Wo geht die Reise bei Breitling hin, nach Besitzerwechsel

    • Das Argument, dass Uhren zum Schmuck zählen, finde ich bisweilen am überzeugendsten. Es gibt Billigschmuck und teuren Schmuck. Dass die Uhren darüber hinaus auch Funktionen erfüllen ist eine Besonderheit bei dieser Art Schmuck. D.h. z.B. Ringe oder Ketten können je nach Zeitgeist verschwinden, Uhren behalten jedoch ihre Berechtigung aufgrund ihrer wichtigen Funktion. Dennoch steht an erster Stelle Schmuck. Und wer sich teuren Schmuck leisten kann und drauf steht, wird auch noch in 1000 Jahren heiße Ticker kaufen.

      Zum Aspekt "Uhr als Uhr und nicht Schmuck": Ich muss sagen, ich bin etwas enttäuscht von euch; ihr macht die Haute Horlogerie kleiner als sie eigentlich ist. Dass die Uhren mit Smartwatches nichts als den selben Fleck am Körper gemein haben, will ich doch mal stark bezweifeln. Und wenn sie nur die Zeit anzeigen, zeigen sie die Zeit an, was die Smartwatches ebenfalls tun. Das macht sie irgendwie doch dann zum Teil vergleichbar. Ich persönlich schnalle mir meine Omega, Rolexes oder JLC in erster Linie an, weil ich darauf angewiesen bin, die Zeit immer im Hinterkopf zu behalten. Alle 10 Minuten iPhone aus der Tasche fummeln und sich dabei den Finger halb verknachsen ist für mich keine Alternative. Darüber hinaus schätze ich die Zuverlässigkeit meiner Uhren. Auch wenn sie ein Jahr im Schrank liegen; einmal die Krone gedreht und geschüttelt und schon gehts weiter. Das geht wohl einigen anderen ebenso.

      PS: OK der Thread ist etwas Off-Topic - oder sagen wir side topic - gegangen. Man darf nicht vergessen, dass es dafür ja offenbar einen Grund gibt.
      Dave grüßt
    • @DAV: Du legst eine Omega oder JLC an, weil Du die Zeit immer parat haben musst?
      Sorry, dafür reicht auch eine Uhr, die nur ein Bruchteil Deiner JLC kostet... und auch diese sind zuverlässig und laufen an, nachdem sie kurz bewegt wurden.

      Ich behaupte nun -unverschämt wie ich bin- dass Du diese Uhren eher trägst, weil sie eben etwas ganz Besonderes und Wertvolles sind, die sich nicht unbedingt jeder leisten kann oder will. ;)
      Hate your enemies. Save your friends. Find your place. Speak the truth.
      Kurt Cobain
    • Neu

      So wie meine Freundin ständig auf ihren Ring starrt, so starre ich ständig auf meine Uhr.
      Vom "Brauchen" bin ich ganz weit entfernt, Zeit zeigt mir eine 0815-Uhr auch an.

      Aber ich freue mich über eine schöne Uhr, bin es seit Jahrzehnten gewöhnt, eine zu tragen.

      Letztens hab ich eine Uhr beim Konzi abgegeben und war ein paar Stunden "uhrenlos". Dieses Handy-Zeit-Ablesen nervt mich persönlich.

      Solange ich mir dieses völlig unnötige Hobby leisten kann, werde ich Spaß dran haben.
      Grüße aus Österreich
    • Neu

      DAV schrieb:

      Zum Aspekt "Uhr als Uhr und nicht Schmuck": Ich muss sagen, ich bin etwas enttäuscht von euch; ihr macht die Haute Horlogerie kleiner als sie eigentlich ist. Dass die Uhren mit Smartwatches nichts als den selben Fleck am Körper gemein haben, will ich doch mal stark bezweifeln.
      Die Haute Horlorgerie gibt es doch überhaupt nur für (uns) Nerds. Also muss man beim Verkauf (Marketing, etc.) streng trennen zwischen Massenmarkt und Nerd- oder Sammler-Markt. Im Massenmarkt ist den Käufern eine Marke wie F.P. Journe, Lange, Vacheron, Urban Jürgensen, Breguet etc. gar nicht bekannt. Nicht einmal Patek, die ist aber wenigstens noch einigen bekannt. Dem Massenmarkt sind aber Apple, Samsung... Smart-Watches wohl bekannt.

