Triathlon

  • Morgen ist es wieder so weit. Die Triathlonwelt schaut wieder gespannt nach Frankfurt am Main.


    Da findet die Europameisterschaft auf der Langdistanz statt.

    Sowohl die Profis als auch die Altersklasseathleten müssen sich auf ein Hitzerennen einstellen.

    Der Veranstalter hat extra eine kleine Modifikation der Laufstrecke vorgenommen, damit etwas länger im Schatten gelaufen werden kann.

    Die Jungs und Mädels müssen morgen viel Trinken und jede möglichkeit der Kühlung nutzen,

    damit niemand dehydriert oder einen Hitzekoller erleidet.


    Der Start erfolg um 06:25 für die Profi Athleten Männer und um 06:30 für die Profi Athleten Frauen.

    Ab 06:40 erfolgt der Rolling-Start für die Altersklasse-Athleten. Rolling-Start bedeutet das alle 5 Sekunden eine bestimmte Anzahl Athleten

    Starten dürfen. in der Regel sind das 6-8 Starter.


    Die besten dürfen sich auch auf eine Startplatz zur WM in Hawaii freuen.


    Mainova IRONMAN European Championship Frankfurt vergibt 80 Slots für die 2019 Vega IRONMAN World Championship in Kailua-Kona, Hawaii.


    Live verfolgen kann man das Rennen auch.


    Livestream: https://www.hessenschau.de , https://www.sportschau.de

    hr-Fernsehen: 06:15 - 16:00 Uhr

    Das Erste: 12:00 - 13:00 Uhr, 14:00 - 14:40 Uhr und 15:20 - 15:40 Uhr





  • Die Strecke führt fast bis zu uns aber morgen wird es mit nem Besuch nicht klappen.


    Ich finde das einfach Wahnsinn, was die Profis und Amateure da leisten.

    :wink: Benny :wink:

    Die junge Generation hat auch heute noch Respekt vor dem Alter; allerdings nur noch beim Wein, beim Whisky und bei Möbeln.
    Truman Capote

  • Super Leistung von Jan Frodeno :respekt: :gut::verneig:


    Aber auch alle anderen Triathleten die das Hitzerennen mitgemacht haben verdienen :respekt:


    Patrick Lange mit Plattfuß aus dem Titelkampf ausgeschieden, Sebi Kienle mit schleichendem Luftverlust am Hinterrad noch an Frodeno rangefahren, und die ganze Zeit eine kleine Scherbe in der Ferse die in der Wechselzone erst mal ,,Rausoperiert" wurde, und dann noch so eine Laufleistung.


    Hier die Ergebnisse der 11 schnellsten Männer:


    1 Frodeno, Jan (GER) 07:56:02

    2 Kienle, Sebastian (GER) +03:59 08:00:01

    3 Loeschke, Franz (GER) +21:22 08:17:24

    4 Drachler, Tobias (GER) +27:55 08:23:57

    5 Koutny, Philipp (SUI) +28:54 08:24:56

    6 Russell, Matt (USA) +30:30 08:26:32

    7 Dirksmeier, Patrick (GER) +33:19 08:29:21

    8 Diederen, Bas (NED) +38:57 08:34:59

    9 Deisenhofer, Roman (GER) +47:20 08:43:22

    10 Duelsen, Marc (GER) +48:41 08:44:43

    11 Lange, Patrick (GER) +51:47 08:47:49


    Bei den Frauen lief es auch nicht für alle gut. Ausfall nach Platten für Kimberley Morrison, der Ausstieg von Daniela Bleymehl, dann das Ausscheiden von Sarah True kurz vor dem Ziel. Traurig :(

    Aber am Ende des Tages auch noch ein gutes Ergebniss für Imogen Simmonds,

    sie fuhr allen anderen auf dem Rad davon.


    Aber auch hier noch die Ergebnisse der 7 schnellsten Damen:


    1 Moench, Skye (USA) 09:15:31

    2 Simmonds, Imogen (SUI) +10:30 09:26:01

    3 Annett, Jen (CAN) +20:54 09:36:25

    4 Watkinson, Amelia (NZL) +34:01 09:49:32

    5 Castro, Saleta (ESP) +54:30 10:10:01

    6 Eggenschwiler, Petra (SUI) +58:40 10:14:11

    7 Basso, Anne (FRA) +01:13:00 10:28:31


  • Mmh, das musst du von beiden Seiten betrachten. Du hast recht mit der Gesundheit, aber Triathlon ist nun mal ein Outdoor-Sport und das Wetter kannst du nicht beeinflussen. Es war auch schon Arschkalt, 2016 zum Beispiel. Da durften die Profis keinen Neo tragen, und da ist Daniela Ryf wegen Unterkühlung nach wenigen Kilometern vom Rad gestiegen.


