AP Qualität und Service - zwischen Anspruch und Wirklichkeit

  • Verstehe auch noch nicht, warum man das gut laufende Werk auseinander gerissen hat. Also, außer um den Kunden finanziell zu schröpfen...


    Die Billigvariante wäre gewesen: Uhrwerk raus, den Drückertubus mit Uhu-Endfest wieder einkleben, Uhrwerk wieder rein, Dichtigkeit prüfen. Materialkosten: 5€


    Man hätte natürlich auch die (meines Erachtens nach) bessere Variante wählen können, indem man nach RS mit dem Kunden die verschraubten Tuben der neuen Referenz ins Gehäuse baut. Und guter Kundenservice wäre dann noch gewesen, sich für den geklebten Pfusch, den man vorher verbaut hat, zu entschuldigen und den ganzen Vorgang für den Kunden kostenfrei zu erledigen.


    Leider passt das hier in mehreren aufeinander folgenden Themen dargelegte Verhalten von AP zu meinem Bild der aktuellen Hochnäsigkeit der Firma. Der Erfolg ist im Moment da, die Uhren werden Ihnen derzeit aus den Händen gerissen.



    Kurze Story von mir zum AP Service: ich möchte für meinen Ewigen Kalender gerne ein Original Armband haben/bestellen. Die genauen Maße kenne ich und kann sie durchgeben. Dennoch besteht man darauf, dass man die Uhr in einem AP House persönlich auf Echtheit prüfen kann. Ohne diese Prüfung gibt es kein Band. Komme aus dem Kölner Raum. Ich sehe es nicht ein, dafür nach Frankfurt oder München zu fahren. Das Pariser Service-Center (hab die Mailadresse) hat mich an AP Deutschland verwiesen.


    Kundenservice geht anders...


  • Leider sehr unprofessionell das Ganze. Tut mir leid für Dich und auch für Ralf :wink:
    Besonders ärgerlich da es nur wenig gebraucht hätte um Ralfs Angelegenheit ganz anders ausgehen zu lassen.


    Liebe Grüße :blume:
    Wolfgang

  • Furchtbarer Service. Das ist ja fast schon zum Fremdschämen. :kotz:


    Herrn Biver maile ich abends um 23 Uhr meine Seriennummer und habe am nächsten Morgen um 7 eine Antwort, dass eine Garantieverlängerung auf 5 Jahre unterwegs zu mir ist.


    Bestätigt mich einmal mehr, dass ich aktuell nach der zweiten Hublot, nicht nach der zweiten AP in meiner Sammlung sehe. :schiri:

  • Social Media ist schon cool :gut:


    Ich habe vorhin bei einem Post von AP auf Instagram über ein Event mit Serena Williams kurz kommentiert, dass ich solche Events gut finde, es aber auch klasse fände, in den eigenen Service zu investieren. Daraufhin fragte mich ein User, was passiert sei. Ich habe das kurz erklärt. Dann postete AP, dass sie betrübt seien, dass zu lesen und sich das Thema einmal ansehen wollen.


    Bin gespannt, ob und was passiert und werde berichten.

  • Ich würde mal tippen...da kommt noch was :gut:
    Schlagt mich...aber hatte AP nicht vor Jahren schon mal einen schlechten Ruf, was Service/Servicepreise und auch die Qualität generell betraf.
    Mir wurde mal, von einem größeren Kenner als ich es bin, klar von einem AP Kauf abgeraten.
    Egal...Ärger abhaken und die persönlichen Konsequenzen daraus ziehen.

    Unter den Blinden ist der Einäugige Pirat!


    Da sprach der alte Häuptling der Indianer:
    Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf


    Grüsse Jan aka " Der Niveaulounger "


  • Ich befürchte ebenso, dass da nichts mehr kommen wird, drücke aber kräftig beide Daumen.
    Social Media mag bei einem ausgewachsenen Shitstorm Wirkung zeigen, aber sonst?
    Das Social Media- Team von AP wird diesen Fall möglicherweise an die Instanz weiterleiten, die schon (final??) darüber entschieden hat.


    Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren...

  • So betrüblich diese Erfahrung und die fehlende Flexibilität bzw Kulanz von AP ist, das in einigen Kommentaren hervorstechende AP Bashing geht doch ein wenig zu weit, oder? :rolleyes:


    Die spezielle Situation ist für den Knüppel geeignet, aber nicht unbedingt ein Paradebeispiel für die ganze Marke. Ich wage mal zu behaupten, dass bei JEDEM Hersteller Fehler vorkommen und auch, abhängig von den handelnden Personen, mal schlecht und mal gut behandelt werden.


    Da wir alle keine Uhrenkonstrukteure sind: wer weiss schon, ob die spezielle Gehäusekonstruktion dieser RO keinen verschraubten Tubus für verschraubbare Drücker erlaubt hat. Die neue Version hat ja keine verschraubten Drücker mehr.


    Ich hoffe, die Lösung wird für Ralf noch ein wenig optimiert. Und selbst wenn nicht, es ist trotzdem nicht alles schlecht an AP.


