtl. einsenden an JLC.

    b) bei Wempe in Mü auf der Maxi. Wurde getrocknet und entmagnetisiert. Ging direkt nach dem Abholen wieder vor (schon nach ca. 5 Min erkennbar zu schnell). Ca. zwei Tage später wieder leicht beschlagen rein vom Wetter.

    c) eingeschickt direkt an JLC. Von denen dann der KVA mit 950 EUR, die Aussage Fremdkörper im Uhrwerk und Uhr nicht wasserdicht. Würde immer wieder passieren, wenn sie Temperaturunterschieden ausgesetzt ist. Keine Garantie nach Revision da nicht wasserdicht. Dazu würde eben auch Feuchtigkeit durch Temperaturunterschiede zählen.


    Frage mich gerade auch, ob hier evtl. meine Rechtsschutzversicherung helfen könnte. Jemand Erfahrungen damit?

  • O.k., letzte Revi im Herbst 24 bei JLC.


    Nun von JLC zu Wempe geschickt. Persönliche Abgabe, nehme ich an.

    Wempe hat getrocknet und entmagnetisiert. Höchstwahrscheinlich nicht die Gangwerte überprüft, und keine Dichtungen gewechselt.


    Nun ist wieder Feuchtigkeit in der Uhr, deswegen der Beschlag unterm Glas.

    Hinzu kommt, ein Fremdkörper im Werk, und das Werk hat Vorlauf.


    JLC, da nehme ich an, eine Boutique. Die haben sehr oft keine Uhrmacher, die verkaufen nur. Spezielles Fachwissen ist nur selten, wenn überhaupt, vorhanden.


    Wempe macht nur das was man ihnen sagt. So geschehen.


    Die Wasserdichtigkeit ist kein Dauerzustand. Eine Überprüfung sollte, je nach gebrauch, alle 6 Monate stattfinden. Sollte aber länger halten als ein knappes Jahr. Es sei denn, die Uhr wurde höhren Belastungen (Golf spielen, Tennis, Mountainbike fahren, selbst das Beifall klatschen kann für manche Werke ungesund sein, usw) ausgesetzt, oder man ist mit der Uhr evtl irgendwo etwas heftiger angestoßen. Das kann zum Verlust der Dichtigkeit führen, und ggf kann dadurch auch die Unruh (Spiralfeder & Feinregulierung) in Mitleidenschaft gezogen wurden sein.


    Die Uhr muss also neu abgedichtet werden. Alle Dichtungen müssen ersetzt werden.

    Das ein Fremdkörper im Werk sein soll, das möchte ich nicht glauben.

    Es wäre mir neu, das ein Fremdkörper verantwortlich sein soll, das ein Werk schneller läuft.


    Nun ist es bei JLC so, wenn eine Uhr geöffnet werden muss, und die Krone gezogen, dann stellt das ein Eingriff ins Werk da, und JLC macht, aus Sicherheitsgründen, eine komplette Revi.

    Das hat den Nachteil, daß das Geld kostet, hat aber auch den Vorteil, daß man eine einjährige Garantie bekommt. Allerdings nur aufs Werk. Nicht auf die Dichtigkeit der Uhr, und nicht auf die Gangwerte des Werkes, denn die können sich durch äußere Einflüsse verändern.


    Weil ich so ein Durcheinander immer umgehen will, gebe ich meine Uhren immer bei meinem Uhrmacher ab. Den habe ich vor Ort, und ganz offen wird über den Zustand der jeweiligen Uhr, incl Werk, gesprochen. Nach seiner Inspektion.

    So auch geschehen bei meinem Chronographen. Die Uhr ging dann zu JLC, mit einem Schreiben bei, was genau aussagt was gemacht werden muss/soll.

    Da nur als Tipp für die Zukunft.


    Ich an Deiner Stelle würde das Geld investieren, und mir schriftlich bestätigen lassen was genau alles gemacht wurde.

    Letztendlich muss Du das aber für Dich selbst entscheiden.

  • Als ehrlich und bei aller Liebe Leute, aber wenn ich an meiner JLC im Herbst 2024 eine Revision habe durchführen lassen, nun ein Problem mit Werk UND Feuchtigkeit auftritt, ich mich mit meiner JLC direkt (!!) an JLC wende und ich in weiterer Folge de facto nur verarscht und im Kreis geschickt werde und mir irgendetwas von schlechten Wetter erzählt wird, das der Uhr schadet, hat sich die Marke für mich erledigt.


    Rechtsschutz ist sicher eine gute Idee, hier ist einiges schief gelaufen.

  • Als ehrlich und bei aller Liebe Leute, aber wenn ich an meiner JLC im Herbst 2024 eine Revision habe durchführen lassen, nun ein Problem mit Werk UND Feuchtigkeit auftritt, ich mich mit meiner JLC direkt (!!) an JLC wende und ich in weiterer Folge de facto nur verarscht und im Kreis geschickt werde und mir irgendetwas von schlechten Wetter erzählt wird, das der Uhr schadet, hat sich die Marke für mich erledigt.


    Rechtsschutz ist sicher eine gute Idee, hier ist einiges schief gelaufen.

    Das sehe ich ähnlich. Allein schon die Aussage, dass bei einer Uhr, die vor einem halben Jahr revidiert wurde, nur durch Temperaturunterschiede Feuchtigkeit eindringen kann, würde ich mal als hochgradigen Bullshit einordnen. Auch, dass man das selbst mit einer neuen Revision nicht abstellen kann. Und die Erklärung, wie in eine Uhr, die nach der Revision nicht geöffnet wurde, ein Fremdkörper kommt, würde mich auch interessieren. Genauso, wie dieser einen Vorgang der Uhr bewirken kann.

