CWC, Uhren aus Großbritannien

  • Die Geschichte um CWC finde ich sehr interessant:


    Früher kaufte das britische Verteidigungsministerium Uhren von verschiedenen Marken. Für Taucher gab es Omega und Rolex. Für Piloten Precista, Newmark und Hamilton und für Fußsoldaten Smiths sowie Hamilton.


    Aber 1972 hatte Smiths aufgehört Uhren zu bauen und Hamilton entschied, dass Militär-Verträge nicht lukrativ genug waren, um weiterzumachen.


    Ray Mellor (damals Managing Director von Hamilton für Großbritannien) beschloss, seinen eigenen Weg zu gehen und gründete die Cabot Watch Company.


    Die daraus entstandenen CWC-Uhren (die nach strengen Vorgaben des Verteidigungsministeriums gebaut wurden) sahen nun fast identisch mit denen aus, die nur ein oder zwei Jahre früher "Hamilton" o.ä. auf ihren Zifferblättern hatten.


    Der einzige Vertrag, den CWC erstmal nicht gewinnen konnte, waren Taucheruhren. Die Royal Navy hatte eine lange Geschichte mit Rolex, die bis in die 1950er Jahre zurückreicht (und in den 60er Jahren sogar eine Weile mit Omega zusammenarbeitete).
    Aber in den späten Siebzigern ließ der höhere Preis der Submariner das Ministery of Defense seine Beziehung zu CWC überdenken.


    Im Auftrag entwickelte CWC dann eine robuste automatische Taucheruhr, nach den Spezifikationen des MOD gebaut. Die drehbare Lünette enthielt nun einen selbstleuchtenden Tritiumeisatz. Das Zifferblatt erhielt Schwertzeiger mit Tritiumlumen. Ebenfalls ein 32 mm Mineralglas (bruchsicherer als Saphirglas) und feste Federstege für durchziehbare Nylonbänder. Innen tickte zuerst das robuste Automatik ETA 2783.


    In den frühen 80er Jahren setzte sich die Quarztechnologie schnell in der Uhrenindustrie durch, und es dauerte nicht lange, bis CWC begann, alle seine Uhren mit batteriebetriebenen Uhrwerken zu versehen.


    Tatsächlich wurde die mechanische Version des Royal Navy-Tauchers nur 1980 und 1981 an das MOD geliefert (wobei einige möglicherweise erst im Jahr 1982 eintrafen). Diese Uhren sind nun extrem selten.


    Nach dem Übergang zu Quarzwerken lieferte CWC weiterhin Taucheruhren an das MOD, auch wenn die Royal Air Force für ihre Pilot-Chronographen auf Seiko und Pulsar umstellte.
    Seither gab es mehrere Variationen der Royal Navy-Diver. Wie etwa eine PVD-Version mit Day/Date-Funktion, auf Wunsch des Special Boat Service ab Mitte der 90er Jahre.




    Triumium wurde von Luminova abgelöst, wobei das bekannte "circle T" Emblem auf dem Zifferblatt durch einen Kreis L ersetzt wurde.


    Es wird berichtet, dass die Royal Marines und der Special Boat Service diese Taucheruhren immer noch von CWC beziehen.


    Ray Mellor wollte seine Uhren an nie die breite Öffentlichkeit verkaufen. Er hatte seine Nische mit Militärverträgen gefunden und das Geschäft lief gut. Aber um 1990 begann ein in London ansässiger Militärausrüster (Schuhe, Jacken, Taschen etc.) namens Silverman's, Uhren direkt von CWC zu kaufen, um sie zu verkaufen.


    Um diese Zeit bereitete sich Mellor darauf vor, seine Firma zu verlassen. Angesichts seiner guten Beziehungen zu Silverman wurde eine Vereinbarung getroffen. Letzterer wurde Besitzer der Marke CWC.


    Mellor blieb als Direktor beteiligt, trat aber bis 2012 aus dem Tagesgeschäft zurück, als er schließlich in den Ruhestand ging. Jetzt in seinen 90ern kommt Mellor angeblich immer noch zu den Sitzungen und hilft hin und wieder mit historischen Informationen.
    (Quelle: Hondikee)



    Der Reiz einer Rolex MilSub ist, dass es sich im Wesentlichen um eine Uhr einer großen Luxusmarke handelt, die nach den Spezifikationen einer Militäreinheit angefertigt wurde.
    Aber die CWC-Uhren waren von Anfang an nichts anderes als militärische Instrumente. Ohne große Namen wie Submariner oder Seamaster.


