Eine spieltheoretische Betrachtung der Preisentwicklung bei Rolex

  • Hallo liebe Mitforisten!


    Ich folge seit einiger Zeit dem Youtube-Kanal von Christian Rieck. In der Regel geht es in seinen Beiträgen um spieltheoretische Betrachtungsweisen mehr oder weniger aktueller Alltagsphänomene, die z.B. die Börse oder gesellschaftliches Verhalten beleuchten.

    Oft sehe ich diese Phänomene dann aus einem ganz anderen Blickwinkel und ich beginne über neue Lösungsansätze nachzudenken.


    In einem seiner letzten Beiträge beschäftigt Rieck sich mit dem Thema "Rolex als rationale spekulative Blase".

    Da er sich dem Thema nicht von der Seite eines typischen Uhrenbloggers nähert, sondern einen rational wissenschaftlichen Ansatz wählt, habe ich mich entschieden, das Video mit Euch zu teilen.


    Ja, zu dem Thema Rolex und Rendite wurde schon alles gesagt. Ich will auch nicht erneut die Sichten von Uhrenliebhaber vs. Renditesucher gegenüberstellen. Hier wird jedoch eine dritte, übergeordnete Sicht präsentiert. Wer diese kommentieren mag, darf sich gerne beteiligen! ;)


  • Sehr interessant, das mal aus dem abstrakten Blickwinkel zu beleuchten.


    Jetzt würden mich die gleichen Preisentwicklungen gerne nochmal statt gegen Euro, sondern in Danone Yoghurt gerechnet interessieren - mein persönlicher Burger Index :wink:

    Guter Vergleich! Yoghurt (alternativ auch Senf :G) hält sich allerdings nicht so lange im Tresor. Aber im Falle einer Nahrungsmittelkrise könnte die Kurve statt exponenziell steigend auch asymptotisch gegen Null laufen.;)

  • Wenn man lange genug wartet, schütten die Mlichsäurebakterien sogar Dividende aus :)


    Aber mal ernsthaft, gegen was kalkuliert man solche Entwicklungen. Währungen sind historisch kein besonders stabiler Maßstab.

    Vielleicht ist es Gold oder auch Rolex selber :)


    Man könnte ja auch mal den Kehrwert "Euro in Submariner" ausgeben.

  • Hab’s mir angesehen, danke fürs Teilen Marcel.


    Für eine Rolex galt schon lange vor der Zeit der massiven Spekulationen der letzten 10 Jahre dass es sich um ein „unbares“ Zahlungsmittel handelt, das du überall auf der Welt zu Geld machen kannst wenn du Geld brauchst.

    Damals natürlich unter LP (aber immer für „gutes“ Geld im Vergleich zu anderen Marken), dafür aber auch ohne Box und Papers und gleich mal Uhr vom Handgelenk gegen Cash. Das zu einer Zeit als das für keine andere Marke galt und natürlich zu einer Zeit als man sich noch keine Gedanken um Fakes machen musste.
    Dass Menschen die sich vom Sparbuch abwenden weil da nichts mehr zu holen ist gerade auf Rolex kommen war ein kurzer aber logischer Weg.


    Beim Punkt „Blase“ diskutiert er über den inneren Wert eines Produkts im Verhältnis zum Preis den man dafür bezahlt, läßt aber außer Acht dass Graumarktpreise keine LP sind. Wenn schon Blase, dann ist es keine Rolex-Blase sondern eine Graumarkt-Blase. Und das wünscht sich ja jeder ehrliche Uhrenliebhaber dass die platzt und man seine Wunsch-Rolex zum LP und mit möglichst kurzer Wartezeit bekommt.

  • ..... Graumarkt-Blase. Und das wünscht sich ja jeder ehrliche Uhrenliebhaber dass die platzt und man seine Wunsch-Rolex zum LP und mit möglichst kurzer Wartezeit bekommt.