    Und die meisten Athleten haben sich 1 Jahr auf dieses eine große Ereigniss vorbereitet.

    Der eine oder andere Age-Grouper hat sich wohl auch mit Hoffnung auf einen Slot zur WM in Hawaii an die Startlinie gestellt. Da will keiner zur Abkühlung schwimmen und dann aufhören.

  • Wirklich verstehen kann man es nur wenn man es selber macht, denke ich!

    Laut meiner Holden war ich vor meinem ersten Halbmarathon komplett und unverantwortlich untrainiert:keule:, mMn bisserl trainiert:G...trotzdem war es ein einmaliges Erlebnis:verneig::buffel:

  • Mmh, das musst du von beiden Seiten betrachten. Du hast recht mit der Gesundheit, aber Triathlon ist nun mal ein Outdoor-Sport und das Wetter kannst du nicht beeinflussen.

    Absolut richtig, Volker!


    Letztlich muss jeder selbst wissen, was ihm seine Gesundheit wert ist. Sportliche Ambitionen sind das eine, Unvernunft das andere.


    Ich habe niemals an einem Triathlon teilgenommen. Aber ich habe 30 Jahre lang Leistungssport betrieben (Tennis).


    Auch ich war nicht immer vernünftig und bin öfter über meine Grenzen hinaus gegangen. Ich habe nicht selten dreistündige Matches in praller Sonne bei 35 Grad im Schatten gespielt. Und ich kann Dir versichern, dass ich zu dieser Zeit extrem fit war. Trotz allem führte diese Unvernunft während der Spiele zu Hitzschlägen, Schüttelfrost, Erbrechen bis hin zum völligen Kollaps und zur Bewusstlosigkeit.Damals habe ich das als gutes Training angesehen. :bash:

    Heute sehe ich das anders: es war nichts anderes als gefährlich und dumm. So etwas kann 100 Mal gutgehen und ohne Folgen bleiben. Oder aber das erste Mal schon zu spät sein.


    Heute sind wieder viele Teilnehmer kollabiert, in Hamburg und auch in Frankfurt. Wenn schon der Veranstalter nicht reagiert, wenn die Temperaturen bei einem Triathlon an der 40 (!)- Grad- Marke kratzen, dann sollte man selbst trotz allem Ehrgeiz auch mal ein wenig Vernunft walten lassen.


    Man stelle sich nur mal vor, bei so einer großen Veranstaltung sterben Menschen wegen völliger Überanstrengung. Da muss der Veranstalter aber ganz unangenehme Fragen beantworten- und das zurecht.


    Wollte hier aber auch keine Grundsatzdiskussion auslösen.


    Schönen Abend noch! :wink:

  • An Vernunft kann man appellieren, mehr nicht. Und gerade im Zuge des Tri und Fitnesshypes gehen eben manche Menschen viel zu weit. Und da rede ich natürlich nicht von den Pros. Die kennen ihren Körper.

    Das Schlimme ist, Folgen für den Körper zeigen sich leider meist erst viel später.

    Wenn ich denke was jahrelanger Hallenboden mit meinen Gelenken angestellt hat.:(

    Unter den Blinden ist der Einäugige Pirat!


    Da sprach der alte Häuptling der Indianer:
    Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf


    Grüsse Jan aka " Der Niveaulounger "


  • Naja, bei so einem Wetter so'ne Nummer durchzuziehen versient auf jeden Fall :respekt:


    Den gesundheitlichen Aspekt schalten Sportler allerdings meisstens aus, da siegt nunmal der Ehrgeiz.


    Jeder verantwortungsbewusste Sportler wird (hoffentlich) dazu in der Lage sein, seine Grenzen einschätzen zu können und für sich selbst die richtigen Entscheidungen treffen. Wenn dann jemand zusammenklappt und im schlimmsten Fall Schäden davonträgt oder sogar stirbt, liegt die Verantwortung dafür m.M.n. nicht beim Veranstalter, sondern beim Sportler selbst.


