Big Pilot mit enttäuschenden Lagedifferenzen

  • Hallo zusammen,

    wie hier einige ja schon mitbekommen haben, bin ich seit Dezember letzten Jahres stolzer Besitzer der aktuellen (46er) Big Pilot (Neukauf). Und stolz meine ich ernst, denn es ist eine der coolsten Uhren, die ich je gekauft habe. Wie ihr seht, hat sie mich auch an diesem WE wieder nach Berlin begleitet.

    ABER...

    Ich bin sicher kein Sekundenfuchser und beim Tragen ein Vorgang von etwa 2 bis 3 Sekunden am Tag ist ja auch gut! Nur lege ich die Uhr in die Box rennt sie wie bekloppt. Plus 10 Sekunden am Tag macht sie dann mal locker.

    Ärgerlich ist das vor allem bei der langen Gangreserve, die mir wenig nützt, wenn ich die Uhr nach 5 bis 6 Tagen trotzdem neu stellen muss. Bei 1 ganzen Minute Abweichung ist nämlich bei mir eine Schmerzgrenze erreicht.

    Wenn man sich überlegt, dass die Uhr gerade wegen des Kalibers doppelt so teuer ist, wie mancher IWC-Chrono, ist das schon frustrierend...

    Man sagte mir jetzt, dass man das öfter von den Werken hören würde...


    Wie ist da eure Erfahrung mit der Kaliberfamilie 52000?

    Hat das schon mal wer erfolgreich regulieren lassen?

    Die Gangwerte beim Tragen möchte ich natürlich dabei nicht aufgeben!


    Gruß Uwe


    "Der einzige Weg eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben!" Oscar Wilde (1854-1900)

  • Ich bin sicher kein Sekundenfuchser und beim Tragen ein Vorgang von etwa 2 bis 3 Sekunden am Tag ist ja auch gut! Nur lege ich die Uhr in die Box rennt sie wie bekloppt. Plus 10 Sekunden am Tag macht sie dann mal locker.

    Alles im grünen Bereich.

    +2 bis +3 s/d am Arm ist doch geradezu perfekt und das ist wohl das einzige Kriterium

    für eine Armbanduhr, das zählt. Dass in der Flachlage ZO +10 s/24h rauskommen ist nicht zu beanstanden.

    Interessant wäre noch, wie schnell sie in der langsamsten Lage läuft.

    Hier noch eine Anweisung von Rolex zu einem seiner Werke, das ich aus einem anderen Faden von

    Vamos ausgeliehen habe. Wichtig ist, zu verstehen, dass das werksabhängig ist.

    Was ich jetzt nicht nachgesehen habe: Ob das bei Dir eingebaute Werk ein zertifizierter Chronometer ist.


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    Hier noch die COSC-Vorgaben:


  • Uhren gemacht um getragen zu werden, und wenn dieser Wert gut ist, dann ist alles gut, mMn.

    Na ja, dann bräuchte man ja gar keine Gangreserve und darf auch nur eine Uhr haben. Sonst wird das schwer... ;)

    Ist eben ärgerlich, wenn sie noch läuft und trotzdem immer neu gestellt werden muss. Aber es scheint wohl so ein generelles Problem bei Uhren mit sehr hoher Gangreserve zu sein, dass man keine gescheite Gangautonomie erreicht.


    Ich habe jetzt mal angefangen es mal in verschiedenen Lagen bei unterschiedlichem Aufzug genau zu testen. Blöd ist eben dabei nur, dass sie aus der Sammelbox muss, weil ich die schlecht komplett hochkant stellen kann. Der originale Würfel der Big Pilot bietet sich da allerdings an.

    Ich werde euch berichten, was die beste Lage zwischen der Tragezeit ist und der Unterschied je nach Gangreserve... :wink:

    "Der einzige Weg eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben!" Oscar Wilde (1854-1900)

  • Ublo

    Über die Jahre hinweg ist mir aufgefallen, das viele Werke, Hersteller egal, auf dem Uhrenbeweger einen völlig anderen Ganwert anzeigen als am Handgelenk, und das obwohl, auch die Chronometer, in verschiedenen Lagen getestet und einreguliert waren / sind.


    Mein Uhrmacher hat mir mal gesagt, und man kennt sich schon eine Weile, er würde die Werke meiner Uhren nicht nach der Zeitwaage einregulieren, sondern nach meinem Trageverhalten.

    Die Zeitwaage dient nur als Richtungsgeber.


    Auch bei meinen Uhren ist es so, das wenn die Uhren nicht getragen werden und in der Box liegen, einen höheren Gangwert anzeigen als am Handgelenk.


    Meine BP FF läuft am Handgelenk mit plus 3 Sek/Tag. Auf dem Uhrenbeweger nach 4 Tagen zeigt die Zeit plus 50 Sek. an.


    Stört mich das ? Nö.

    Uhrzeit nur stellen, das heißt Krone ziehen, leicht zurück drehen, denn stoppt die Sekunde, und wenn die Uhrzeit stimmt, wieder die Krone loslassen.

    Ein schönes Ritual.... ;)

  • BSBV

    Du hast ja irgendwo Recht und ich wollte die Uhr auch deshalb nicht abgeben. Nur hohe Gangreserve ist eigentlich dafür gedacht, dass man sie eben einfach nur wieder aufsetzen muss... Somit geht das am Ziel vorbei! Aber ohne meinen Arm zu kennen hat IWC es ja geschafft die BP dafür perfekt zu regulieren. Muss man auch erst mal schaffen! :-)

    Klar haben grundsätzlich alle Uhren Lagedifferenzen, nur Rolex kriegt das nach meinen Erfahrungen fast perfekt hin.

    Vielleicht bin ich auch etwas verwöhnt durch Rolex und die neues Seamaster mit den 8000er-Kaliber... Gemein haben diese Uhren natürlich, dass sie nicht diese mega Gangreserve haben. Bei deiner FF verwundert mich das allerdings schon ein wenig.

    "Der einzige Weg eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben!" Oscar Wilde (1854-1900)

  • So liebe Freunde der lang laufenden IWC-Kaliber,

    da man ja eine richtig gescheite Gangautonomie bei Uhren mit 2 Federhäusern kaum hin bekommt und IWC da nicht aus der Reihe fällt, hier mal meine Versuche zur optimalsten Lagerung der Uhr.

    Ich habe sie täglich voll aufgezogen (7 Tage), um vergleichbare Werte für 24 Stunden festzustellen. Insbesondere auch weil die 5200er-Kaliber für die hohe Gangreserve ja relativ schnell den Vollaufzug erreichen.

    Immer etwa gleiche Temperatur im Safe von ca. 22 Grad.


    Bei mir die beste Position:


    Krone rechts mit + 5 Sek. / 24 Std.!


    Hier die restlichen Werte, wobei ich mich geweigert habe, die Uhr auf's Gesicht zu legen! :rolleyes:


    ZB oben +10,5

    Kr unten +12,5

    Kr links +9

    Kr oben +6


    Wäre spannend zu sehen, ob andere Uhren mit dem Werk in gleicher Weise abweichen. Vielleicht vergleicht ihr ja auch mal die Lagen.

    Die originale IWC-Box ist übrigens wie geschaffen dafür! ;)


    Gruß Uwe



    "Der einzige Weg eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben!" Oscar Wilde (1854-1900)