    René, die Blase wird in den nächsten Tagen platzen, da die Spekulanten und Anleger solchen Ballast, wie Rolex-Uhren, aus ihren Tresoren rauswerfen, um diese mit dem wahren Renditegold zu füllen ..... Klopapier. :lol:


    Beste Grüße

    Tom

  • Die Preise sinken schon und werden in den nächsten Wochen weiter unter Druck kommen.

    Vor 2 Monaten gab es aud Chrono24 in Europa weisse Daytonans, neu mit Papieren ab 23,5'; wenn jemand "nur" 22,9 haben wollte stand "148 Aufrufe in 24h".


    Jetzt fängt das bei 21,6' an - und keine 148 Aufrufe.


    In 3 Monaten sind wir < 20'

  • Hab’s mir angesehen, danke fürs Teilen Marcel.


    Für eine Rolex galt schon lange vor der Zeit der massiven Spekulationen der letzten 10 Jahre dass es sich um ein „unbares“ Zahlungsmittel handelt, das du überall auf der Welt zu Geld machen kannst wenn du Geld brauchst.

    Damals natürlich unter LP (aber immer für „gutes“ Geld im Vergleich zu anderen Marken), dafür aber auch ohne Box und Papers und gleich mal Uhr vom Handgelenk gegen Cash. Das zu einer Zeit als das für keine andere Marke galt und natürlich zu einer Zeit als man sich noch keine Gedanken um Fakes machen musste.
    Dass Menschen die sich vom Sparbuch abwenden weil da nichts mehr zu holen ist gerade auf Rolex kommen war ein kurzer aber logischer Weg.


    Beim Punkt „Blase“ diskutiert er über den inneren Wert eines Produkts im Verhältnis zum Preis den man dafür bezahlt, läßt aber außer Acht dass Graumarktpreise keine LP sind. Wenn schon Blase, dann ist es keine Rolex-Blase sondern eine Graumarkt-Blase. Und das wünscht sich ja jeder ehrliche Uhrenliebhaber dass die platzt und man seine Wunsch-Rolex bzzum LP und mit möglichst kurzer Wartezeit bekommt.

    Die exorbitanten Graumarktpreise werden irgendwann ein Ende finden und zu den stabilen Listenpreisen zurückkehren. Vielleicht schon in dieser (Corona) Krise

    Die im Video verlinkte Erläuterung des Watchvice-Typen kann ich nicht so ganz unterstützen. Der Grund, warum Rolex die Listenpreise stabil halten kann liegt meines Erachtens nicht daran, dass Rolex ein unabhängiger Hersteller ist, sondern eine Stiftung ist mit großen finanziellen Reserven. Man kann es sich leisten, nicht jedem Hype hinterherzurennen und kann bei sinkender Nachfrage auch die verfügbare Menge zu reduzieren, ohne die Stakeholder bzw. Aktionäre zu erzürnen.;)

    Sehr ich das richtig, dass er Charts vorlegt, die bis 2016 oder 2017 gehen?:grb:

    Ich denke, die Achsenbeschriftung endet nicht am rechten Rand der Diagramme. Die Werte scheinen für mich aktuell zu sein.;)


  • Nahalla,

    spannend das dass Thema immer wieder aufploppt ;)


    ich bin seit 35 Jahren mal mehr mal weniger in dem Thema Rolex unterwegs ( Vamos ...auch da gabs schon Fakes;))


    Ja, wir haben eine Blase.

    Ja, sie wird platzen.

    im Interesse von Rolex......


    Nicht aufeinmal - ich vermute in Tranchen.


    Als ANsammler sind meine 4 und 5 stelligen fast alle verkauft - seit der unendlichen Warteliste und dem leergefegten Markt weiche ich, als spontaner Mensch und bekennend Uhrensüchtiger, immer mehr auf andere tolle Marken/Uhren aus - und hab weitestgehend mit dem Thema Rolex abgeschlossen. Anfang vom Ender der Blase ?