      In den Top Ten der bekannten "Luxus"-Uhren-Marken kommt ganz oben Rolex, dann Omega, irgendwo auch Breitling und Longines. Deshalb glauben Massenmarktkäufer, dass Rolex die edelste und teuerste aller Uhren-Marken ist. Als ich ein einem Gold-Rolex-Träger erklärte, dass dies eine "gehobene Mittelklasse" Uhr sei, lachte er mich aus. Er kenne keine teurere Uhr, was mein Geschwätz also solle.... Diese Ignoranz hat Rolex perfekt befeuert. Und das wollte auch Apple im Uhrenmarkt. Mit ihrem Marketing bei Smart-Phones hatte das auch perfekt geklappt. Bei den Uhren nicht im Luxussegment, im Massenmarkt aber sehr wohl.

      Zurück zu Breitling: Trotz dem sehr guten B01 und einer QP reden wir bei Breitling doch eindeutig vom Massenmarkt und nicht HH. Herr Kern muss sich also gegen Omega, Longines, etc. behaupten, ein bisschen auch gegen Rolex. Und in diesem Markt spielen "echte" Werte kaum eine Rolle. Image, Marketing, PR sind praktisch alles.
    • Neu

      fagi1977 schrieb:

      So, mal wieder zum Thema Breitling. :pony:

      Bei einem Konzi in meiner Nähe sehe ich Rabatte, die sich teilweise kaum von denen der Grauhändler unterscheiden. Gilt nicht für alle Modelle, jedoch für einige Colt, Superocean II (42 & 44mm), sowie einige Quarzmodelle wie z.B. die Professional Aerospace.

      Sind die Modelle unbeliebt? Colt und SO gehen doch eigentlich ganz gut, oder irre ich? Weiß da jemand mehr?
      Habe mir meine Colt 44 Automatic/Stahlband für 2300,- bei Chrono24 bestellt und dann bei einem Laden in Berlin abgeholt...musste dann zu Wempe (Kurfürstedamm) wegen einer Rolex...bei der Gelegenheit hat mit der Uhrmacher dort das Band der Colt eingestellt und die Uhr sehr gelobt - meinte die würde sehr gut verkauft werden und Er als Uhrmacher würde die Uhr richtig toll finden (Er trägt übrigens Rolex GMT).

      Meine Colt kam übrigens aus Österreich (hat mir Trautmann am Telefon gesagt).
      Ich denke also die Colt ist überhaubt nicht unbeliebt - hätte auch mehr bezahlt - aber wenn die für 2300,- zu haben ist warum nicht dann den Preis bezahlen?!
      Warum nun ein Model was eigentlich gut abverkauft wird so verramscht wird - keine Ahnung...

      evtl.wollte man viele Uhren in den Markt pressen mit hohen Rabatten um gute Zahlen zu haben wegen der Übernahme durch den Finnazinvestor ??!
      :grb: "Die Klugen leben von den Dummen und die Dummen leben von der Arbeit....Wir schaffen Das" :bash: :kaempo:
    • Neu

      SpinnerDeluxe schrieb:

      Zurück zu Breitling: Trotz dem sehr guten B01 und einer QP reden wir bei Breitling doch eindeutig vom Massenmarkt und nicht HH. Herr Kern muss sich also gegen Omega, Longines, etc. behaupten, ein bisschen auch gegen Rolex. Und in diesem Markt spielen "echte" Werte kaum eine Rolle. Image, Marketing, PR sind praktisch alles.

