Falsche Erwartungshaltung Rolex Submariner 126610LN

  • Die Ankündigung der neuen Submariner klang so vielversprechend, schlankere Hörner, 70h Gangreserve.

    Endlich der Nachfolger für meine 5 stelligen Modelle.

    Bestellung abgegeben im Oktober, im Januar kam der Anruf vom Konzi, die Uhr ist da.

    Dank Corona wurde mir die Uhr nach Hause gebracht.

    Kurze Sichtkontrolle, Geld übergeben und Auf Wiedersehen.

    Logisch, das die Freude groß war.

    Am nächsten Tag habe ich den Karton nochmal inspiziert, da waren noch einige Folien an der Uhr.

    Dank guter Schraubenzieher war das Armbandkürzen kein Problem.

    Die Uhr wurde erstmalig angelegt und für gut befunden.

    Ganz schön schwer geworden im Vergleich zur 16610, oder der 16800.

    Die Schließe ist ganz schön groß geraten, ist allerdings auch einiges untergebracht.

    Am Abend habe ich dann wieder auf das alte Modell gewechselt und mir gedacht, das ist deine Rolex.

    Die Neue ist technisch, sowie haptisch ohne Zweifel eine tolle Uhr, ich werde trotzdem nicht warm mit ihr.

    Ich kann das nicht näher beschreiben, aber vielleicht geht es jemandem ähnlich wie mir.

    Damit das hier klar wird, es ist keine versteckte Verkaufsanzeige, mir geht es darum, wie andere Träger diese Uhr wahrnehmen.

  • Auf Grund des neuen Gehäuses ist das Trageempfinden schon anders als bei der alten 6-stzelligen oder gar den 5-stelligen Sub´s.

    Dir fällt es umso mehr auf, da Du den direkten Vergleich zu den 5-stelligen hast.

    Wenn Dir die Uhr also nicht gefällt nehme ich die (zum Listenpreis :G).

    Mal im Ernst: ich sehe hier nichts verwerfliches, wenn Du die Uhr zum aktuellen Marktpreis wieder verkaufst.

  • Die aktuelle und der Vorgänger tragen sich sehr ähnlich. Die zirka 0,5mm mehr im Durchmesser werden durch die breiteren Hörner wett gemacht. Lug to Lug ist ja auch quasi identisch.

    Meine 14060 als Daily Uhr ist dagegen wirklich ein Leichtgewicht und auch optisch deutlich angenehmer (angeschmiegter) an meinem doch schlanken Handgelenk 160mm. Flacher und nicht so grell von der Ausstrahlung her.


    Die neuen Modelle glänzen gefühlt mehr und zeigen den "bling bling-Faktor" :hut: Die älteren Sportmodelle sind da unauffälliger und tooliger.

  • 5- und 6-stellige tragen sich halt sehr unterschiedlich.


    Eine 16613, 1990 gekauft und wieder verkauft weil sie mir zu zart/feminin war. Losgelassen hat sie mich jedoch nicht und kam 2006 noch einmal, wurde aus dem selben Grund aber an meine Frau abgegeben, der passt sie perfekt. Die 6-stelligen kann ich hingegen gut tragen, meine Frau übrigens auch.

  • Verstehe ich sehr gut. Ich habe es auch mit einer aktuellen Sub probiert.


    An der Uhr war für mich nichts zu kritisieren. Auch die breiten Hörner optisch nicht. Rundum eine gute Uhr.


    Was aber entscheidend war und fehlte: Das fühlte sich nicht an wie das was ich mit Rolex immer verbunden habe:


    Dieses federleichte Gefühl, die Lässigkeit.


    Die Keramiklünette ist objektiv gesehen eine Wucht aber an einer Rolex, die von mir getragen werden soll, ist sie fehl am Platz. Die Uhr hat mir jeden Zauber der aktuellen Modelle genommen. Ich hatte vorher immer nach der haptischen Perfektion gegiert, die Klapperbänder als eine Frechheit empfunden.


    Letztlich musste ich aber feststellen: Ich brauche genau das. Mein Interesse an Rolex hört bei den 5-Stelligen Referenzen auf.


    Bei anderen Marken habe ich hingegen keinerlei Schwierigkeiten mit sowas.

    Ist eben nicht alles rational erklärbar.

  • Das unterschreibe ich so. Die 5 stelligen spiegeln das Gefühl meiner Generation wieder (Magnum zB.) das plattdrücken der Nase beim Konzi am Fenster. Die ersten Menschen um mich rum die das Kellneruhr Phänomen prägten wenn man mit einem heissen jungen Mädel beim Italiener eine Pizza zu DM Zeiten genossen hat. Der Kauf der ersten klapprigen Rolex mit dem Gefühl das eine Omega Seamaster 300 irgendwie wertiger ist (Schwertzeiger, Wellenzifferblatt und volle Schließe)... Losgelassen hat es mich nie mehr - die 16610 ist meine Uhr. Alle Versuche mit neuen Modellen sind gescheitert - weil der Toolwatch Charakter nicht mehr gegeben ist für mich. Die „neuen“ sind technisch die besseren Uhren - aber meine Emotionen treffen Sie nicht.