    Auch interessant wäre, warum JLC aus der HP im Preisrechner für Service bei genau dieser Uhr auch einen Wasserdichtigkeitsservice anbietet incl. Tausch aller Dichtungen etc., wenn das nicht machbar ist.

    Meine Erfahrungen mit JLC waren bisher ausgesprochen positiv. Allerdings war der letzte Kontakt auch zu der Zeit, als die noch in Nürnberg gesessen haben. Wenn diese Aussagen so getroffen wurden, war da wohl der Praktikant am Werk. Anders kann ich mir das nicht erklären.

  • Hier ist in der Tat einiges schief gelaufen, aber deswegen gleich "Tschüss" zu sagen.....

    Kann man machen, muss man aber nicht, denn im Vorfeld hatte diese Uhr einige Revis hinter sich, die alle reibungslos waren. Ohne weitere Probleme.


    Das Problem begann mit dem Personal in der JLC Boutique. Hier findet man gute Verkäufer/innen, die aber selten ein spezielles Fachwissen mitbringen.

    Und das kommt bei anderen Herstellern auch vor.

    Man hätte die Uhr annehmen sollen, und zur Revi eingeschickt, mit dem Hinweis; die Uhr ist undicht, und hat einen hohen Vorlauf.

    Die Kundin an Wempe zu verweisen war nicht o.k. Das hat die Sache nur verkompliziert, und JLC aus der Verantwortung genommen.


    Oder aber, man wäre gleich zu Wempe gegangen und hätte dort die auftretende Problem der Uhr geschildert, und um eine Revi gebeten.

    Entweder hätte Wempe die Revi gemacht, wovon ich ausgehe, oder Wempe hätte die Uhr eingesendet.

    So oder so, auf jeden Fall hätte man eine fachliche Aussage eines Uhrmachers, wo, wie und weshalb die Probleme aufgetreten sind, bzw was ggf defekt ist.


    Das mit dem Fremdkörper halte ich für sachlich nicht richtig. Wobei das jetzt nur schwer zu wiederlegen ist.

  • Für mich ist es am Ende eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Seit Ende 2024 1.600 EUR in eine Uhr zu stecken, von der mir JLC im Laden UND am Telefon sagte, das könne jederzeit wieder auftreten, ist mir einfach zu viel.


    Nach deren Worten sind diese Modelle dann generell nicht temperaturwechselfest. Unglaublich.


    Sie sollte jetzt auf dem Rückweg zu mir sein. Bin immer noch sehr unschlüssig.


    Nochmal vielen Dank für die bisherigen Kommentare :)


    Die Reverso war immer meine Traumuhr. Wirklich schade alles.

  • Hier geht es doch gar nicht darum,das man eine Revi machen lassen sollte,oder nicht.

    JLC hat schlicht und einfach seiner Pflicht der Nachbesserung nachzukommen.

    Wenn da irgendwas im Werk rummschwirrt dann haben sie es vermutlich bei der letzten Revi da hinein gebracht und reguliert hat die Uhr ja wohl auch JLC,oder?

    Und somit schießen sie sich allein damit schon selbst ins Knie.

    Und die Ansage mit den Temperaturunterschieden ist ja ein Witz,insofern,wenn ich meine Uhr ablege dann kann das durchaus auch mal bei 10-15 Grad Außentemperatur sein,wenn ich sie dann wieder anlegen muss die Uhr meine 37 Grad Körpertemperatur ausgleichen und wenn ich dann vielleicht noch Fieber haben sollte,gar nicht auszudenken,puh. ;)

    Was ich damit sagen will,das im seltensten Fall die Außentemperatur meine Körpertemperatur übersteigt,es sei den,ich sitze in der Sauna.

    Das Fazit wäre in dem Fall,das ich diese JLC gar nicht tragen kann.

    Das wäre ein Armutszeugnis für den Hersteller,das kann jeder Tchibo Wecker besser.

    Martina,ich würde an JLC direkt schreiben und ihnen den ganzen Sachverhalt darlegen,dann sind die,die dir anscheinend ein U für ein X vormachen wollten schon mal raus.


    LG Volkmar

  • Das Fazit wäre in dem Fall,das ich diese JLC gar nicht tragen kann.

    Das wäre ein Armutszeugnis für den Hersteller,das kann jeder Tchibo Wecker besser.

    Martina,ich würde an JLC direkt schreiben und ihnen den ganzen Sachverhalt darlegen,dann sind die,die dir anscheinend ein U für ein X vormachen wollten schon mal raus.


    LG Volkmar

    JLC anschreiben und am besten noch den Link von hier anhängen, damit sie bei JLC sehen dass es öffentlich Wellen schlägt wenn man sich gegenüber Kunden verhält wie ein billiger Strandverkäufer.

  • Nach deren Worten sind diese Modelle dann generell nicht temperaturwechselfest. Unglaublich.

    Ganz ehrlich? Das würde ich gern mal als verbindliche Aussage Schwarz auf Weiss sehen. Einer DER Uhrenhersteller aus der Schweiz bestätigt offiziell, dass seine Uhren nach 20 Jahren nicht mehr alltagstauglich sind! ;)

    Das wäre wirklich ein Armutszeugnis.