Panerai und 70 Jahre Garantie - was bedeutet das?

  • Weiß hier jemand, was die 70 Jahre Garantie exakt beinhalten?

    Es werden augenscheinlich mehr Uhren werden, welches dieses Prädikat erhalten.

    Wie läuft das ganze ab? Gibt es dazu Bedingungen (regelmäßige Wartung)?
    Welche Schäden genau sind abgedeckt? Vom Defekt durch einen Stoß beim Sport bis zum Kontakt mit dem Rauputz beim Treppenlauf kann der Uhr ja ziemlich viel passieren.



    Auf der Webseite konnte ich nur das hier finden.
    Bei PamGuard ist auch nichts zu sehen.

  • ...nee das stimmt schon 70 Jahre. Ein Marketing Genie Streich par excellene ! :rolleyes:

    Sehe ich genau so. Wie bei den Autos halt (was immer sie anbieten). Verschleißteile sind nicht dabei (auch eine reine Alterung der Uhr (Carbon oder so) ist nicht enthalten, da es ja noch funktioniert...(sieht nur bescheiden aus).


    Auch Eigenverschulden (Schäden die durch Stöße entstanden sind) sind nicht dabei.


    Ich würde es so zusammenfassen.

    Du bringst die Uhr regelmäßig auf deine Kosten zur Revision.

    Sollte die Uhr nicht korrekt funktionieren, was nicht auf dein Verschulden (Stöße, Wasserdichtigkeit nicht geprüft aber ins Wasser gegangen) zurückzuführen ist, wird kostenfrei repariert.


    Das Meiste was übrig bleibt ist Marketing. Ein Leistungsversprechen, dass Panerai überzeugt ist, diese Uhr läuft 70 Jahre. Das die ggf. entstehenden Kosten bei Panerai bereits im höheren Preis berücksichtigt wurden, ist klar ;)

  • ich glaube das trifft es ganz gut. Ich hatte auch vor einiger Zeit schon mal danach gesucht, aber auch nicht viel mehr gefunden. Ich würde es auch nicht so verstehen, dass es Rundumsorglos-Pakt mit sämtlichen Revisionen ist.

  • Welche solide schweizer Uhr würde denn - bei Wechsel der Verschleißteile gem. normalem Turnus - nach 70 Jahren nicht mehr laufen und auch nicht mehr als Uhr erkennbar sein?


    Im Endeffekt einfach nur ein bisschen Marketing. Könnte jeder andere Hersteller genauso etikettieren. Die Frage, die sich mir noch stellt: Bei den Automobilherstellern heißt es ja dann oft, dass diese Dinge nur gelten, wenn man z.B. alle Inspektionen beim Vertragshändler macht und zeitnah bei Fälligkeit. Wenn Panerai damit hinbekommt, dass die Käufer alle 3-5 Jahren den wunderbaren Richemont-Service nutzen, nur damit ihre Nachkommen 70 Jahre später noch in den Genuss eines Teilchens auf Kulanz bekommen, dann sage ich nur :respekt:

    Uhren-Connaisseur, Philanthrop und der letzte wahre Gentleman :pony:

    "Man umgebe mich mit Luxus. Auf das Notwendige kann ich verzichten." (Oscar Wilde)

  • Die Wartungsintervalle in Zusammenhang mit einer 70 Jahre Garantie würden mich auch interessieren. Es gibt Hersteller, die „empfehlen“ ihre Uhren „etwa“ alle 10 Jahre warten zu lassen, nur ist die Garantie da schon um, weshalb es im Ermessen und in der Verantwortung des Eigentümers liegt ob er sich daran hält.


    Sind die Wartungsintervalle in diesem Fall zeitlich streng vorgeschrieben?

  • ich lese daraus, daß die Garantie auf die Leuchtmasse gegeben wird.


    So habe ich das auch verstanden.


    "..., gewährt Panerai eine Garantie von 70 Jahren für die Ablesbarkeit und Funktionstüchtigkeit dieses herausragenden Modells."


    Funktionstüchtigkeit der Leuchtmasse. Ginge es vordergründig um die Funktionstüchtigkeit der Uhr, so stünde diese gewiss an erster Stelle, gefolgt von der Ablesbarkeit. ;)

  • ...es gibt Mechanische Uhren die laufen seit 100 Jahren ohne Garantie, ohne Silizium ohne High Teck Meck und sonstigen chichi......Marketing nicht mehr nicht weniger ..... ob nun genial oder überhaupt anwendbar ....da müssen sich eh unsere Erben mit herumschlagen.... hat für den Käufer nullkommanull Relevanz oder Mehrwert

  • Danke Robert.


    Wie gesagt, mich würde interessieren welche Bedingungen Panerai in Bezug auf den Service knüpft.


    Dass mechanische Uhren bei guter Pflege auch ohne Garantie 100 Jahre halten können wissen wir hier alle. Dass eine Garantie nichts mehr Wert ist wenn die Firma nicht mehr existiert auch. das war aber auch nicht das Thema.

  • Da wird ausser 'Geblubber' nix rüber kommen.

    Dieser Hersteller sollte sich darauf besinnen Produkte auf den Markt zu entlassen die halten was sie versprechen.

    BMG das zerbröselt,Composite das zerblättert, Schieberegler die hängen, Kratzfest sollte Kratzfest sein.....downgrading in den 'Einstiegsklassen' (Pressböden,Federstifte....)

    Sie sollten sich darum kümmern das Ihr Service das hält was er verspricht und sich darum kümmern das Auftragsarbeiten nicht 1-3 x nach bearbeitet werden müssen.

    DAS alles wäre ein echter Pluspunkt zum Kaufentscheid und wäre fast einzigartig in der Branche.


    In dieser Branche ist Schamgefühl ein Fremdwort, niemand schämt sich für sein Missgeschick oder Fehlerhaftes Verhalten.

    Das fängt in den Chefsesseln an und bricht sich runter zum kleinsten Uhrmachergesellen......


    70 Jahre Garantie nützen rein gar nix wenn im hier und jetzt solche Geschichten IST Zustand bedeuten. An Lächerlichkeit nicht zu überbieten ist dann das Pickerl auf dem Gehäuse Boden .....wie auf einem Brotlaib....wer denkt sich so etwas aus???

    Einen persönlichen Fingerprint der als Hologramm ins Glas gedampft wird...wäre ne Idee (bei Verkauf oder Erbe dann bei einer persönlichen Werksführung zu ändern) wäre ne Idee.....aber das Pickerl:lol:

  • Da bin ich ja bei dir Jan.


    Trotzdem interessiert mich was sich ein Hersteller dabei denkt und was er damit verknüpft wenn er „70 Jahre“ in den Ring wirft.

    Ganz einfach.....Nix:kaempo:


    Das einzige Unternehmen denen ich so etwas 'abkaufen' würde ist Rolex, da die Unternehmensform eine Stiftung ist und dahingehend eine langfristige Unternehmenskultur gesichert ist.....Bei einem Unternehmen in einem Aktienkonglomerat bei dem die CEO's schneller die Stühle wechseln als so mancher Politiker sehe ich das als reine Marketing Blase.