Glashütte Original: 20 Jahre Ewiger Kalender - Welcher ist euer Favorit?

  • Liebe Lounger,


    in diesem Jahr feiert der Ewige Kalender von Glashütte Original sein 20-jähriges Bestehen in der Kollektion der Sachsen. Wir haben die Modelle seit der Erstlancierung 1999 herausgesucht und stellen die bisherigen sechs Varianten zur Abstimmung. Welche Version gefällt euch am besten?


    1999 • Die Senator Klassik Ewiger Kalender

    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    Glashütte Original lanciert im Jahr 1997 das ikonische Panoramadatum, das bis heute die Kollektionen der Manufaktur prägt. Zwei Jahre später, folgt mit der Senator Klassik Ewiger Kalender das erste Modell mit der gleichzeitigen Darstellung der Komplikationen Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahr und Mondphase.


    Während Wochentage sowie Monate bis dato vor allem in kreisrunden Hilfszifferblättern Darstellung finden, werden die beiden Anzeigen bereits im ersten Ewigen Kalender von Glashütte Original in rechteckigen Fenstern abgebildet. Sie befinden sich in der oberen Hälfte des Zifferblattes gleich neben der dezenten Minuten-Skalierung. Der Ausschnitt der Mondphase wurde zwischen sieben und acht Uhr positioniert, sodass sich – ganz im Sinne der Ablesbarkeit – eine harmonische und weitgehend symmetrische Anordnung der Darstellungsformen des Ewigen Kalenders ergibt. Auf der vertikalen Achse des Zifferblattes befindet sich in dessen oberer Hälfte die Indikation des Schaltjahres in Form eines rot unterlegten Kreisausschnittes. Damit ist die Uhr für die korrekte Anzeige des Kalenders ohne manuelle Korrektur bis ins Jahr 2100 gerüstet. Für den Antrieb sorgt das Automatik-Kaliber 39-50 mit 40 Stunden Gangreserve aus der eigenen Manufaktur.


    Das Gehäuse dieser Senator Klassik besteht aus 18-karätigem Roségold. Ihre etwas barock wirkende, kannelierte Lünette macht den Primus unter den Ewigen Kalendern von Glashütte Original auch heute noch auf den ersten Blick erkennbar.



    2001 • Die Senator Ewiger Kalender

    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    Zwei Jahre später präsentiert Glashütte Original mit der Senator Ewiger Kalender bereits den ersten Nachfolger. Die „Klassik“ ist aus dem Namen verschwunden und aus der kannelierten wurde eine glatte Lünette. Davon abgesehen, blieb man der Vorlage treu und beließ es bei diesen wenigen Modifikationen. Dennoch verändert die Oberflächenbeschaffenheit der Lünette das Erscheinungsbild deutlich und lässt die Uhr moderner wirken. Bis heute tragen die Ewigen Kalender der Senator-Kollektion glatte Lünetten.



    2005 • Neues Herz und neues Gesicht

    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    Sowohl optische wie auch technische Weiterentwicklungen präsentiert der Ewiger Kalender aus der Senator-Kollektion im Jahr 2005. Mit dem neuen Automatik-Kaliber 100-02 steigt nicht nur die Gangreserve von 40 auf 55 Stunden an, sondern das Werk verfügt nun auch über eine Nullstellfunktion sowie einen beidseitig aufziehenden Rotor.


    Auch wenn die etablierte Zifferblattaufteilung mit den Fensteranzeigen fortgeführt wird, ändert sich deren Form und die Grundfarbe des Zifferblattes zu einem Champagner-Farbton. Hinter den Stundenindices auf drei, sechs, neun und zwölf Uhr werden Leuchtpunkte gesetzt, die zu den neuen Zeigern passen, die seit 2005 ebenfalls mit Leuchtmasse belegt werden. Nicht zu übersehen ist die aufwendige Guillochierung der Oberfläche des Zifferblattes.


    2006 • Detailveränderungen am Ewigen Kalender

    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    In den folgenden Jahren werden bloß Details an der Optik des Ewigen Kalenders verändert. So verschwinden die 2005 eingeführten Leuchtpunkte wieder von dem Zifferblatt, wobei die Zeiger weiterhin mit Leuchtmasse belegt sind. Zudem wechselt die Zifferblattfarbe von Champagner zu einem kontrastreicheren Silberton.