  • Na ja zwischen einer 16610 und einer neuen Sub liegen immerhin ein paar Jahrzehnte Weiterentwicklung . Die Uhr ist gewachsen das Band massiver und vor allem die Schließe. Das wirkt sich auf das Tragegefühl aus ist doch klar. Die „Alte“ Sub ist ne tolle Uhr sowie die Neue auch, jede hat für sich ihre Vor./ Nachteile und man merkt was einem besser gefällt. Du hast es ausprobiert und bliebst wohl bei deiner gewohnten Sub. Die Erkenntnis kann dir keiner nehmen :gut:

  • Das unterschreibe ich so. Die 5 stelligen spiegeln das Gefühl meiner Generation wieder (Magnum zB.) das plattdrücken der Nase beim Konzi am Fenster. Die ersten Menschen um mich rum die das Kellneruhr Phänomen prägten wenn man mit einem heissen jungen Mädel beim Italiener eine Pizza zu DM Zeiten genossen hat. Der Kauf der ersten klapprigen Rolex mit dem Gefühl das eine Omega Seamaster 300 irgendwie wertiger ist (Schwertzeiger, Wellenzifferblatt und volle Schließe)... Losgelassen hat es mich nie mehr - die 16610 ist meine Uhr. Alle Versuche mit neuen Modellen sind gescheitert - weil der Toolwatch Charakter nicht mehr gegeben ist für mich. Die „neuen“ sind technisch die besseren Uhren - aber meine Emotionen treffen Sie nicht.

    Es ist genau mein Gedankengang, ich bin nicht allein.

    Danke.

  • Sorry aber das ist doch Quatsch.


    Wenn ich mir einen neuen 911er im Jahre 2021 kaufe, beschwere ich mich doch auch nicht, dass er sich nicht so fährt wie der von ‘74.


    Der Thread-Titel spricht von falschen Erwartungen... aber was hast du denn erwartet? Dass sich die aktuellen, sechsstelligen 12er Referenzen genau so tragen und anfühlen wie die fünfstelligen?

    Warum dann eine Neue kaufen?


    Versteht mich nicht falsch, ich habe fünf- und sechsstellige Refs in meiner Sammlung und weiß über den unterschiedlichen Tragekomfort beider Bescheid. Aber genau deswegen mag ich beides: weil sie sich unterscheiden. Und trotzdem Rolex sind.

  • Wenn man mit den Tauchern am Klapperband total glücklich ist, weil sie so schön toolig sind, dann können einem die aktuellen Modelle oft too much sein. Verstehe ich voll. Ich persönlich erkenne bei den aktuellen Modellen eine extreme Weiterentwicklung und mag das sehr. Allein schon die Schließe bei der Sub oder SD. Ein Quantensprung. Möchte darauf nicht mehr verzichten.

  • Wenn man mit den Tauchern am Klapperband total glücklich ist, weil sie so schön toolig sind, dann können einem die aktuellen Modelle oft too much sein. Verstehe ich voll. Ich persönlich erkenne bei den aktuellen Modellen eine extreme Weiterentwicklung und mag das sehr. Allein schon die Schließe bei der Sub oder SD. Ein Quantensprung. Möchte darauf nicht mehr verzichten.

    Ich könnte da gut drauf verzichten. Korrekturen wären mit einem Zahnstocher sekundenschnelle erledigt, wenn die Schließe kaputt war, dann gab es für 58 DM eine neue.

    Nein, früher war nicht alles besser, das schon.

  • Was mir etwas eigenartig vorkommt: Das Modell ist jetzt nicht so selten dass man es nirgendwo zur Probe anlegen könnte. Dann sollte man auch schnell merken ob die Uhr passt oder nicht.


    Mir hätte die DJ41 ausgezeichnet gefallen. Zur Probe beim Konzi angelegt war klar dass wir nicht zusammen passen. Um das zu erkennen hatte ich weder einen Kauf noch einen eigenen Thread benötigt. ;)

  • Was mir etwas eigenartig vorkommt: Das Modell ist jetzt nicht so selten dass man es nirgendwo zur Probe anlegen könnte. Dann sollte man auch schnell merken ob die Uhr passt oder nicht.


    Mir hätte die DJ41 ausgezeichnet gefallen. Zur Probe beim Konzi angelegt war klar dass wir nicht zusammen passen. Um das zu erkennen hatte ich weder einen Kauf noch einen eigenen Thread benötigt. ;)

    Man lässt sich halt im Netz sehr schnell anfixen. Es werden Begehrlichkeiten suggeriert, die häufig gar nicht vorhanden sind. Es wird blind oder auf Basis eines Mainstreams bestellt, der eigentlich nicht zu den eigenen Bedürfnissen passt.