      Also fragt man die "normalen" Leute kommt immer: Rolex Breitling Omega...genau in der Reihenfolge

      Das Breitling sich mit Longines vergleichen oder gegen behaupten muss,sehe ich nicht so - ist doch nochmal ne Liga drunter (Longines)...aber Omega kommt gut hin.

      Colt/SO vs. Seamaster/PO
      Navitimer vs. Speedmaster vs.Daytona
      :grb: "Die Klugen leben von den Dummen und die Dummen leben von der Arbeit....Wir schaffen Das" :bash: :kaempo:
    • Neu

      Mich ärgert immer noch dieses Interview-Video, in dem Herr Kern zum Ausdruck bringt, dass der Preis aus Marketing und Prosa entsteht.
      Jaahaaa....ich weiß, dass das nicht nur der Kern so handhabt, deswegen will ich das aber nicht auch noch vor den Latz geknallt bekommen.

      Meine Eltern hatten irgendwie wohl auch Sex um mich zu zeugen. Dennoch will ich das nicht wissen. :rotwerd: <X
      Gruß
      Alex
    • Neu

      Uhrheber schrieb:

      Mich ärgert immer noch dieses Interview-Video, in dem Herr Kern zum Ausdruck bringt, dass der Preis aus Marketing und Prosa entsteht.
      Jaahaaa....ich weiß, dass das nicht nur der Kern so handhabt, deswegen will ich das aber nicht auch noch vor den Latz geknallt bekommen.

      Meine Eltern hatten irgendwie wohl auch Sex um mich zu zeugen. Dennoch will ich das nicht wissen. :rotwerd: <X
      Hatte mal einen Artikel gelesen das eine Rolex Stahluhr ca.300,- Euro in der Herstellung kostet - wird dann bei Breitling ähnlich sein.Werbung Marketing Marge,Vertrieb usw. treiben dann die Preise hoch.
      :grb: "Die Klugen leben von den Dummen und die Dummen leben von der Arbeit....Wir schaffen Das" :bash: :kaempo:
    • Neu

      SpinnerDeluxe schrieb:

      DAV schrieb:

      Zum Aspekt "Uhr als Uhr und nicht Schmuck": Ich muss sagen, ich bin etwas enttäuscht von euch; ihr macht die Haute Horlogerie kleiner als sie eigentlich ist. Dass die Uhren mit Smartwatches nichts als den selben Fleck am Körper gemein haben, will ich doch mal stark bezweifeln.
      Die Haute Horlorgerie gibt es doch überhaupt nur für (uns) Nerds. Also muss man beim Verkauf (Marketing, etc.) streng trennen zwischen Massenmarkt und Nerd- oder Sammler-Markt. Im Massenmarkt ist den Käufern eine Marke wie F.P. Journe, Lange, Vacheron, Urban Jürgensen, Breguet etc. gar nicht bekannt. Nicht einmal Patek, die ist aber wenigstens noch einigen bekannt. Dem Massenmarkt sind aber Apple, Samsung... Smart-Watches wohl bekannt.
      In den Top Ten der bekannten "Luxus"-Uhren-Marken kommt ganz oben Rolex, dann Omega, irgendwo auch Breitling und Longines. Deshalb glauben Massenmarktkäufer, dass Rolex die edelste und teuerste aller Uhren-Marken ist. Als ich ein einem Gold-Rolex-Träger erklärte, dass dies eine "gehobene Mittelklasse" Uhr sei, lachte er mich aus. Er kenne keine teurere Uhr, was mein Geschwätz also solle.... Diese Ignoranz hat Rolex perfekt befeuert. Und das wollte auch Apple im Uhrenmarkt. Mit ihrem Marketing bei Smart-Phones hatte das auch perfekt geklappt. Bei den Uhren nicht im Luxussegment, im Massenmarkt aber sehr wohl.

      Zurück zu Breitling: Trotz dem sehr guten B01 und einer QP reden wir bei Breitling doch eindeutig vom Massenmarkt und nicht HH. Herr Kern muss sich also gegen Omega, Longines, etc. behaupten, ein bisschen auch gegen Rolex. Und in diesem Markt spielen "echte" Werte kaum eine Rolle. Image, Marketing, PR sind praktisch alles.
      Halte ich für Haarspalterei. Ich meinte mit Haute Horlogerie auch Rolex, Omega, Breitling, Longines etc., deren Exemplare alle im Kontrast zu Uhren stehen, bei denen der Preis anhand der Funktionen oder des aufgetragenen Plattgolds bzw. Strass' bemessen wird (Casio, Fossil z.B.).
      Das mit deinem prolligen Goldrolexträger halte ich für selektive Wahrnehmung. Aber jemand mit wirklich dem übrigen Kleingeld und einem Hang zum Luxus schaut doch ein wenig über den Tellerrand hinaus.

      Bei einer goldenen Rolex von "gehobener Mittelklasse" zu sprechen finde ich allerdings auch etwas versnobbt und allgemein die Einteilung in Klassen etwas abwegig :flag: .
      Dave grüßt
    • Neu

      DAV schrieb:

      Bei einer goldenen Rolex von "gehobener Mittelklasse" zu sprechen finde ich allerdings auch etwas versnobbt und allgemein die Einteilung in Klassen etwas abwegig .
      Wenn einer glaubt, eine Rolex für € 40.000 sei das obere Ende der Fahnenstange, dann kennt er eben wirklich teure und aussergewöhnliche Uhren nicht. Und darum geht's doch. Eine Uhr, die man nicht kennt, kann man eben auch nicht kaufen. Deshalb ist das ein komplett anderes Marktsegment.

      Die Einteilung in solche Klassen übernahm ich von Bill Sanders. Den find ich insgesamt ganz gut. Rolex hat genauso wie Breitling momentan mit High Horology nix zu tun. Der Verkaufspreis spielt dabei praktisch keine Rolle. Er macht das auch unter anderem am gewinnen des


      Grand Prix d'Horlogerie de Genève


      fest. Und das macht doch auch Sinn.
    • Neu

      Na dann viel Spaß beim weiteren Übernehmen fremder Reflexionen :gut:

      Ich mache mir lieber meine eigenen Gedanken und Wertungen. Wie? Ich schau mir andere Branchen an. Z.B. Autos.
      Ein Kia kostet 10t€. Einsteigerklasse.
      Eine S-Klasse kostet 100t€ (Faktor 10). Sie ist als Oberklasse definiert.
      Ein Cheiron kostet 3000t€ (Faktor 300). Dafür gibt es einfach keine "Klasse" mehr, weil eine Klasse eine Schublade für Produkte ist, die darin einordenbar sind. Leider würde in dieser Schublade nur 1 Auto drin sein. Dann kann man es auch gleich draußen lassen.

      Mal angenommen, eine 200k€-Audemars mit Tourbillon und Minutenrepeater ist "Oberklasse". Wo ist dann eine 2-Mio-€-Patek Skymoon? Sehe ich wieder in einer anderen Schublade, weil eine komplett unvergleichliche Uhr. Nur irgendwann gehen halt einmal die Schubladen aus, und es ist jeweils nur ein Produkt drin, und man muss sich Gedanken machen, wo die letzte Schublade, nämlich Oberklasse, anzusetzen ist.
      Übertragen wir das Auto-Beispiel, wäre das 10x eine Fossil. Angenommen, jene kostet 300€, wäre ab 3000€ Oberklasse. Das ist eine für mich nachvollziehbare Argumentation, weil es bei Oberklasse-Autos auch um Luxus geht und keine nennenswerten nützlichen Funktionen hinzugefügt werden. Im Gegenteil; ein Kombi ist viel nützlicher.

      Aber das sind nur meine 2 cents
      Dave grüßt
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