    Ich hab auch während meiner aktiven Zeit im American Football viele Jungs untrainiert spielen sehen, teilwwise ebenfalls bei 35+40° in voller Montur mit Shoulderpad, Helm etc. Auch ich hab bei solchen Temperaturen berwits auf dem Feld der Ehre gestanden und lebe auch noch...


    Sport ist Mord heisst es doch so schön und letztenendes sind es ja (Gott sei dank) Einzelfälle, wenn dann mal wirklich etwas passiert... Insbesondere im Profibereich sind i.d.R. Topmediziner mit an Bord, die frühzeitig erkennen, was Phase ist und im Fall der Fälle schnell eingreifen und reagieren können...

    Und -zack-... hat der Dirk sich wieder unbeliebt gemacht:pony:


    - Spezialist für jeden Mist -


    - Ich werde hier definitiv nicht angemessen verehrt -:holly:


    - Manchmal finde ich es echt schade, dass man Menschen nicht einfach hauen darf -:box:



  • Tja, auf Hawaii und anderen Austragungsorten des IM dürfte es noch viel unwirtlicher vorgehen.

    Ich finde es gut, dass der Veranstalter die Laufstrecke umgelegt hat, damit die Athleten mehr Schatten haben.


    Die Athleten haben einen wahnsinns Zeitaufwand für das Training aufgebracht, haben auf unglaublich viel verzichtet und sicher auch viel Geld in die Hand genommen, um bei diesem Rennen zu starten. Viele sind von weit her angereist. Wenn dann das Rennen abgesagt wird, dann wäre ich auch mindestens sehr enttäuscht.


    Ich habe vor ein paar Jahren mal beim Oceanman in Benidorm teilgenommen. Sollte mein erstes 10 km Schwimmen im Mittelmeer werden. Am Morgen vor dem Start sah das Wetter eigentlich gut aus. Wir sollten außerhalb der Bucht um eine Insel herumschwimmen. Dann kam die Order, dass das Schwimmen aufgrund von Witterungsbedingungen auf 7,5 km gekürzt wird, wir sollten nur bis zur Insel hin und wieder zurück schwimmen, was mir ein verächtliches 'Pffft' entlockte.

    Am Ende war ich doch recht froh, dass ich nicht mehr um die Insel musste. Das Wasser außerhalb der Bucht war recht kappelig und mit jedem Armzug ist man in eine kopfhohe Welle hineingeschwommen. Die Sicht war schlecht, das Verpflegungsboot auf dem Hinweg habe ich verpasst, auf dem Rückweg habe ich es es erst 50 m hinter mir entdeckt und bin dann so weitergeschwommen.


    Will sagen, wäre schön, wenn die IM-Regularien in solchen Sonderfällen etwas Flexibilität walten lassen würden. Z.B. Reduktion auf IM 70.3. Dann sind die Athleten am frühen Nachmittag spätestens fertig und man wäre safe.

  • Am Sonntag ist es wieder so weit, Europas größte Triathlonveranstaltung findet im Fränkischen Roth statt.


    Bei den Männern sind 6 Top Ten Finisher der WM von Hawaii des Vergangenen Jahres am Start.

    Topfavorit ist Bart Aernouts, zweiter zur WM hinter Patrick Lange. Außerdem am Start sind noch folgende Herren:

    David McNamee (3. des Ironman Hawaii), Brad Currie (5.), Matthew Russel (6), Andy Potts (8.) und Cameron Wurf (9.)

    Aber auch bei den Frauen wird es wieder sehr Spannend, Nach ihrem Ausstieg letzte Woche in Frankfurt,

    hat Daniela Bleymehl (ehemals Sämmler) ihren Start in Roth zugesagt. Somit kommt es wahrscheinlich wieder zu einem Spannenden Kampf um Platz 1 mit der Britin Lucy Charles-Barclay.


    Sendezeit Live im TV: 6.15 bis 11.00 Uhr / 12.00 bis 15.30 Uhr BR Sport

    Livestream von der Challenge-Roth


    Nach meinen Teilnahmen habe ich mich entschieden, dieses Jahr als Helfer mitzumachen. Also darf ich auch früh um 05:00 Uhr in der Wechselzone 1 stehen und dafür sorgen das es den Schwimmern gut geht.

    Anschließend Radl ich schnell in die Wechselzone 2 und mache da auch noch etwas mit.

    Ich freue mich schon auf Sonntag, da stehe ich mal auf der anderen Seite.