    Hier der Bericht im Original:
    https://www.hodinkee.com/artic…-that-replaced-the-milsub



    https://www.cwcwatch.com/



    Nun, ich finde die Uhren sehr interessant und erstaunlich hochwertig verarbeitet. Nicht ganz günstig, aber man bekommt eine ordentliche Uhr für sein Geld.
    Habe mich bewusst für Quartz entschieden, doch mit der Modellauswahl hatte ich meine Probleme. Einziger Ausweg war, ich hab gleich 8 Stück genommen und somit das gesamte Sortiment weitgehend abgedeckt.
    Alle Uhrn haben feste Stege verbaut, das ist auch historischen Gründen bis zum heutigen Tag beibehalten worden, die Diver und der Chrono haben eine Anstoßbreite von 20mm,
    G10 und GS haben 19mm, es passen aber die 20er Natos alle durch, ohne das es gequetscht aussehen würde.


    Gefertigt werden die Uhren komplett in der Schweiz.


    Nähere Infos hier:


    https://www.cwcwatch.com/colle…-divers-watch-quartz-mk-1
    https://www.cwcwatch.com/colle…wc-sbs-issue-divers-watch
    https://www.cwcwatch.com/colle…k2-watch-quartz-1983-spec
    https://www.cwcwatch.com/colle…-divers-watch-quartz-mk-1


    https://www.cwcwatch.com/colle…-quartz-chronograph-watch


    https://www.cwcwatch.com/colle…-gs-sapphire-watch-silver
    https://www.cwcwatch.com/colle…c-gs-sapphire-watch-black
    https://www.cwcwatch.com/colle…o-date-with-battery-hatch






  • Klasse Kai :gut:
    Wieder mehr über mein Hobby gelernt. Und als echte Toolwatch gefallen mir sogar Einige :gut:

    Unter den Blinden ist der Einäugige Pirat!


    Da sprach der alte Häuptling der Indianer:
    Wild ist der Westen, schwer ist der Beruf


    Grüsse Jan aka " Der Niveaulounger "


  • Vielen Dank an alle, die Uhren wissen zu begeistern. Es gibt auch einige Automatikversionen und auch 2 Handaufzugchronos. Kann die Marke nur jedem ans Herz legen. Die Verarbeitung muss sich nicht hinter großen Marken verstecken.


    Eben mal alle 8 Wecker auf die richtige Zeit gekurbelt :panik:

  • So, eben ist ein Erikastrap https://erikasoriginals.com für feste Stege geliefert worden.
    Das graue Band passt perfekt zu den matten Gehäusen. Es ist noch ein Satz Nieten dabei, falls man es mal nicht mehr für feste Stege braucht. Soweit ganz solide gemacht und die Sache mit der Verschraubung ist gut gelöst.


    Jetzt der Pferdefuß:
    Es ist sehr umständlich zu montieren, erst die Schraube entfernen, dann noch die Öse raus nehmen um das Band überhaupt durch die Uhr fädeln zu können. Danach Öse wieder durch fädeln, Band da durch und richtig passend falten, Schraube rein, Gegenstück festschrauben, Bandlänge einstellen, Verschluss einhacken, was nochmals ziemlich fummelig ist, das ist allerdings Übungssache.


    Also mal schnell das Band wechseln ist nicht. Für wenige Uhren und öfter mal Bandwechsel ist dieses Erika einfach Mist.
    Bei vielen Uhren geht es, da sucht man sich eine Uhr aus und lässt es halt längere Zeit einfach dran.


    Fazit: Ein Band ist bei einer Uhr wo es längere Zeit dran bleiben kann ok, mehrere dieser Bänder sind Aufgrund der umständlichen Montage nicht wirklich zielführend.


    Hab es jetzt an der einen CWC dran und da passt es optisch auch super, da lasse ich es auch mal die nächsten Wochen oder Monate dran. Waschen kann man es ja an der Uhr, das ist nicht so das Problem.


    Optisch TOP, von der Handhabung her übel, zumindest bei den CWC mit den festen Stegen.




    Bilder:



  • Danke für die kurzweilige Vorstellung der Marke und deiner Sammlung.


    Ich bin persönlich wohl kein so großer CWC Fan - aber freue mich immer auch für und über andere da wir - auch bei unterschiedlichen Geschmäckern - doch das gleiche Hobby teilen (auf Neudeutsch und deutlicher - alle gemeinsam einen an der Klatsche haben)


    Gruß aus München und weiter so


    Stefan


    :hut:

  • @Kall Jetzt haste aber mal einen rausgehauen.... :verneig::verneig::blume:

    Lieben Gruß,
    :hut:


    PS gibt an, mit welcher Geschwindigkeit man in die Mauer einschlägt und Nm, um wie viele Meter man sie beim Aufprall verschiebt. Der Teufel steckt immer im Detail!


    PSS gibt an, dass ALLE, von mir, auf der watchlounge.com geposteten Bilder von Tieren, Uhren, Messern, Essen, etc von MIR stammen und MIR gehören. Ich erlaube MIR diese zu benutzen und allen anderen Usern hier auf watchlounge.com sie zu zitieren :gut: 17.03.2019