AP Qualität und Service - zwischen Anspruch und Wirklichkeit

  • @Tux


    Wenn das evtl nach 5 Jahren passiert, dann ist da nichts mehr mit Garantie. Und bei Ralf seiner Uhr war die Garantie erloschen, auch wenn es sich dabei nur um eine kurze Zeit handelt.


    Aber richtig, hier hätte AP ein Auge zudrücken sollen, oder müssen.


    Nach einer Revi gibt es aber wieder eine Garantie von X-Jahren. Das ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich.


  • Sorry - aber ich nehme mir das Recht heraus, über meine Erfahrungen zu schreiben. Es geht um Luxusprodukte, die für sehr viel Geld verkauft werden und da erwarte ich einen dazu passenden Service. Und nochmals zur Klarstellung:


    Zu dem Thema habe ich ausführlich sowohl mit dem AP House als auch mit AP Deutschland per Mail kommuniziert und jedes Mal nach der Entscheidung wurde mir mitgeteilt, dass man die Entscheidung auch in Abstimmung mit den zuständigen Stellen und dem Servicecenter getroffen habe. Da geht es also mitnichten um eine Entscheidung eines einzelnen Mitarbeiters.


    Zur Konstruktion: natürlich war das ein wenig "ernüchternd" zu erfahren, dass bei einer solchen Uhr der Tubus gepresst und verlebt wurde. Letztlich muss so eine einfache Lösung aber nicht schlecht sein, solange der Kunde davon nichts mitbekommt. Wenn es aber dann Probleme gibt, hätte ich mir einen anderen Umgang damit gewünscht. Dann zu schreiben, dass man bedauere, dass der Kunde mit der Qualität nicht zufrieden ist, man aber aufgrund der internen Richtlinien keine andere Lösung anbieten kann, fand ich völlig daneben.


    Social Media inkl. Foren sind für den Austausch und Information da - auch bei Produkten, die eine schöne, heile und begehrenswerte Luxus- und Lebenswelt gestalten sollen. Und wer als Unternehmen diese Kommunikationskanäle für sich zum Vorteil nutzt, um möglichst viele Emotionen für den Kauf zu wecken, muss auch damit rechnen, dass es mal negative Kommentare gibt, wenn eine Marke ihr über die Kommunikation gewecktes Kundenversprechen nicht hält.


    Erwarten tue ich von AP im Übrigens nichts mehr, sonst hätte ich über das Thema deutlich früher ausführlich geschrieben in der Annahme, dass dies den Entscheidungsprozess bei AP ggf. beeinflusst. Das habe ich bewusst nicht gemacht, um AP bis zur Abholung der Uhr eine Chance zu lassen, ihre Entscheidung zu überdenken.

  • Das Recht kannst du dir auch herausnehmen. Da was ich geschrieben habe, galt nicht dir. Allerdings sind viele der Kommentare hier einfach nicht mehr sachlich und gehen Richtung Marken-Bashing.


    Das was Bernd da geschrieben hat, ist im Prinzip richtig. Wird die Krone gezogen, wird auch eine Revi gemacht. Das ist bei Rolex so, das ist bei IWC so, bei Omega und auch bei AP. Welcher Hersteller repariert denn heutzutage am offenen Herzen irgendwas? Keiner. In dem Falle ging es aber leider zu deinen Lasten. Wenn du in der Garantie gewesen wärst, wäre das natürlich super, weil du im günstigsten Falle 1 Tag vor Garantieablauf noch einmal eine vollständige Revi bekommen hättest

    Gruß, Alex




    Omega Speedmaster Prof. Ref.3570.50.00
    Rolex Sea Dweller Ref. 16600
    Rolex Submariner Ref. 1680
    AP RoyalOak 15300ST

  • Mich verärgert der Umstand, dass Reparaturen nur in Verbindung mit einer Revision gemacht werden auch sehr. Ich kann die Verärgerung des TE nachvollziehen.