    Gegen 18:00 Uhr muss ich dann im Stadion sein, da kommen Freunde von mir, die eine Staffel machen, geplant ins Ziel.

  • So, ein kleiner Nachbericht vom Rennwochenende in Roth.


    Bis auf ein wenig Regen am Morgen war das Wetter wieder einmal gut. Nicht zu heiß aber auch nicht zu kalt.

    Etwas Wind hat es gegeben, aber keine Sturmböhen so das es jemand vom Rad schmeißt.


    Bei mir hat der Wecker kurz vor vier gebimmelt, so das ich es bis 05:00 Uhr in die Wechselzone I beim Schwimmstart geschaft habe. Es waren schon viele Athleten da und haben ihre Sachen gerichtet und sich vorbereitet.

    Die Aufregung bei den meisten Erststartern bei der DATEV Challenge Roth war groß, und dementsprechend viele Fragen mussten beantwortet werden.

    Dann war es soweit, kurz vor halb sieben sind die Profis in Wasser gegangen. Pünktlich 06:30 Uhr ging es los,

    und 3 Minuten Später waren die Top 25 der Frauen drann.

    Wie zu erwarten kam Lucy Charles als erste Frau und vor den meisten Männern zum Wechsel.

    Als die Profis durch waren, kamen die Altersklasseathleten an, und mit der Ruhe im Wechselzelt war es vorbei.

    Und dann kamen auch schon die ersten Staffelschwimmer, die haben einen Extrakorridor bekommen,

    da sie durch das Wechselzelt zu ihrem Radfahrer durchgelaufen sind.


    In der Wechselzone II war es das selbe, erst die Profis und die ganz schnellen Radfahrer,

    dann ging es auch da zur sache.


    Hier sind noch ein paar Bilder.


    Früh am Morgen in der Wechselzone I


    der spätere Sieger Andy Dreitz


    und hier Daniela Bleymehl


    die Beutel sind sortiert und die Triathleten können kommen


    da ist schon der erste, natürlich Andi Dreitz


    und hier noch Daniela Bleymehl, ihrer Aussage nach mit der geilsten Startnummer (3999)

  • Am Montag war dann die Siegerehrung




    Die 10 schnellsten Frauen



    Die 10 schnellsten Männer zusammen mit den Frauen



    Die Sieger mussten ihre Füße (Fußabdrücke) noch verewigen




    Am Montag abend war dann noch die Helferparty.

    Bilder?


    Nö, :holly:


    Kommt nächstes Jahr nach Roth als Helfer, dann seit ihr Live dabei. Mir hat es auf der ,,anderen" Seite viel Spaß gemacht, und ich weiss wie schwer die Helfer zu tun haben.

    Über ein, auch wenn es rausgequätl war, Dankeschön haben wir uns gefreut.


    Die Top 10 Männer:


    1. Andi Dreiz GER 07:59:02

    2. Jesper Svensson SWE 08:02:20

    3. Cameron Wurf AUS 08:04:08

    4. Bart Aernouts BEL 08:04:48

    5. David McNamee GBR 08:05:50

    6. Alessandro Degasperi ITA 08:08:24

    7. Andy Potts USA 08:09:39

    8. Jens Petersen-Bach DEN 08:13:01

    9. Matthew Russel USA 08:18:11

    10Lukas Krämer GER 08:19:13


    To 10 Frauen:


    1. Lucy Charles-Barclay GBR 08:31:09

    2. Sarah Crowley AUS 08:38:11

    3. Daniela Bleymehl GER 08:43:17

    4. Agnieszka Jerzyk POL 08:48:49

    5. Carolin Lehrieder GER 09:06:47

    6. Rachel McBride CAN 09:06:47

    7. Dr. Els Visser BEL 09:07:49

    8. Anja Ippach GER 09:23:58

    9. Lina-Kristin Schink GER 09:27:41

    10. Tara Grosvenor GBR 09:29:01


    Glückwunsch den Gewinnern, und allen Triathleten die mitgemacht und gefinisht haben.


    Zum Schluss noch ein paar Zahlen:


    84 Nationen haben am DATEC Challenge Roth teilgenommen

    3400 Einzelstarter

    650 Staffeln

    94,5 % der Einzelstarter und

    98 % der Staffeln sind im Ziel angekommen

    06:15 waren es 7,15 % und später 8,9 % Einschaltquoten bei der Liveübertragung im TV (sonst sind es beim BR nur 1 % um die Zeit)