    Grüsse :wink:

  • Ich finde das Markenbashing in der Tat auch langsam absurd. Ich denke es kommt immer auf die Einzelfallumstände an. Einfach sachlich und freundlich bleiben und alles wird gut. Damit will ich nicht sagen, dass du nicht freundlich geblieben bist. Ich würde das aber nicht mündlich im AP House machen, sondern vielleicht direkt AP Deutschland schriftlich anschreiben, auch wenn hinter AP Deutschland das AP House steckt.


    Wie gesagt: aufgrund eines Einzelfalles kann man nicht gleich das ganze Unternehmen derart an den Pranger stellen. Wie gesagt: Richemont wird auch oft kritisiert, ich habe mit der Unternehmensgruppe null probleme gehabt.


    Ich wünsche dir viel Glück.


    Und wer sich tatsächlich vom tollen Service anderer Hersteller, wie Hublot, beeindrucken lässt, wenn einem der CEO die Handynummer gibt und mit dem Kunden im ständigen Austausch steht, muss eben wirklich zu Hublot gehen. Ich wäre dem CEO aber dankbar, wenn er sich Mal eigene Ideen überlegen wurde beim Uhrendesign :grb:

    Gruß, Alex




    Omega Speedmaster Prof. Ref.3570.50.00
    Rolex Sea Dweller Ref. 16600
    Rolex Submariner Ref. 1680
    AP RoyalOak 15300ST

  • ...
    Die spezielle Situation ist für den Knüppel geeignet, aber nicht unbedingt ein Paradebeispiel für die ganze Marke. Ich wage mal zu behaupten, dass bei JEDEM Hersteller Fehler vorkommen und auch, abhängig von den handelnden Personen, mal schlecht und mal gut behandelt werden.


    Da wir alle keine Uhrenkonstrukteure sind: wer weiss schon, ob die spezielle Gehäusekonstruktion dieser RO keinen verschraubten Tubus für verschraubbare Drücker erlaubt hat. Die neue Version hat ja keine verschraubten Drücker mehr.
    ...
    Grüsse :wink:

    Ich habe das so verstanden, dass der Sachverhalt nicht bei irgendeinem Provinzuhrmacher, sondern im AP Hause in München untersucht wurde. Das heißt für mich auch, dass das nicht die Entscheidung eines einzelnen Erfüllungsgehilfen am Ende der Nahrungskette war, sondern eher nach Firmenpolitik aussieht. Gerade nach der Vorstellung des AP Hauses mit vielen Vorschußlorbeeren kann man an dieser Stelle Kompetenz auf allen Ebenen erwarten. Und die sehe ich hier im Bereich „Alles, was mit Kunden zu tun hat“ nicht.


    Und was die verschraubten Drücker und den Tubus angeht, ist das weder Hexenwerk noch stellt es eine besondere Herausforderung an den Uhrenkonstrukteur dar. Dass es machbar ist, kann man sich bei Uhren diverser anderer Hersteller von Rolex über Omega bis hin zu Sinn anschauen.
    Ein geklebter Tubus - die Presspassung hatte hier wohl maximal symbolischen Charakter - ist einfach die billigere Lösung und nicht unbedingt die hohe Kunst der Metallbearbeitung.


    Aber schauen wir mal. ;)

  • Moin,
    hier wurde mehrfach gefragt warum eine Revi des Werkes gemacht wird ?


    Bei den großen Häusern ist es so, das wenn ein Eingriff ins Werk erfolgt, dann muss eine Revi gemacht, weil es in Vergangenheit zu Beanstandungen gekommen ist. Das wird damit ausgeschlossen, und die reibungslose Tätigkeit des Werkes wird wieder gewährleistet.


    Um den Tubus zu reparieren muss das Werk ausgeschalt werden, und dazu muss die Krone gezogen werden. Das stellt ein Eingriff ins Werk da. Somit folgt zwangsläufig eine Revi des Werkes.


    Eigentlich ne gute Sache, weil sich dadurch die Garantie verlängert, aber der Kunde ist der (finanziell) Gelackmeierte.

  • Ich denke es kommt immer auf die Einzelfallumstände an. Einfach sachlich und freundlich bleiben und alles wird gut. Damit will ich nicht sagen, dass du nicht freundlich geblieben bist. Ich würde das aber nicht mündlich im AP House machen, sondern vielleicht direkt AP Deutschland schriftlich anschreiben, auch wenn hinter AP Deutschland das AP House steckt.

    Naja, die "Umstände" sind in diesem Fall jedoch alles andere als kompliziert. Und wenn die Geschätsführung von AP Deutschland involviert ist, dann ist das schon so ziemlich das Ende der Fahnenstange.


    Und nochmal zum Thema Social Media: vielleicht lesen Verantwortliche von AP hier mit. Davon würde ich mir deutlich mehr erhoffen als von Instagram & Co. Letztere sind größtenteils nur virtuelle Hüpfburgen für Grenzdebile.


    Okay, hier zwar auch, aber mehr Fachwissen und weniger Smileys.... :G