    2012 • Aus Rosé- wird Rotgold

    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    Erst 2012 halten wieder signifikante Neuerungen Einzug in das Design der Senator Ewiger Kalender, wobei der Antrieb unverändert bleibt. Das Gehäuse wird nun aus Rot- statt Roségold gefertigt, römische Ziffern sowie eine schwarze Eisenbahnminuterie sind zudem auf dem Zifferblatt zu finden. Als Blickfang fungieren die gebläuten Zeiger in Birnenform, die heute noch das Modell zieren.



    2017 • Senator Excellence Ewiger Kalender

    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    Im Jahr 2017 greift die neue Senator Excellence Ewiger Kalender diesen Look wieder auf: Wurde die Erstlancierung aus 1999 noch mit einer dreistufigen, kannelierten Lünette präsentiert, zeigt sich der aktuelle Ewige Kalender aus der Senator Kollektion heute erheblich schmaler. Optisch fällt zudem das Silber-Grainé-Zifferblatt mit seiner matten Oberfläche auf, das nun eine überarbeitete Schaltjahresanzeige unterhalb von 12 Uhr darstellt. Auch die Fenster von Panoramadatum, Wochentag und Monat finden sich in der aktuellen Version des Ewigen Kalenders an nahe zu der gleichen Position wie 1999. Allerdings wirken sie durch ihre geschwungenere Rahmen deutlich gefälliger.



    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    Im Inneren hält das neue Kaliber 36 Einzug, was mit dem Namenszusatz „Excellence“ einhergeht. Hier arbeiten High-Tech-Komponenten wie eine Silizium-Spirale für stabiles Gangverhalten und lediglich ein Federhaus gewährleistet eine Gangdauer von 100 Stunden. Wie bei allen Modellen der Senator-Excellence-Linie garantiert Glashütte Original durch Langzeittests mit entsprechendem Zertifikat die Qualität jeder einzelnen Uhr.



    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH


    Hier seht Ihr die Entwicklung des Ewigen Kalenders von GO der vergangenen 20 Jahre im Überblick. Welcher ist euer Favorit?



    ©Glashütter Uhrenbetrieb GmbH

  • Das ist aber leicht und eindeutig für mich:


    Das Variant von 2005!



    Warum? Vor allem wegen dem guillochierten Ziffernblatt, welches bei dem Vorgängermodel auch auftauchtet, aber nur bei der limitierten Platinmodellen..


    Am wenigstens gefällt mir die derzeitigen Version, wegen dem Schaltjahranzeige: dann ist das Blatt zu überladet für mich..


    Aber alles ist reines Geschmacksache!


    Danke Dir, David!


    Lg,


    Adam

  • Für mich war die zweite Generation die herausragende Interpretation, insbesondere in Edelstahl mit kupferfarbenem ZB.


    Auch die Senator Karree EK aus der zweiten Generation mit anthrazitfarbenem ZB war eine Sünde wert...


    Leider war dies eine Zeit, in der noch keine Fotos von meinen Uhren gemacht sondern sie nur analog genossen habe ;)


    Schöne Übersicht, David...herzlichen Dank dafür :gut:


    Grüsse :wink:
    Henrik

  • Für mich gehören die Senator-Kollektion und insbesondere die Ewigen Kalender in Rot-/Roségold zum Schönsten und Begehrenswertesten, was die Uhrenwelt zu bieten hat. Um die Frage bzgl. meines Favoriten zu beantworten, muss ich gestehen, dass ich mich nicht so recht zwischen dem 2012´er und dem 2017´er Modell entscheiden kann. Eigentlich gefällt mir der Name unter der 12 besser, was für das Modell aus 2012 sprechen würde. Auf der anderen Seite finde ich, dass bei einer Rotgolduhr der Mond in der Mondphase auch in Rotgold zu scheinen hat, und eben nicht in silberfarben, was für das 2017´er Modell spricht, das ich auch wegen der Strichindizes (außer auf 6 und 12) als etwas schöner empfinde. Na ja, wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich schlussendlich wohl für das Modell aus 2017 entscheiden. Leider spielen diese wunderschönen Uhren aber eh preislich eine Oktave zu hoch für mich, so dass ich mich nicht wirklich der Qual der Wahl stellen muss.


    Beste Grüße und Danke für den schönen Faden, David
    Tom

  • Danke dir, Adam! Diese Variante mit dem anthrazitfarbenen(?) Zifferblatt kannte ich noch gar nicht. Schaut für mich vor allem in Verbindung mit der Leuchtmasse auf Zifferblatt und Zeigern sportlicher aus als die oben gezeigten Versionen. :gut:


    Hallo David, ja, das Blatt hat eine sehr schöne Anthrazit-Farbe, und die Zeigern haben Leuchtmasse, alles ist so, wie Du geschrieben hattest!