    Der "Revisionszwang" hat für den Kunden den Vorteil, dass er nicht wenige Monate nach einer Reparatur einen anderen Defekt richten lassen muss. Also ist an der Uhr "seltener was dran" was die gefühlte Qualität steigert. Die Kosten trägt der Kunde. Dieses Vorgehen setzt sich leider durch und wird durch die mangelnde Unterstützung freier Uhrmacher seitens der Hersteller (Keine Teile ohne Zertifizierung oder Konzession) bewusst forciert.


    Es ist leider ein großer Irrglaube, dass wer ein Premiumprodukt erwirbt, auch Premiumqualität und Premiumservice erwarten kann.


    Eine einfache Reparatur des vorliegenden Defektes vorort durch den Hausuhrmacher wäre sicherlich für alle Beteiligten die beste Wahl gewesen, abgesehen aus finanzieller Sicht für AP.

  • Ich finde das hochgradig peinlich was ich im Falle vom Themenstarter lesen musste. Darüber hinaus fand ich es noch abstruser, was der Autor der ‚Armband-Geschichte‘ berichtet hat.


    Marken‘-Bashing‘ finde ich auch lächerlich, jedoch fallen diese Fälle ja wohl kaum darunter. Das hinterlässt bei mir ein absolut unsympathisches Bild von AP. Eine Royal Oak ist eine tolle Uhr aber ich habe wenig Interesse auch solche Erfahrungen machen zu müssen. Daher werde ich die Idee auch wieder verwerfen.


    Mich erinnert das Ganze an die arroganten Eskapaden von Panerais Service...

  • Persönlich kann ich den Ärger nachvollziehen, auch wenn ich keine AP besitze oder Erfahrungen mit deren Service habe.


    Es ist natürlich grundsätzlich Mist, egal wieviel Geld man dafür hingeblättert hat, wenn ein Produkt kurz nach Ablauf der Garantie einen Defekt aufweist. Ob jetzt geklebt oder nicht ist erstmal irrelevant.
    Leider ist man in so einem Fall auf das Wohlwollen des Herstellers angewiesen, was willst da machen.
    Und jeder Hersteller hat hier seine eigene Philosophie...


    Es ist nicht mehr und nicht weniger, muss man leider so nüchtern sehen, bei einem emotionalen Thema für Uhrenfreaks.


    Es sind immer individuelle Erfahrungen, die jeder anders einordnet.

  • Genau das ist es ja. Die Uhr hatte keine Garantie mehr. Natürlich freue ich mich, wenn ein Hersteller auch nach Ablauf der Garantie mir entgegenkommt. Aber ich weiß auch, dass ich auf Kulanz (Konstruktionsfehler hin oder her) nun einmal keinen Anspruch habe. Irgendwann ist eben auch Schluss. Dass also AP außerhalb der Garantie nicht für lau repariert, kann man denen doch nicht zum Vorwurf machen. Also habe ich auch eine andere Erwartungshaltung. Bitte nicht falsch verstehen... Wie gesagt, ich kann dich auch verstehen.


    Ich hätte noch gerne folgendes Fragen: wie alt ist die Uhr? Wann lief die Garantie aus? Ich hab das alles auf die schnelle nicht gefunden

    Gruß, Alex




    Omega Speedmaster Prof. Ref.3570.50.00
    Rolex Sea Dweller Ref. 16600
    Rolex Submariner Ref. 1680
    AP RoyalOak 15300ST

  • Ich habe mich jetzt mal durch den ganzen Fred durchgekämpft!


    Als erstes möchte ich Dir Ralf mein bedauern mitteilen das es für Dich nicht besser lief!


    Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht und auch schon gepostet! Möchte nicht alles nochmals wiederholen.
    Den den es interessiert kann ja nachlesen.


    Ich hatte schon 2 AP Uhren bei AP und wurde immer zu meiner vollsten Zufriedenheit bedient und der Service war vorbildlich!


    Ich wollte das nur mal erwähnen nachdem das Bashing hier etwas überhand nimmt.


    Das mit dem Band ist nachvollziehbar da somit vermieden werden soll das Uhren zusammengstückelt werden sollen oder an Blender ein echtes Band montiert wird. Bei anderen großen Herstellern ist das nicht anders.


    Ralf ich weiß, das hier hilft Dir nicht wirklich weiter aber vielleicht kommt ja noch was. Ansonsten erfreue Dich an der schönen Uhr und ziehe Deine Konsequenzen für Dich daraus.

  • Genau das ist es ja. Die Uhr hatte keine Garantie mehr. Natürlich freue ich mich, wenn ein Hersteller auch nach Ablauf der Garantie mir entgegenkommt. Aber ich weiß auch, dass ich auf Kulanz (Konstruktionsfehler hin oder her) nun einmal keinen Anspruch habe. Irgendwann ist eben auch Schluss. Dass also AP außerhalb der Garantie nicht für lau repariert, kann man denen doch nicht zum Vorwurf machen. Also habe ich auch eine andere Erwartungshaltung. Bitte nicht falsch verstehen... Wie gesagt, ich kann dich auch verstehen.


    Ich hätte noch gerne folgendes Fragen: wie alt ist die Uhr? Wann lief die Garantie aus? Ich hab das alles auf die schnelle nicht gefunden


    Nochmals: ich habe nie erwartet und auch nirgends geschrieben, dass die Reparatur für komplett lau gemacht wird.
    Dass sie es dennoch für ausgewählte Kunden anbieten, zeigt das Beispiel von Jürgen. Insofern wird dadurch natürlich eine Art Erwartungshaltung geschaffen, zumal es sich, wie schon einige Male geschrieben, um ein Produktproblem handelte, dass nicht durch die Nutzung entstand.


    Aber lassen wir das. Es ist doch prima, dass ein solches Vorgehen für dich völlig in Ordnung ist - dann wirst du bei einer entsprechenden Behandlung als Kunde auch nicht enttäuscht.

  • Warum ist Kritik immer gleich Bashing :grb:
    Wir halten eh viel zu oft den Mund in D.
    Wenn etwas schief läuft, bei einem Luxusartikel Produzenten, dann möchte ich das wissen und am Besten VOR dem Kauf :gut:

    Lieben Gruß,
    :hut:


    PS gibt an, mit welcher Geschwindigkeit man in die Mauer einschlägt und Nm, um wie viele Meter man sie beim Aufprall verschiebt. Der Teufel steckt immer im Detail!


    PSS gibt an, dass ALLE, von mir, auf der watchlounge.com geposteten Bilder von Tieren, Uhren, Messern, Essen, etc von MIR stammen und MIR gehören. Ich erlaube MIR diese zu benutzen und allen anderen Usern hier auf watchlounge.com sie zu zitieren :gut: 17.03.2019

  • Wenn eine Uhr dieser Preisklasse nach Ablauf der Garantie auseinander fällt und mir der Hersteller mit Garantiebestimmungen kommt dann frage ich mich welche Anforderungen der Hersteller an sein Produkt stellt. Im Fall von AP offenbar keine sehr hohen.


    Egal welche Marke das in meinem Fall betreffen würde, sie wäre bei mir erledigt. Fehler sollen nicht, können aber schon mal passieren, nur dann muss man dafür einstehen. Das gilt für mich ebenso wie für alle die mit mir zu tun haben (wollen). Nicht mehr und nicht weniger biete und erwarte ich.

  • Warum ist Kritik immer gleich Bashing :grb:
    Wir halten eh viel zu oft den Mund in D.
    Wenn etwas schief läuft, bei einem Luxusartikel Produzenten, dann möchte ich das wissen und am Besten VOR dem Kauf :gut:

    Sehe ich auch so.


    Außerdem traue ich den allermeisten Loungern zu, dass sie sehr wohl zwischen gerechtfertigter und konstruktiver Kritik und Bashing auf der anderen Seite differenzieren können.
    Nennt es überzogen, aber AP hat sich für mich dadurch erledigt. Ein Kunde, der so eine "Wertschätzung" erfährt, ist genau einer zu viel.


    Eine Uhr für einen deutlich fünfstelligen Kaufpreis, dreieinhalb Jahre alt, nur wenige Monate außerhalb der Garantie. Von einer Luxusuhrenmanufaktur erwarte ich von Anfang an ein anderes Produkt, spätestens im Fall einer Reklamation erwarte ich schlicht und ergreifend eine andere Herangehensweise.


    Als Mitarbeiter von AP würde ich vor lauter Scham im Boden versinken. :rotwerd:

    Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne,

    Entzücken weilt auf unbetretener Düne,
    Gesellschaft ist, wo alles menschenleer,
    Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer,
    Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr.


    Lord Byron

  • AP Bashing an:


    Code 11.59, Auftritte und Interviews der Lederjacke innerhalb der letzten 12 Monate, Behandlung der Konzessionäre. Alles Dinge die die Marke für ich höchst unsympathisch gemacht haben.


    AP Bashing aus:


    Ich glaube es gilt nichtmal zu betonen, dass Ralf nicht eine kostenlose Reparatur einer Uhr wollte, welche außerhalb der Garantie war. Viel mehr liegt der Fokus darauf, dass es sich bei den Drückern, bekannterweise, um einen Konstruktionsfehler handelt, welchre in neuen Modelle zwar behoben wurde, aber ohne Eingestehen des Fehlers bei alten Modellen.
    In der Automobilbranche nennt man es Rückruf. Bei Uhren schwierig durchzuführen, aber wenn der Fehler auftritt sollte man, egal ob Garantie oder nicht, da kostenlos Abhilfe leisten.


    Dass man dann aber zusätzlich noch ne komplette Revision in Rechnung stellt ist natürlich ein Witz.


    Andere, kleine Marken wie F.P. Journe handhaben das ganze etwas anders. Wenn man dort nach einigen Jahren seine Uhr zum Service abgibt, dann erhält man alle technischen Updates des Werks (teilweise auch Krone) inklusive zur Revision. Ist bei den meisten Großserienherstellern natürlich hinfällig, da ein Werk nur einmal entworfen und verbaut wird. Wenn verbessert, kommt ja immer direkt ne neue Zwiebel raus :rolleyes:

  • Lieber Ralf,


    ich kann, so glaube ich, sehr genau nachempfinden, wie es Dir geht. Vor zwei Jahren hatte ich mal ein vergleichbares Problem mit meiner VC Overseas und einem sich anschließenden, den Kunden verschreckenden Austausch mit dem Kundendienst von VC Deutschland.


    Nachdem der erste Ärger verraucht war, habe ich einen im Ton konzilianten, konstruktiv kritischen, aber inhaltlich sehr deutlichen Brief an den Europa-Chef von VC geschrieben. Ich habe ihm meine Erfahrungen mit der Marke geschildert und ihn gefragt, ob das in seinem Sinne ist. Kurz darauf hat er sich persönlich und schriftlich mit mir in Verbindung gesetzt, sich für das Feedback ausdrücklich bedankt und das Problem innerhalb einer Woche sehr großzügig und zu meinen Gunsten gelöst! Ich bin schon sehr lange ein Freund der Marke, aber das hat mich dennoch sehr positiv überrascht.


    Oft wissen die Köpfe des Unternehmens gar nicht, was alles an der Basis passiert. Der Ton macht die Musik, und wenn der passt, sind die Damen und Herren an der Spitze oft sehr dankbar, weil sie dann wirksam werden können. Vor zwei Monaten habe ich mich mit einer vergleichbarer "Herausforderung" für den Kundenservice erneut an VC Deutschland gewendet, und was soll ich sagen: perfekter Service, wie es sich für eine Luxusmarke gehört. So funktionieren meiner Erfahrung nach Veränderungsprozesse, wenn man den Verantwortlichen die Chance dazu gibt - wobei ich fairerweise feststellen muss, dass in Deinem Fall ja schon der GF Deutschland einbezogen war, was die Sache doppelt schlimm macht.


    Dennoch würde ich Dir empfehlen - wenn Du Dir die Arbeit noch machen möchtest und zumindest eine Restbindung an die Marke hast - einen Brief an den CEO von AP zu schicken. Diese Chance würde ich dem Unternehmen noch geben...


    Viele Grüße
    Ulf