    Die Beobachtungen in den letzten Tagen/Wochen es tauchen wieder "verschollene Modelle" auf.

    5513/12 viele 14060, 1680er, Daytonas eh immer wieder mal - nur ich bin da zwischenzeitlich und viel Mitsüchtige, ob der Größe von 40mm oder des aberwitzigen Preises und natürlich auch aufgrund von Interessenverlagerung, raus.

    Die nachrückende Smart Watch Generation kennen die Modelle teilweise schon gar nicht mehr ;)


    Was da auf den Markt fliegt sind auch meist genau die Renditeobjekte - oft im schlechten Zustand ohne B&P und manchmal zusammengestückelt. Hier wird m.e. zuerst die Blase Platzen.......


    - Sammler werden, wie damals mit der Taschenuhr (ja, schlechtes Beispiel), mit ihren wirklich tollen (keine Ironie) Uhren untergehen....da spielt Geld keine Rolle(x)

    Gruß

    Martin

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    Euch gehen die Entschuldigungen aus - uns die Zeit........

  • Natürlich gab es damals Fakes Querdenker , im Unterschied zu heute hat die aber selbst ein Laie sofort erkannt. Also Betrugsobjekte demnach untauglich.

    die die ich vor 35 Jahren verkauft habe nicht - die waren so echt wie die Lacost Hemden :holly:

    Gruß

    Martin

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    Euch gehen die Entschuldigungen aus - uns die Zeit........

  • Die China/Thailand Fakes waren schon schlimm, da hatte ich einige in der Hand. Echte Blender bei denen es nur auf die oberflächliche Optik ankam.


    Ist ja schon sehr lange her, aber ich kann mich da an keine Stahl-Sporty-Blender erinnern. Die waren alle in „Gelbgold“, gerne auch Day-Date‘s mit Steinchen. So nach dem Motto: Wenn schon blenden, dann aber richtig. :prust:

  • Sehr interessant, das mal aus dem abstrakten Blickwinkel zu beleuchten.

    Das ist nicht abstrakt... denn der Effekt ist ja tatsächlich feststellbar - wie wir alle schon seit längerem wissen.


    Abstrakt heisst: sich nur im Gedanklichen, Theoretischen bewegend - und keinen unmittelbar feststellbaren Bezug zur Wirklichkeit habend.

  • ist ja schon sehr lange her, aber ich kann mich da an keine Stahl-Sporty-Blender erinnern. Die waren alle in „Gelbgold“, gerne auch Day-Date‘s mit Steinchen. So nach dem Motto: Wenn schon blenden, dann aber richtig.


    Kamen zu der Zeit alle aus Thailand - hab das halbe ORF damals mit versogt :lol:


    Ich geh mal nachher auf den Dachboden, wenn ich sie noch finde schick ich dir mal per PN ein Bild meines wirklich gerockten Fakes aus der Zeit. war sogar beim tauchen dicht. Den hab ich in "Memory off" nicht Entsorgt.


    Will ja das meine Erben auch den Weg ins UF und die WL finden - mein Vermächtnnis an euch. ;)

    Gruß

    Martin

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  • Das ist nicht abstrakt... denn der Effekt ist ja tatsächlich feststellbar - wie wir alle schon seit längerem wissen.


    Abstrakt heisst: sich nur im Gedanklichen, Theoretischen bewegend - und keinen unmittelbar feststellbaren Bezug zur Wirklichkeit habend.


    Yep,


    der Effekt ist überall real zu sehen.


    Meinte damit eher, daß der Herr eigentlich aus einer anderen Ecke kommt und sich der Sache eher theoretisch nähert. Er hat ja auch viele nette Videos zu anderen Themen.

    Ich fand es sehr lehrreich, daß es für solche Effekte in der Wisenschaft ganz allgemein vergleichbare Szenarien gibt und es nicht nur daran liegt, daß auf einmal alle verrückt geworden sind und aus dem Nichts Rolex kaufen wollen.