    Das Model ist ganz selten, weil nur 1 Jahre lang produziert war! Ich habe die Rumours gehört, das die Blättern mit Guillochierung so kostbar waren, das das Manufaktur das Produktion gestoppt hattet!


    Sooo Schade für das!!



    Lg,


    Adam

  • Für mich ist die Excellence mein Favorit - besser würde mir das gleiche Modell mit aufgesetzten Indizes in der Stahlvariante gefallen. Wenn das kommen würde - dann für mich leider zu spät - hab meinen Ewigen Kalender im letzten Jahr gekauft und das ist/war meine EXITUHR in diesem Leben.


    Gruß Thomas

  • Ich kann mich nicht so recht zwischen der 2012er und 2017er Version entscheiden. Der EK von GO ist für mich eine der begehrenswertesten Uhren überhaupt.


    Danke für die tollen Bilder.


    Grüße


    Wolfgang

    nach den Gesetzen der Physik kann die Hummel nicht fliegen - aber sie kümmert sich nicht drum und fliegt einfach :wink::wink::wink:


    “It’s better to be a warrior in a garden than to be a gardener in a war“ Bruce Lee

  • Interessanter Faden :gut: Zu Glashütte habe ich ein sehr ambivalentes Verhältnis.


    Letzendlich hat es keine Uhr bei mir 'überlebt'


    Ich hatte einen Navigator und einen Sport Evolution dieser Marke, ab und an bereue ich dass ich genau diese Modelle abgegeben habe, da sie (für mich) eine interessante Ära des Herstellers darstellen.


    Bei den ewigen Kalender Modellen fand ich immer diesen hier interessant

    ©Glashütte
    Gerade weil er in vielerlei Hinsicht polarisiert
    44mm sind als Flieger(für mein Empfinden) perfekt, ....als 'Dresswatch' eher grenzwertig
    Flieger - ewiger Kalender ...geht das ? braucht man das ....?
    Beim ersten Anblick mag das ZB etwas überfüllt und 'chaotisch' erscheinen aber der Live Eindruck relativiert vieles
    Die Leuchtziffern sind gerade bei schlechten Lichtverhälnissen recht dominant und lassen die Uhr eindeutig als 'Flieger' identifizieren , die Kalenderfunktion sind nicht so dominant wie auf dem Bild.


    Leider hat sich Glashütte von den Sport und Flieger Modellen komplett verabschiedet, vielleicht gerade deshalb kommt mir dieses Modell immer mal wieder in den Sinn.
    Gab es auch in Keramik...komplett anderer Auftritt (Darth Vader :G )

  • So unterschiedlich ist die Wahrnehmung.. ich empfand es z.B. als richtigen Schritt sich aus der Sport Evo Serie zu veranbschieden. Gefallen hat mir pers. da nie etwas. Am schlimmsten fand ich die knallroten Halteringe für die 39er Kaliber in den großen Gehäusen.
    Ebensowenig haben mir die guillochierten Zifferblätter aus der Senator Linie gefallen.


    Daher: Wenn Glashütte, dann diese:


  • Die 2017 Excellence hat für mich das schönere + größere Ziffernblatt. Aber die Schaltjahresanzeige mit dem Kreis ist für mich deutlich schlechter gelöst als beim 2012er. Daher bin ich dort unentschieden.
    Das das 2017er Werk das bessere ist, keine Frage. Aber die Uhr muss mir vor allem gefallen, und da bin ich eben hin und her gerissen.

  • Ich war kurz davor das 2017er Model zu kaufen , bis ich erfuhr ( nach Rücksprache in Glashütte)
    das die Wochentags-, und Monatsanzeige nicht in Deutsch erhältlich ist
    Für mich, für einen Deutschen Hersteller , unmöglich . Bei den älteren Modellen war das kein Thema!!

  • Der Ewige von GO ist meines Erachtens der beste, weil übersichtlichste Ewige Kalender auf dem Markt - ganz abgesehen vom Preis-Leistungsverhältnis im Vergleich zu den Mitbewerbern.
    Favorit ist für mich die Excellence. Wenn tatsächlich keine deutsche Beschriftung mehr möglich sein sollte, ist das für eine deutsche Uhrenmarke ein klares Manko - da gebe ich Mutombo recht!!
    Die Schaltjahresanzeige bei der Excellence mag polarisieren. Aber ich finde das ZB damit nicht überladen, zudem ist die Anzeige eindeutig und gibt keine Rätsel auf: rot .. schwarz .. gelb .. :grb: