Basel: Fifty Fathoms Tribute to MilSpec

    • Threadstarter

      Das 1315 hat mittlerweile auch eine Siliziumspirale. Desweiteren werden auch andere Kaliber von Blancpain wie z.B. das F185 bei einer Revision auf Siliziumspiralen umgestellt.

      Einen "Weicheisenkäfig" gibt es so nicht, es ist ein Weicheisendeckel, der auch keine Verbindung zum Werk hat. Jener findet nur bei der Standard-FF oder der No Radiations in 45mm mit massivem Gehäuseboden Anwendung. Ob er bei der aktuellen Produktion infolge der Verfügbarkeit der Siliziumspirale überhaupt noch Anwendung findet, kann ich nicht sagen.

      Und ich sehe keinen Grund, warum man mit einem 1151 nicht joggen oder Rad fahren könnte, heftiges Mountainbiking würde ich aber keiner mechanischen Uhr zumuten.

      Ach ja, Tauchen geht natürlich auch, ist ja schliesslich ein Diver :G

      Grüsse :wink:

      P.S. @haart: wenn man hier in der Lounge gerade seine allerersten Beiträge bzw Fragen postet, wäre ein höfliches "Danke" für Antworten auch ganz nett ;) von einer Vorstellung möchte ich ja gar nicht reden...
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    • Wie gesagt ich finde diese FF außerordentlich schön. Auch oder gerade wegen der Größe. Ich werde die Tage mal die Verfügbarkeit prüfen. Ausgeliefert müßten sie ja schon sein. Wenn du meinst, daß das 1151 ein wirklich alltagstaugliches Kaliber ist spricht ja eigentlich nix dagegen. Bis auf den recht happigen Preis. Über 13000 Euro soll das Teil kosten. Das ist natürlich eine Hausnummer. Die normale FF mit dem sogar wohl "besseren" Kaliber kostet nur einen Bruchteil mehr, ganz zu schweigen von der Bathyscaphe die ja sogar noch günstiger ist. Da fragt man sich dann schon, wie siehts mit dem Preis-Leistung-Verhältnis aus ? 13000 Euro für eine Stahl Dreizeiger Uhr ? Da hat man auch bei anderen renommierten Marken eine richtig große Auswahl....Aber richtig schöne Sportuhren sind doch recht dünn gesät.

      Außerdem hat man, zumindest war das früher mal so, auch oft richtig gruselige Dinge über Blancpain gelesen. Gerade was die Verarbeitung und den Service angeht. Waren die früher auch nicht bei Wempe im Portfolio der darauf hin die Zusammenarbeit aufgegeben hat ? Denke das hat auch einige davon abgehalten eine BP zu kaufen. Gerade in diesem Preissegment sollte doch alles perfekt sein...

      Was an deinen wirklich tollen Bildern auffällt ist die enorme Wölbung des Glases. Es sieht so aus, als würde das Glas weit über die Lünette drüber stehen. Ist das wirklich so oder eine täuscht das ? Ich kann mich nicht erinnern, daß dies bei der normalen FF auch so ist...

      @shortys home: Danke für deine Antworten

      Grüße

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von haart ()

    • Threadstarter

      Das 1151 ist ein 3Hz Kaliber.

      Einige andere von Dir genannte Aspekte möchte ich auch noch kommentieren.

      Was liest man nicht alles im Netz... manches hat einen wahren Kern, vieles ist nach dem stille Post Prinzip überliefert und ggf nicht ganz korrekt.

      In der Tat hatte Blancpain während der Biver Zeit Probleme mit der Haltbarkeit der Werke und auch der Service war nicht optimal. Damals wie heute lag der Fokus des JCB auf Marketing und es wurden ultraflache Werke mit teils grossen Komplikationen kreiert - das jene sehr fragil waren, wurde erstmal ausgeblendet. Was die sonstige Verarbeitung bei Blancpain angeht, gab es meines Wissens nie Kritik, man hat seit jeher bei Gehäusen, ZB, Zeigern, Bändern und Schliessen allerhöchste Qualität verbaut.

      Das Thema mit den fragilen Werken ist seit langer Zeit Schnee von gestern. Gerade das Kaliber 1151 und seine Derivate wurden optimiert, auch von Breguet und Jaquet Droz genutzt. Für die grossen Komplikationen hat man neue Werke konstruiert, darunter etliche sehr bemerkenswerte Schmankerl wie das Carrousel, die Equation du Temps oder auch den ewigen chinesischen Kalender.

      Nun, es ist sicher richtig, dass ich persönlich sehr viel von Blancpain halte, man könnte mir also vorwerfen, ich wäre nicht unparteiisch. Jedoch habe ich auch das Glück gehabt, viele Uhren von Blancpain und anderen Herstellern in derselben Liga (AP, Vacheron, Lange, Patek) erfahren zu können. Dabei hat in meiner Erfahrung Blancpain immer den besten Eindruck hinsichtlich der Verarbeitung hinterlassen, und auf dieser Grundlage hat sich meine Meinung über Blancpain gebildet und bestätigt.

      Nicht immer problemfrei natürlich (ein wiederkehrendes Thema bei ein paar Modellen ist die Haltbarkeit der Kronenverschraubung), aber stets mit sehr gutem Service gelöst.

      Noch zum Glas der MilSpec: ja, es sticht heraus, da es ja auch der Optik früherer Plexigläser nachempfunden ist. Meines Erachtens eines der absoluten Highlights dieser Uhr.

      Grüsse :wink:
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    • @Shorty home: Ja erstmal vielen Dank für deine doch recht umfassenden Antworten.

      Mit der Kronenverschraubung hatte ich bei bisher keiner mechanischen Uhr irgendwelche Probleme. Weder bei VC, PP, JLC, IWC, Omega oder Parmigiani...Eigentlich ist die Sache ja auch nicht wirklich schwierig zu lösen.

      Wie sieht es denn mit dem Gangverhalten deiner FF bzw. Blancpains aus ? Von einigen Marken wird man da ja richtig verwöhnt (Rolex, Omega). Muß man da viel Abstriche in kauf nehmen ?

      Irgendwann früher oder später wird ja auch mal ein Service fällig. Was muß ich da ca. an Kosten und Zeit einkalkulieren ?

      Wie schon geschrieben, finde ich die Uhr wirklich grandios. Zumindest auf deinen Bildern und anderen im Netz. Auch die sonstige Resonanz im Netz ist ja wirklich ganz gut...Wird als ein Highlight der Baselword 2017 beschrieben.

      Mit der Verfügbarkeit der FF ist es, wie ich mir schon ein wenig gedacht habe, ein recht schwieriges Unterfangen. Entweder sind die von den Konzis bestellten Uhren schon alle reserviert (die meisten bekommen wohl eh nur eine oder zwei) oder man wird garnicht beliefert bzw. hat keine Chance dran zu kommen. Da ich auch keinen Hofkonzi habe verbessert diese meine Chance auch nicht wirklich. Nun hoffe ich vielleicht in der Schweiz noch irgendwo fündig zu werden. Das wäre für mich auch noch eine Option...
    • Threadstarter

      Da hast Du Glück gehabt, bei einer IWC meiner Frau musste der Tubus der Kronenverschraubung viermal gewechselt werden, bei einer VC Overseas war er nach einer gewissen Zeit ebenfalls "durchgerutscht", bei älteren Breguet Type XX kann es auch ein wiederkehrendes Thema sein, so auch bei einigen wenigen Blancpain Modellen - insbesondere dann, wenn unterschiedliche Materialien bei Krone und Tubus verbaut sind.

      Was Gangwerte angeht, so schwanken die Uhren individuell zwischen -2Sek und + 5Sek pro Tag, insbesondere meine beiden Bathyscaphe sind mit nahezu null Abweichung extrem ganggenau. Selbiges kann ich von den Rolex Uhren meiner holden Gattin nicht behaupten, aber das ist ein anderes Thema.

      Hinsichtlich der Servicekosten und -zeiten kannst Du Dich am besten bei Blancpain direkt erkundigen, da die Kosten modell- und die Dauer zeitpunktabhängig variieren.

      Zu guter Letzt noch ein Kommentar zur Verfügbarkeit der MilSpec: schätzungsweise kommen ca 20 Uhren nach Deutschland. Da wird nicht jeder Konzessionär ein bekommen können...

      Grüsse :wink:
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    • @shortys home: Wie gut, daß meine Gattin sich mit günstigen Quarzzwiebeln zu frieden gibt...Wobei eine Rolex würde ich ihr aus Prinzip schon verbieten, aber das ist eine andere Sache.

      Mit -2Sek und +5Sek pro Tag könnte ich gut leben. Wird wahrscheinlich immer ein wenig Glücksache sein was man gerade so erwischt...

      Was mich viel mehr beruhigt ist die Tatsache mit den ca. 20 Stück für Deutschland. Die werden dann wohl zwischen Bucherer und Blancpain München aufgeteilt, wobei Ersterer zu den "allen vorbestellt bzw. verkauft" gehört, so zumindest die Aussage. Den Weg zu den Boutiquen möchte ich erst nehmen, wenn wirklich alles andere ausgeschloßen werden kann....Ich dachte immer, Blancpain ist hier zu Lande eigentlich recht einfach zu haben, weil eben nicht so angesagt.

      Wie schätzt du den LVP mit ca. 13000 Euro ein. Ich finde, ist schon eine Hausnummer für diese Uhr. Wie gesagt, ich finde sie gigantisch von der Optik. Aber es sollte auch alles ein wenig im Rahmen bleiben. Du scheinst ja mehrere FF zu besitzen und hast diese auch schon in der Hand gehabt. Dann kannst du das bestimmt auch ein wenig beurteilen...Breguet Type XX besitzt du ja auch, kostet auch fast 4000 Steine weniger dazu ist es noch ein Chrono.
    • Threadstarter

      Ich persönlich finde, Blancpain hätte bei dem Preis das Stahlband, das Natoband und das Segeltuchband in das Paket legen sollen. Dann wäre es für mich adäquat.

      Der preisliche Vergleich zur 45mm Fifty Fathoms und zur Bathyscaphe fällt nicht optimal für die MilSpec aus. Vielleicht hat der Erfolg in Basel ja den Preis mitbestimmt...

      Wenn man die MilSpec aber mit Uhren aus anderen Häusern auf gleichem Niveau vergleicht, dann passt es schon wieder. Immerhin wurde bei dieser Uhr abgesehen vom Werk nicht einfach die Teilekiste aufgemacht, sondern man hat Gehäuse, ZB, Zeiger, Glas speziell für diese Uhr kreiert.

      Grüsse :wink:
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    • Achja, das Stahlband kostet ja um die 2500 Euro. Die würde ich mir auf jedenfall einsparen. Paßt sowieso meines Erachtens so garnicht zu dieser Uhr. Ist aber sicher Geschmacksache...

      Wie sieht es denn mit der Limitierung aus. Auf der Homepage sind drei Referenznummern angegeben. Einmal mit Stahlband, dann mit Segeltuchband und mit Natoband. Macht also 3 x 500 Stück. Dann sind wir bei 1500 Stück. Oder sind es insgesamt nur 500 für alle drei Bandtypen ? Dann wäre natürlich interessant wieviel ungefähr von jedem Bandtyp hergestellt werden. Vielleicht hast du da ja eine Insider Info....

      Nach einfach in die Teilekiste greifen sieht sie nun wirklich nicht aus. Unterschiede sind ja schon zu erkennen. Keine Frage. Was das Paket aber angeht bin ich voll bei dir. Die Bänder hätten sie wirklich noch beipacken können. Dann wäre die Limitierung auch schon für jeden geklärt. Ich dachte aber, die Preise stehen in Basel schon fest und werden nicht nach dem dortigen Erfolg oder Misserfolg bemessen...
    • Dann frag ich mich warum es drei Refernznummern gibt. Demnach müßte doch klar festgelegt sein, wieviel von jeder Ref. Nr. auf den Markt kommt. Irgendwie ist das eine komische Vorgehensweise. Wenn am Ende nur noch Modelle mit Stahlband übrig sind, der Kunde aber absolut keines möchte, muß es doch die Möglichkeit geben, die Uhr ohne das sündhaft teure Stahlband zu erwerben. Auf der anderen Seite könnte es BP dann passieren, auf den Stahlbändern hocken zu bleiben...
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